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Kundenrezension

98 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Früher war alles besser" - Eine Phrase die auch in der Gesellschaft langsam überdacht werden sollte, 22. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Living Things (Audio CD)
Da ist sie nun. "Living Things", das mittlerweile fünfte, echte Studioalbum von Linkin Park, nach einer Pause von knapp 2 Jahren nach "A thousand suns", welches das wohl umstrittenste Werk der Band darstellt.

Linkin Park sind es doch auch, die ihre Fanscharen und diejenigen, die sich ehemals dazuzählten polarisieren wie Minus- & Pluspole. Wer die Band abseits der einschlägigen Magazine beobachtet, sollte aber merken und eingestehen, dass mit Linkin Park eine Band in der Musikszene verwurzelt ist, die ein eigenes Genre ihr Eigen nennen kann.

Die nur 37-minütige Platte beginnt mit dem Opener "Lost in the echo", einem Homage an alte Tage. Der "Hybrid Theory" und "Meteora"-Vergötterer wird wohl bei diesem Song aufhorchen und den letzten Funken Hoffnung doch noch einmal entfachen. Eingängige Elektrosamples, ein Rap von Mike Shinoda, der wohl mit zu den besten seiner Zunft (LP-technisch gesehen) gehört, ein Refrain der im Ohr bleibt und eine Bridge, die Joe Hahn und Chester Bennington tatsächlich "oldschool-like" hinbekommen haben. Die Ansage der Band, die Lyrics persönlicher und weniger politisch zu gestalten, findet hier auf jeden Fall Bestätigung.

Das darauffolgende "In my Remains" beginnt ebenfalls ziemlich ähnlich der früheren Werke, dennoch verbirgt sich hier ein wenig weichgespülter Pop ala "Leave out all the rest" oder "Shadow of the day". Der Schlussteil jedoch, von Mike und Chester gesungen, ist perfekt gelungen. Allein die Zeilen "Like an army - Falling - One by One" erzeugt jedesmal Gänsehaut.

Zu "Burn it down" ist nicht viel zu sagen. An wem der Song vorbeigegangen ist, sollte schnellstens aus seinem Kellerloch ohne Internetverbindung und Anbindung an die Außenwelt ausbrechen. Hier steckt noch viel mehr Potenzial drin, als Linkin Park effektiv verarbeitet hat. Vorhersehbare Songstruktur, und nach mehrmaligem Hören etwas ausgelutscht. Dennoch hätte "Burn it down" locker auf "Meteora" oder "Minutes to midnight" Platz gehabt.

"Lies Greed Misery" ist ein 2 1/2- minütiger Punch. Ein treibender Rap, ein Sample, das keine Gefangengen macht und ein starker Refrain, der gerade am Schluss richtig draufhaut zeichnen diese Perle aus. Live übrigens ein besonderer Genuss!

"I'll be gone" beginnt recht verzerrt-rockig, führt das im poppigen Vers weiter und wird durch einen mit Gitarren geschwängerten Refrain abgerundet. Der Text ist passend, eingängig, und macht weiter Lust auf die folgenden Tracks. Fällt in etwa in die Kerbe, die "In my Remains" geschlagen hat.

"Castle of Glass" ist der in meine Augen best geschriebene Song von Mike Shinoda bis dato. Wahnsinnig tiefsinnige Lyrics, in einer unvergleichlichen Atmosphäre vorgetragen, bis sich das ganze Drumherum aufbaut und in einem epischen Endteil gipfelt. Mein Favorit auf "Living Things"

Wo eben noch Atmosphäre und Entspanntheit herrschte wird nun mit "Victimized" alles niedergemäht, was im Wege steht. 1:46 min voll auf die Zwölf, mit einem Chester in Hochform, einem rappenden Mike und einer Soundkulisse, die so abstrakt und abstoßend wirkt, dass es nicht mehr feierlich ist. Ganz großes Tennis!

"Roads Untraveled" nimmt dann den Fuß wieder vom Gaspedal, irgendwie ein perfekter Song, um mit nem vollen Kopf in Richtung Sonnenuntergang zu fahren. Sehr ruhig im Gesamtpaket, der Vers wird instrumental und mit einem "Wohooo" wiederholt, was ebenfalls zur Atmosphäre beiträgt.

Der Schnitt den "Living Things" ab "Victimized" nimmt ist spürbar. Die Eingängigkeit nimmt ab, das Soundpaket wird schwieriger zu erfassen, ein Song greift in den nächsten. Ab hier sollte man sich wirklich mit Bedachtheit auf die Platte einlassen, ansonsten besteht die Gefahr den Faden zu verlieren, was dem Album absolut nicht gerecht wird.

