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Kundenrezension

27 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombastisches Epos, das uns das Staunen wieder bringt, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Nun ist er endlich da:"Smaugs Einöde" in einer Blue Ray Veröffentlichung der Referenzklasse, und da ich mir aufgrund des von mir wenig geschätzten 3- D Erlebens, das Kinovergnügen ersparte, detoniert der zweite Teil der Hobbit- Trilogie nun in meinem Wohnzimmer, läßt in seiner opulenten Ton und Bildgewalt die Sinneszellen beben.
Was für ein phantastischer Film, der den ersten Hobbit noch einmal toppt.
Staunen- das ist es, was uns Peter Jackson wieder lehrt.
Staunen über reine mitreißende epochale Kinomagie, die zweieinhalb Stunden uns die Realität vergessen und tief in Mittelerde eintauchen läßt.
Dabei sei gesagt alle Kritikpunkte vieler Rezensenten haben ihre Berechtigung.
Jeder Tolkien Purist wird die Nase rümpfen über teils gravierende Abänderungen der Vorlage, jede Anmerkung über teils überdrehte Actionsequenzen sind nachvollziehbar.
Doch ist die Frage wie man gewichtet, im Angesicht dieser unglaublich sorgfältig, perfektionistischen , gigantomanischen Gesamtleistung eines Ausnahmeregisseurs, der mit soviel Verve und Esprit in jeder Minute spüren läßt, daß er selbst einer der glühendsten Verehrer Tolkienscher Visionen ist.
Wahrhafte Glaubenskriege, die von oft verbohrten Tolkien Anhänger geführt werden, nicht mehr sehend , erfühlend ,daß hier in jedem Bild, in jedem bombastischen Decor, in jeder Musik, Kreatur, Storywendung ein Regisseur visionäre Kinogeschichte schreibt, sind dann nach Sichtung von " Smaugs Einöde" doch vernachlässigbar.
Besser, betörender, berauschender kann Kino nicht sein.
Es handelt sich vielleicht zum letzten Mal in der Kinogeschichte um ein eruptives " Eventkino" welches über Jahre hinaus die Kinomassen mitfiebern lässt.
Der Unterschied zu den üblichen seelenlosen" State of the Art " Fantasyepen , die weiland den Markt überschwemmen, ist eben die inszenatorische Raffinesse, die Akribie, detaillierte Besessenheit eines Regisseurs, der sich mit jeder Faser seines Herzens seinem gigantischen Epos verpflichtet hat.
Diese Hingabe ist fühlbar, erlebbar und in jeder Minute ist " Smaugs Einöde" einfach atemberaubendes Kino pur.
Nicht umsonst fiebern die Zuschauer jedes Jahr dem neuen Teil entgegen.
Nicht umsonst erscheint der gerade in diesem zweiten Teil mehr als gemeine Story- Cliffhanger als unerträglich bis sich zum dritten finalen Teil endlich der Vorhang hebt.
Tolkien wird durch Peter Jackson erst zum Leben erweckt, die Landschaften, magischen Orte, das weitverzweigte Mittelerde Universum- ein Fest für alle Sinne.
Peter Jackson macht den Zuschauer wieder zum staunenden Kind, das einfach ,wie selten gibt es das im Kino heute noch ,etwas Außergewöhnliches erlebt: große Kinofaszination.
Als Kinogänger bin ich begeistert, als etwas trocken eigenbrötlerischer ,vor sich hin mümmelnder Tolkien Purist verderbe ich mir selbst die Freude.
Sie haben die Wahl.
Tolkien selbst, so geht es aus Quellen hervor ,war letztendlich doch unzufrieden mit seinem " Hobbit" , der im Gegensatz zu dem finsteren Weltenepos" Herr der Ringe" zu sehr Kinderbuchzüge trug, nicht so recht somit in das Gesamtwerk passen wollte.
Somit wäre er selbst mit Jacksons genialer Idee viele Hintergründe aus dem " Silmarrillion" einzuflechten zufrieden gewesen.
Jackson arbeitet eklatant viele Verweise auch auf seine " Herr der Ringe" Trilogie ein.
So erscheint " Smaugs Einöde " in vielen Szenen als äußerst düstere Vorbereitung für die großen Schlachten um Mittelerde.
