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Kundenrezension

am 29. März 2013
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Rebellion der Maddie Freeman" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Zunächst scheint es, als hätte Maddie in L.A. ihren Platz gefunden. Sie entdeckt das Leben auf eine neue, reale Art und Weise, lernt größtenteils auf die Digitalisierung zu verzichten und sogar ihre "Beziehung" zu Justin macht Fortschritte. Doch Maddie kann das Rebellieren nicht sein lassen und wird schließlich von der Polizei geschnappt und in ein Umerziehungslager gesteckt. Dort versucht man mithilfe von Isolationshaft und Gehirnwäsche sie wieder zu einem normalen Teenager umzuerziehen. Maddie ist stark, aber so langsam nähert sie sich dem Punkt, an dem man sie als "gebrochen" bezeichnen könnte.

"Der Widerstand geht weiter" ist der zweite Teil der Dystopie-Trilogie um Maddie Freeman. Der Roman spielt im Jahre 2060, in der die Digitalisierung so weit fortgeschritten ist, dass sie dem Menschen nicht mehr hilft, sondern das Leben dominiert. Maddie hat bereits im ersten Band gezeigt, dass sie mit dieser digitalen Lebensform nicht besonders glücklich ist und angeregt durch den Rebellen Justin lehnt sie sich immer mehr gegen das System auf. Dieses bleibt jedoch nicht unbeobachtet und so findet sie sch plötzlich in einer Klink zur Umerziehung von Jugendlichen wieder. Die Autorin hat die Monate in dieser Klinik sehr ausführlich beschrieben. Das hat dazu geführt, dass die grausamen Taten dort, Maddies Kampfgeist und ihre Verzweifelung realer wirkten. Allerdings hat es auch dazu geführt, dass dieser Handlungsschauplatz einen enorm großen Teil des Buches ausmachte und auch wenn immer wieder Kleinigkeiten dort passieren, hat es mich auf Dauer etwas gelangweilt und ich wollte mal wieder etwas anderes "sehen". Außerdem benimmt sich Maddie in einer Situation so dermaßen dämlich, nur um die Geschichte fortspinnen zu können, aber das Verhalten erschien mir absolut nicht authentisch. Von solchen Szene gab es leider noch mehr und ich mag es nicht, wenn etwas derart konstruiert wirkt, nur um die Story in die richtige Richtung schubsen zu können.

Mir fehlte Tiefe in dem Roman, auch wenn Justin plötzlich Gefühle erkennt und wahrnimmt, aber trotzdem waren es nicht meine Figuren und Maddie und ich werden sicherlich auch im dritten Teil keine "Freunde" mehr werden. Wie beim ersten Band muss ich sagen, dass ich die Grundidee über die Digitalisierung der Welt immer noch toll finde, aber es ist enttäuschend zu sehen, wie viel Potential die Autorin verschenkt hat, denn über ein Mittelmaß kam auch Band 2 bei mir leider nicht hinaus.

Fazit: Erneut wurde aus der Geschichte nicht alles herausgeholt, so dass die Story um Maddie für mich leider nur mittelmäßig bleibt.
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