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Kundenrezension

am 1. September 2013
Ich habe einmal gehört, der erste Satz in einem Roman, auf den käme es an.

"Jahre später, sie waren schon längst erwachsen und ein jeder verstrickt in sein eigenes Unglück, wusste keiner von Arthur Friedlands Söhnen mehr, wessen Idee es eigentlich gewesen war, an jenem Nachmittag zum Hypnotiseur zu gehen." - Das ist er, der erste Satz in Daniel Kehlmanns Roman "F".

Ein toller Satz, ein toller Anfang.

Und nun breitet sich vor uns genau diese Verstrickung ins Unglück aus. Zunächst in so alltäglicher Form, mit diesen quälenden Fragen, die jeder von uns kennt: Hätte ich anders entscheiden können? Wäre mein Leben dann anders verlaufen? Wie viel Unglück darf man tatenlos hin nehmen? Müsste man eigentlich etwas ändern? Das fragen sich die Romanfiguren, das fragt Kehlmann und das tut weh beim Lesen. Das weckt eigene Zweifel.

Ein Schicksal beschreibt Kehlmann in kompletter Lebensflucht, ein anderes Schicksal steigert sich ins grotesk tragische, ins Aussichtslose, über allem steht das Unvermögen der Figuren, sich ihr Fehlverhalten einzugestehen. Sie alle kämpfen um den Sieg der Verdrängung.
Und endlich auch ein Schicksal, das einen amüsieren kann, eine Möglichkeit, seinen Weg zu finden, eine absurde Möglichkeit zwar, aber eine, die mir als Leser gefällt. Aber Kehlmann läßt das nicht stehen: er muß zerstören, eine sinnlose Zerstörung, wie es zunächst scheint, wie ein Schlag in die Magengrube. Eine Wendung, die dennoch so und nicht anders sein muss, denn der Autor will nicht versöhnlich sein.

Fast am Ende stehen die Fragen eines Kindes:
"Dabei war ein Tag schon lang. So viele Tage noch bis zu den Sommerferien, so viele mehr bis Weihnachten und so viele Jahre, bis man erwachsen war. Jedes davon voller Tage und jeder Tag voller Stunden und jede Stunde eine Stunde lang. Wie sollten die vergehen, wie hatten es alte Leute nur geschafft, alt zu werden? Was tat man mit so viel Zeit?"

Das Erstaunlichste beim Lesen war für mich: es gab anstrengende Kapitel, Kapitel, die mir zunächst sehr trocken, sehr in der philosophischen Idee stecken geblieben schienen. Und gerade diese Kapitel waren es dann, die sich als ungeheuer stark erwiesen und sich erst erschlossen, als ich mich "durchgekämpft" hatte.

Ein Roman voller Klugheit, Lebensweisheit, Herzenswärme. Albtraumhaft und doch so nah am Leben.
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