Ziel von Peter Jackson ist es die letztendlich dann sechs Teile wie aus einem Guß erscheinen zu lassen.
Wie ein überdimensionaler Dirigent orchestriert er traumwandlerisch perfekt sein Sinnen- Epos.
Die Musik, die heroischen, packenden, dann wieder leise filigranen Szene ergeben ein selten intensives Kinoerleben, das sprachlos macht.
Tausendfache Details stecken in jeder Bildszenerie. Man möchte ständig auf "Standbild "schalten um diese akribisch ausgearbeitete Welt der Illusionen überhaupt ganz erfassen zu können.
Wieviel Mühe, Sorgfalt und Hingabe ist hier zu erkennen.
Nicht die epische Tiefe von " Herr der Ringe" , viel zu viele Änderungen- Nun warum eigentlich nicht hier etwas leichtfüßiger sein, warum auch hier ,wenn so gut umgesetzt wohlgemerkt, nicht ein wenig herzerfrischende neue Einflüsse einarbeiten.
Insgesamt läßt " Smaugs Einöde" schon unglaublich dunkle Passagen, düstere Vorahnungen erkennen, die im Gegensatz zu " Die Gefährten" schon die apokalyptische Stimmung von " Herr der Ringe" einläuten.
Die Elbin Tauriel, vollkommen neu von Jackson eingefügt, spaltet ebenfalls die Geister.
Ich sage: herrlich, daß Jackson sich nicht sklavisch an die Vorlage hält und in so bestechender Neuinterpretation sich dieses traut.
Tauriel wirkt niemals künstlich eingefügt, bringt eine gewisse erotische Komponente in die Saga, und tut der , Tolkien-Puristen die Hobbit- Ohren gespitzt, etwas staubtrockenen, verknöchert steifen Buchvorlage Tolkiens sehr gut.
Spätestens wenn Sie den Drachen am Ende erblicken und die zerdehnte nervenstrapazierende Anspannung erleben bis Jackson ihn in einem nie gesehenen Meer aus Gold endlich uns zeigt, hat uns der Regisseur wieder vollkommen in seiner packenden Dramaturgie eingefangen, läßt uns mit großen Augen einfach nur atemlos Staunen über soviel Kinowunder.
Ich gestehe gerne , es hat mich fast aus dem Sessel gehauen.
Wer im Kino Faszination erleben will ,muß auch mit allen Sinnen bereit sein sich faszinieren zu lassen.
Das ist eine Fähigkeit , die gerade heutigen Zuschauern schwer abhanden gekommen zu sein scheint .
Soll ich mir im Angesicht dieser epochalen Umsetzung wirklich Gedanken, wie einige Krämerseelen , darüber machen, warum der Drache mit seinem Feuerstrahl noch nicht einmal die Barthaare eines Zwerges versenkt ?
Mitnichten!
Bis zu diesem phantastischen Finale erleben wir Höhepunkt an Höhepunkt über die gesamte Filmlänge.
Seestadt, die Spinnen im Düsterwald, die slapstickhafte ,hochdynamische Flussfahrt.
Zuweilen obskur, psychedelisch, atemlos, unheimlich, augenzwinkernd, - dann wieder der große lange Atem epischer Erhabenheit- das alles beherrscht Jackson in wuchtiger kraftvoller Perfektion.
" Desolation of Smaug" ein funkelndes Feuerwerk am Kinohimmel.
Ein Regisseur mit Herz und Seele.
Eine große Gesamtleistung.
Sechs Teile werden es am Ende mit " Herr der Ringe" sein, und egal wie sich das Kino im Internet- Zeitalter noch weiter wandeln wird, ob es auf längere Zeit noch in der Form besteht ; wer diese Filme noch nach Jahrzehnten im Schrank stehen hat , kann für alle Zeit darauf verweisen und sagen, das hier war einmal wahre märchenhaft, wunderbare Kinofaszination.
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1-10 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.04.2014, 16:22:50 GMT+2
Beste Rezension, die ich bisher hier gelesen habe, und das mit weitem Abstand ! Und du hast wirklich was wunderbares, und wahres gesagt: Man muß mit allen Sinnen bereit sein, sich faszinieren zu lassen, und genau dann ist dieser Film nämlich das, als was du ihn beschreibst, großartiges Fantasy-Entertainment, das alles andere in diesem Genre, auch trotz Mini-Makel ganz klein aussehen läßt.
Danke und beste Ostergrüße !