Mit "Skin to Bone" wird es, man soll es nicht glauben, in Ansätzen folkig (wie von der Band auch schon angedeutet). Der Song erschließt sich mir immer noch nicht ganz, obwohl ich ihn nun doch schon mehrere Male gehört habe.

"Until it Breaks" wird nun die Geister scheiden wie kein anderer Track auf dem Werk. Absolut dreckige Verse von Mike, so dahin gespuckt dass es eine wahre Pracht ist, aber so authentisch und ehrlich dass man zumindest versuchen sollte die Bedeutung dahinter zu verstehen. Chester steigt ein mit einer sehr eigentümlichen Einlage, was "Until it Breaks" nur noch abstrakter wirken lässt. Die Krönung des Ganzen ist ein an Gospel erinnernder Endpart, gesungen vom Gitarristen Brad (!). Der Bursche kanns tatsächlich auch.

"Tinfoil" und "Powerless" zähl ich zusammen, weil der eine ohne den anderen Track nicht wirklich funktioniert. "Tinfoil" baut den Spannungsbogen auf, ist instrumental perfekt und eine hervorragende Überleitung zum Abschlusstrack, der ähnlich wie "Pushing me away" und "Numb" wieder viel an Emotion und musikalischer Finesse bietet. Würdiger kann man ein Album wie "Living Things" nicht abschließen.

Hinter uns liegen 37 Minuten, die wie im Flug vergehen. Es ist alles dabei: Screams und perfekter Gesang von Chester, Raps und Gesangseinlagen von Mike, Gitarren die vielleicht etwas zu selten Wände einreißen, Elektrosamples, Scratches von Joe, Drums... und vor allen Dingen eine Abwechslung die man Linkin Park kaum zugetraut hätte.

"Früher war alles besser" - Wer mit diesem Scheuklappendenken immer noch durch diese Welt rennt, sollte sich vielleicht mit seiner Grundeinstellung für Neues hinterfragen, und ob er denn in der extrem schnell flukturierenden Gesellschaft in ein paar Jahren überhaupt noch mitkommt.

Linkin Park waren früher nicht besser, sie waren anders. Den Wandel den die Jungs vollzogen haben, den sollte erstmal eine andere Band nachmachen, denn die Qualität der Songs nimmt weder ab noch zu, sie verändert sich, sie reißt mit, sie regt zum Nachdenken an. Und nur wer sich Gedanken mit Musik macht kann verstehen was eine Band antreibt und welche Barrikaden sie überwinden müssen, um Alben wie "Living Things" zu schaffen.

08/15 - Kombos sehen anders aus.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.06.2012, 16:25:11 GMT+2
Link meint:
Tolle Rezension! Ihr Fazit kann ich nur teilen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.06.2012, 16:09:36 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 26.06.2012, 16:11:07 GMT+2
Shi-chan meint:
Hallo Michael!

Endlich mal jemand, der meine Meinung über den "Wandel" von Linkin Park teilt.
Es gehört für eine Band dazu, sich weiterzuentwickeln und nicht auf der Stelle zu treten. Und ein "echter" Fan bleibt seiner Band treu, egal wie oft oder in welche Richtung deren Musik sich ändert.
Ich bedanke mich hiermit für die tolle Rezension und bin, wie gesagt, ganz Ihrer Meinung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.06.2012, 11:54:26 GMT+2
Jonas meint:
Erstmal muss ich sagen, dass das eine gute Rezension ist, auch wenn ich anderer Meinung bin. Sie ist gut begründet und daher lässt sich nichts dagegen sagen.

@Shi-chan
Ein "echter Fan" (meiner Meinung nach ein total bescheuerter Begriff, der Benutzt wird, um Leute die anderer Meinung sind zu degradieren) muss nicht einer Band treu bleiben, wenn diese nur nich Mist produziert (das soll jetzt nicht auf LP bezogen sein). Er hört sich die neuen Sachen an und wenn sie im gefallen ist das toll. Wenn nicht, dann hört er halt andere sachen hören. Man sollte Sachen nicht gut finden, nur weil sie von einer bestimmten Band stammen, sondern weil einem die Musik gefällt.
Ich würde mich als Linkin Park-Fan bezeichnen, obwohl ich nur die ersten 3 Alben mag. Ich gebe allerdings zu, dass das was Linkin Park machen nicht schlecht ist (was sowieso subjektiv ist), sondern einfach nicht meinem Geschmack entspricht.

Veröffentlicht am 28.06.2012, 00:25:21 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2012, 00:25:49 GMT+2
Aqua Classic meint:
Hallo,

ich bin ebenfalls sehr überzeugt von Living Things (zumindest von einem Großteil des Albums), nachdem A Thousand Suns mich sehr enttäuscht hat.
Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist die Aussage, dass Burn It Down auch auf Meteora oder Minutes To Midnight Platz gefunden hätte. Das stimmt schlichtweg nicht. Burn It Down ist musikalisch, harmonisch und stilistisch überhaupt nicht mit irgendeinem Song auf diesen Alben zu vergleichen. Das meine ich weder im positiven noch im negativen Sinne, sondern völlig objektiv, unabhängig davon, ob der Song mir gefällt oder nicht.

