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Kundenrezension

am 4. März 2014
Der musikalische Stil von The Anix lässt sich wohl ungefähr als eine etwas düstere Mischung aus Thirty Seconds to Mars mit ein Bisschen Coldplay (bzgl. der Melodieführung) beschreiben, während der Sänger ein wenig nach Bob Swire von Pendulum klingt (ich hoffe, ich trete mit dem Vergleich niemandem auf den Schlips). Sleepwalker ist bereits das vierte Release der Band, wobei sich die ersten Beiden (An Illusion of Time und Play Dance Repeat) stark in ihrer Tracklist ähneln, Genaueres zu dem Hintergrund weiß ich leider nicht. Ich hatte etwas in Demolition City hineingehört und so richtig wollte die Musik nicht bei mir zünden. Das neueste Werk scheint aber so etwas wie die finale Stilfindung darzustellen, zumal auch Tracks vom Vorgängeralbum neueigespielt wurden.

Ich muss sagen, dass mich Sleepwalker wirklich umgehauen hat und ich kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, dass diese Band noch so unbekannt ist. Natürlich gibt es Qualitätsschwankungen auf dem Album, was das Songwriting angeht, aber es ist kein Song vorhanden, den ich wirklich als Ausfall bezeichnen würde. Interessant ist auch, dass das eine oder andere Lied wirklich den Raumklang (oder zumindest gute Kopfhörer) benötigt, um sich richtig entfalten zu können. Natürlich klingt alles über eine gute Anlage besser, aber gerade bei diesem Album waren besondere Abstriche zu verzeichnen, wenn man es mit schlechteren Kopfhörern auf seinem MP3-Player hört.

Einer dieser Songs ist gleich der Opener Enemys Eyes, eine düstere aber eingängige Rocknummer, die relativ schnell beginnt und im melancholischen Refrain das Tempo herunterbricht. Der Refrain wirkt irgendwie zu leer, sollte das Soundsystem nicht ausreichend sein. Weiter geht es mit dem sehr gut tanzbaren Warning Signs, das schön mit Streichern beginnt und sich als etwas positiver von der Gemütslage her entpuppt, top Song. Cry Little Sister, eine Coverversion des The Lost Boys-Themesongs, fährt dann etwas härteres Gitarrengeschütz auf, bleibt dabei aber immer melodisch und tanzbar und lässt sich nur als wirklich gelungenes Cover bezeichnen. Take My Future ist als einer der schwächsten Songs des Albums zu bezeichnen, die Melodie des Refrains will einfach nicht so richtig zünden. Entschädigt wird man dann allerdings durch den absolut genialen Titeltrack, ein wunderschön verträumt trauriges Lied, das für mich das Highlight des Albums darstellt und dessen Chorus man so schnell nicht mehr aus den Gehörgängen bekommt. Auf hohem Niveau geht es weiter mit Glass, bei dem es wieder etwas härter zur Sache geht und das seinem Vorgänger in fast nichts nachsteht. Resident One ist relativ poppig ausgefallen. Trotzdem ist es als äußerst gelungen zu bezeichnen und bringt mit seinem eher fröhlichen Tanzbeat etwas Abwechslung ins Album. Ob es so klug ist, seinen Song wie eines der bekanntesten Lieder von Linkin Park zu nennen, sei mal dahin gestellt, aber In the End führt das Album gut fort und geht etwas in die Richtung von Glass, wenn auch nicht ganz so hart bzgl. der Gitarrenarbeit. Endlessly ist wieder langsamer ausgefallen und fällt leider qualitätsmäßig etwas ab. Es ist definitiv kein schlechter Song, aber auch hier kann einen der Chorus nicht so recht aus den Socken hauen. Die vom Tempo her eher gemäßigten Lieder Long Way out und In the Dark sind zwar keine Offenbarungen, aber durchaus solide, gut hörbare Songs. Zum Schluss kommt mit The Passenger der Hauptgrund, warum ich das Thema Soundsysteme angesprochen habe. Während das Lied auf schlechten Kopfhörern eher enttäuscht, so entwickelt es sich bei guten Lautsprechern zu einem richtig atmosphärischen Stück Musik, bei dem ich immer wieder Gänsehaut bekomme.

Das war es mit dem Hauptalbum, aber da die Bonus-CD nicht Teil einer Special Edition, sondern Bestandteil des normalen Releases ist, kann man deren Stärken durchaus zur Albumwertung dazurechnen. Das The Cure-Cover Burn (eventuell bekannt aus dem The Crow-OST) stellt sich nämlich als ein weiteres Highlight der Veröffentlichung heraus und weiß gerade im Refrain sogar mehr als das Original zu überzeugen. Die Remixe sind insgesamt eigentlich nur eine nette Dreingabe. Hervorzuheben sind aber der Tommie Sunshine Remix von Glass, der dem Song in eine elektronische Tanznummer verwandelt und ihm eine ganz andere Wirkung verleiht, der Powerman 5000 Remix von Enemys Eyes, der aus dem Song eine Metalnummer macht, und der wahrscheinlich vielen bekannte Invader! Remix von Sleepwalker. Der Invader! Remix ist im Groben eine interessante Alternative zum eh schon grandiosen Original, nur die deplatziert wirkenden “Dubstep-Schredder-Parts“ hätten nicht unbedingt sein müssen. Der Rest der CD ist nettes aber nicht unbedingt nötiges Beiwerk.

Fazit:
Sleepwalker ist ein durchweg mehr als nur überzeugendes Album geworden, das eine ganze Reihe von Songs mit Ohrwurmcharakter und eigentlich keine richtigen Ausfälle vorzuweisen hat. Um das gesamte Potential der Platte auszuschöpfen, sollte man allerdings auf gute Lautsprecher/Kopfhörer zurückgreifen. Auch die Bonus-CD ist einen Hördurchgang wert und man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die Band weiterentwickelt und ob sie noch den Durchbruch schafft. Verdient hätte sie es jedenfalls.

9/10

Anspieltipps:
Warning Signs, Cry Little Sister, Sleepwarker, Glass, Resident One, The Passenger, Burn
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