Veröffentlicht am 18.04.2014, 19:34:46 GMT+2
Pat Stewart meint:
Hallo Rumburak!

Wunderbare Rezension! Sie schwelgen zwar gerne in Superlativen, und meine Wenigkeit hat DOS (wie man den Streifen in "Kennerkreisen" nennt) lediglich 3 Sterne gegeben - ihre Aussage jedoch ist ansteckend, und ihre Freude am Kino sollte einem jedem eine Lehre sein.
Danke...so pathetisch es klingt, ihre Worte haben meine knöchernen, puristischen Kritiken an DOS gemildert und ich sehne mich jetzt schon wieder nach dem Kauf der Extended Edition.

Sie haben verstanden, worum es im Kino wie auch im Leben oftmals geht.

Auch von mir beste Grüße und ein kräftiges Schulterklopfen!

Veröffentlicht am 18.04.2014, 21:30:39 GMT+2
Eine wirklich sehr gute Rezension.
Stimme in fast allen Punkten zu ,ich hab den film in HFR max im kino gesehen ,den Film so zu erleben ist noch einmal eine Klasse besser als zu Hause auf meiner erstklassigen 3d Anlage.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014, 09:03:48 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2014, 09:23:57 GMT+2
RUMBURAK meint:
Vielen, vielen Dank für das tolle Lob.
Es hat mich unglaublich gefreut und fast ein wenig verlegen gemacht.
@Steffen Deubel: Ich bin wirklich überzeugt, daß man auch ein wenig offen sein muß um Kinomagie zu erfühlen. Und es ist toll ,daß du zu denjenigen gehörst, die einfach auch begeisterungsfähig sein können.

@ Pat Stewart: Danke für die schöne Rückmeldung. Ja der " Extended Cut" auf den wollte ich eigentlich sowieso warten, aber Sie sehen der Suchtfaktor treibt Sie wie mich dann zum Doppelkauf :-)
Worum es im Leben geht, - ich würde lügen ,wenn ich sagen würde ,daß ich das je ganz begreifen werde.
Aber schön, daß es zumindest so wirkt als ob.

@ Rudel, Thorsten: im HFR max, wobei es sich glaube ich um eine gewölbte Leinwand handelt, so genau weiß ich es nicht, da hätte ich " Smaugs Einöde" auch gern erlebt.
Im Allgemeinen jedoch bin ich von 3- D Kino, so inflationär wie es zur Zeit eingesetzt wird nicht so begeistert.

So geschätzte Kollegen, beste Ostergrüsse, viel Freude beim Eiersuchen, Schokolade vertilgen. Viel Ruhe, Entspannung, Spaß und tolle neue Filmsichtungen.
Bis bald in diesem Theater,
Grüße Rumburak

Veröffentlicht am 19.04.2014, 10:14:33 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 21.04.2014, 10:29:28 GMT+2
Perlboot meint:
Danke Rumburak! Genau darum geht es doch. Da hatte einer den Mut, sich an ein Buch heran zu wagen, das als unverfilmbar galt: den Herrn der Ringe.
Und schon damals gabs Tolkien-Puristen wie mich, die mit vor der Brust verschränkten Armen bei den "„Gefährten" im Kino saßen, bereit dazu, Jackson jegliche Verfehlung aufs Butterbrot zu schmieren. Aber hey! Mit Abstrichen konnte ich nur sagen: Jackson, Chapeau! Super Job!