Veröffentlicht am 01.07.2012, 18:50:22 GMT+2
PM meint:
Ich würde sagen "DER KREIS SCHLIEßT SICH". Living Things hat von allen 4 Alben ein bisschen und zeigt die Entwicklung der Band in den letzten 15 Jahren.

Veröffentlicht am 04.07.2012, 13:36:32 GMT+2
Coole Rezension, die jeden Song bewertet. Der Schluss ist besonders hervorzuheben.

Veröffentlicht am 08.07.2012, 03:22:04 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 08.07.2012, 03:22:34 GMT+2
Markus M. meint:
Wie schon gesagt wurde, die Rezension an sich ist durchaus gut gelungen und alles gut begründet, dagegen kann man nichts sagen.

Wenn ich aber sowas lese wie Lost In The Echo wäre eine Homage an die ersten beiden Werke, In My Remains begäne ebenfalls wie die alten Werke, Burn It Down hätte auch perfekt auf Meteora gepasst etc. dann frage ich mich wirklich ernsthaft, ob ich vielleicht eine andere Version von Living Things gehört habe als sie... denn diese Aussagen stimmen leider (wäre schön, wenn es so wäre) überhaupt nicht.

Die meisten Beats würden sich eher auf einer schlechten Hiphop oder Boomboom-Techno-Platte gut machen und sind einfach nur nervig. Hauptsache laut und basslastig. Und Chesters screams sind in dem Fall einfach nur nervig und deplatziert.

Diesen fragwürdigen "Wandel" haben bereits sehr viele Bands durchgemacht, immer mit dem selben Ergebnis. Der durchschnittliche Radiohörer findet die Band auf einmal super, die alten Fans wenden sich (meistens) ab. Das gab es auch schon lange vor Linkin Park. Wenn Burn It Down jetzt schon im ZDF für das absolute Massenpublikum verwurstet wird, das sagt doch schon alles. Massentauglicher Radiomüll und eben absolut nichts besonderes mehr.

Zu
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"Früher war alles besser" - Wer mit diesem Scheuklappendenken immer noch durch diese Welt rennt, sollte sich vielleicht mit seiner Grundeinstellung für Neues hinterfragen, und ob er denn in der extrem schnell flukturierenden Gesellschaft in ein paar Jahren überhaupt noch mitkommt.
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kann man eigentlich nur sagen, früher war sicher nicht grundsätzlich alles besser, etwas neues wird aber nicht automatisch gut nur weil es neu und anders ist. Und wenn es denn nun normal ist, dass immer mehr geile Bands nur noch für die Zahnspangengeneration und für die breite Radiohörerschaft produzieren, ja, dann falle ich gerne in der Entwicklung zurück und verzichte dankend darauf mit dieser extrem schnell flukturierenden Gesellschaft überhaupt noch mitzukommen.

Dennoch respektiere ich ihre und auch andere positive Meinungen. Teilen kann ich diese allerdings überhaupt nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2012, 08:48:53 GMT+2
Kyosa meint:
@Baraka
Danke für deine Zeilen, dem kann ich fast nichts mehr hinzufügen.
Bezüglich früher war alles besser, würde ich die Phrase in "Früher war alles spannender" abändern.
In der heutigen Zeit muss man schon lange suchen um gute Musikqualität zu finden.

Veröffentlicht am 04.08.2012, 00:23:21 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 04.08.2012, 00:24:34 GMT+2
Daniel Noe meint:
Eine Rezension die in fast jedem Aspekt meine Gedanken widerspiegelt. Auch deine Meinung zur Entwicklung von Linkin Park hätte ich nicht besser formulieren können, weswegen ich sehr dankbar bin für Rezensionen wie diese. Ich hoffe viele dieser 'Hater' werden sich deine Worte ans Herz legen.
Deine Meinung zu dem mit Abstand eigenartigsten Track des Albums 'UNTIL IT BREAKS' konnte mir ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern, so muss ich sagen dass er neben 'IN MY REMAINS' und 'CASTE OF GLASS' zu meinen Lieblingssongs des Albums gehört und dem Anschein nach nur wenige diese Ansicht mit mir teilen, da sie sich nicht in ausreichendem Maße mit ihm befassen. Deine liebevollen Formulierungen wie 'so dahin gespuckt dass es eine wahre Pracht ist' passen einfach wie Arsch auf Eimer. Einziger Kritikpunkt: Eine Punktebewertung auf einer Skala von 1-10 hätte ich toll gefunden.

Trotzdem Danke hierfür!

Daniel
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