Bei den "„Zwei Türmen" sahs anders aus. Ich kam aus dem Kino und hatte einen Hals. Nur als Beispiel: Aragorn fällt während einer Schlacht, die im Buch nicht stattfindet, von der Klippe, wird von Arwen, die im Buch kaum Erwähnung findet, ins Leben zurückgeholt, um dann den großen Auftritt in Helms Klamm zu haben und u. a. Eowyn aus ihrer Trauer zu holen. Laut Tolkien hat sie dort nichts verloren. Ebenso wenig wie die Elbenarmee, angeführt von Haldir.

Haldir. Während ein Raunen durchs Kino ging, als eben dieser Haldir in goldener Rüstung und rotem Umhang in Helms Klamm einen grandiosen Auftritt hatte, saß ich in meinem Sessel und war stinke beleidigt, weil sich der blöde Jackson, dieser Stümper, einmal mehr nicht ans Buch hielt - menno!
Was ich damit sagen will: Ich hab mir selbst den Genuß versaut, den mir Jackson bot.

Mal ganz ehrlich ... was passiert denn eigentlich in den „"Zwei Türmen"? Tolkien läßt seine Protagonisten tagelang von A nach B und von C nach D reiten oder laufen, um sie für die Schlacht um Minas Tirith und letztendlich für den Showdown vorm Morannon in Stellung zu bringen. Was ich sagen will: Was im Buch Sinn macht, würde sich auf der Leinwand wie Kaugummi ziehen. Füllstoff ist also dringend gefragt.
Das hab ich aber, als mein Zorn sich gelegt hat, erst Wochen später kapiert. Ich bin nochmal ins Kino (Gott sei Dank lief der Film noch!) und hab mich auf Jacksons Tolkien-Welt eingelassen. Hab mich mitnehmen, mitreißen und von ihr verzaubern lassen.
"Die „Rückkehr des Königs" hab ich mir dann nicht mehr von meiner kleingeistigen Engstirnigkeit versauen lassen - und es war mir ein Fest.

Ich weiß, lang ausgeholt. Aber was ich sagen will: Setzt euch doch nicht mit Papier und Stift vor den Film, nur um eine, zugegeben ziemlich lange, Strichliste über Jacksons vermeintliche Verfehlungen zu führen.

Alle Welt schrie nach mehr Mittelerde - und Jackson hat sich nochmal dran gewagt. Wie schon unzählige Male in Rezensionen erwähnt: "Der „Kleine Hobbit" ist ein Kinderbuch und gibt nicht genug Material her. Und auch hier hat Jackson wieder einen super Job gemacht, indem er den KLEINEN Hobbit hat erwachsen werden lassen und das "„Silmarillion" sowie die Anhänge des „"Herrn der Ringe" einflocht.

Und zu den Argumenten bezüglich der Tiefe der im Film dargestellten - laut Buch berechtigten oder auch nicht berechtigten - Charaktere ... da läßt uns Tolkien so ziemlich auf dem Trockenen. Eine Menge Platz für die Phantasie eines jeden Einzelnen. Nehmen wir mal stellvertretend zwei Zwerge. Was wissen wir nach Tolkien von denen?
Kili: Bruder von Fili, Neffe von Thorin, hat einen gelben Bart, eine blaue Kapuze und spielt die Fiedel. Oder gar Nori: Hat eine lila Kapuze. Punkt. Super, oder? Falls mir was entgangen sein sollte oder ich die Farben verwechsle ... sehts mir bitte nach. Ich genieße die Bücher und die Filme und seziere sie nicht. Ich habe gelernt.

Ich bin Jahrgang 1961. "Den „Herrn der Ringe" habe ich zum ersten Mal mit 16 gelesen und danach verschlang ich alles, was ich an Tolkien in die Finger bekam - und das inzwischen unzählige Male. Was ich nur ein einziges Mal gelesen habe, ist der "„Kleine Hobbit" ... Ich weiß, von manchen wird der als epochales Meisterwerk gefeiert.

Was die Filme betrifft. Ich wurde nicht in diese Fülle der technischen Möglichkeiten hineingeboren, was ich als Vorteil sehe. Ich kann noch immer staunen wie ein kleines Kind. Und Leute: Mit diesem "„Das hab ich im "„Herrn der Ringe" vor 10 Jahren aber schon besser gesehen!" Ach was? Damals wurde der ebenso verrissen, wie jetzt der Hobbit (auch von mir, siehe oben). Und jetzt? Jetzt muß „der "Herr der Ringe", der zweifellos ein Meilenstein war und ist, als das Mass aller Dinge herhalten. Wenn das die Denkweise sein soll, muß es einem unweigerlich die Freude an Allem nehmen, was später kommt. Wie will man ein Superlativ steigern? Das kann nur schief gehen ...

Ich hab mich gefreut wie Bolle, als ich hörte, daß Jackson wieder filmt und ich für ein paar Stunden nach Mittelerde zurückkehren darf. Und diesmal wollte ich nicht den Fehler von damals wiederholen. Ich hab Buch Buch sein lassen, war bereit, Jackson zu vertrauen und wurde nicht enttäuscht. Hobbit ist HIER UND JETZT und JETZT genieße ich, was Jackson mir darbietet - ohne Lupe und Skalpell.

Versuchts doch ein bisschen entspannter zu sehen. Vielleicht sprechen wir uns in 10 Jahren wieder. Schaun wir mal, wies dann aussieht ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014, 10:49:57 GMT+2
Da ich die Serie GAME OF THRONES geil finde, und die Serie Erfolg hat......Warum sollte nicht irgendjemand auf die Idee kommen, auch das Silmarillion als Serie zu drehen?!

Habsucht, Neid, Krieg und Elend gibt es im Buche ja genug!

Ob wir das noch erleben werden?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014, 13:24:18 GMT+2
Pat Stewart meint:
So sieht es aus! Sehr gut erfasst.

Was ich noch anfügen möchte: Ich verliere nicht gerne die Contenance, aber die Tolkien-Puristen gehen einem auch langsam auf gut Deutsch gesagt auf den S...enkel. Was habe ich nicht schon alles gelesen:
Beorn schlecht, Tauriel schlecht, Smaug dumm, Trennung der Zwerge unsinnig, ja selbst Kommentare wie "Saruman hätte recastet werden sollen" oder auch "Martin Freeman falsche Wahl" sind schon gefallen.

Leute: Wenn sich Stephen King Fans auch nur halb so viel über filmische Änderungen der Vorlage aufregen würden, dann wäre das Netz voll von diesen Beschwerden...

Ich liebe Tolkien. Seine Literatur, einfach alles. Habe alle Bücher, alle Hörbücher, Biografien. Und eines fällt mir auf: Es scheint cool und angebracht zu sein, ein Tolkien-Purist zu sein. Das zeugt von Intellekt. Da kann man wunderbar die ach so fürchterlichen Blockbuster zerreißen und sich vom Mainstream abgrenzen. Popcornkino, wie ekelhaft. Aber trotzdem die BluRay im Regal stehen haben. Diese Doppelmoral nervt mich fürchterlich. Schon bei Fellowship war klar, welche Richtung Jackson geht, spätestens nach Two Towers hat es jeder gewusst. Dennoch rennt man dauernd ins Kino, kauft die Filme, und mault im großen Stil. Ich wette, dass 90% der Kritiker hier, die nur einen oder zwei Sterne gegeben haben, dennoch den dritten Teil ansehen werden. Wozu? Lasst es doch einfach! Schaut euch den Schrott nicht mehr an und gut ist. Jackson ist nunmal nicht Tolkien. Und wenn ihr so durch und durch Tolkien seid, dann legt Jackson beiseite. Punkt. Ich hab Tribute von Panem gesehen. Fürchterlich. Meine Konsequenz: Den zweiten Teil habe ich ignoriert. Problem gelöst.
Macht locker, brüht euch nen Tee, legt die Beine hoch und genießt das Leben. Das ist nämlich der echte "Tolkien-Style".

;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014, 14:17:59 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 20.04.2014, 19:15:38 GMT+2
Perlboot meint:
@ Pat Stewart

Ach ja, dieses "Der olle Jackson hat mich nicht gefragt, wie ichs denn gern hätte!" Ja, was soll ich sagen: Hätte man die Hardliner (einstimmig!) abstimmen lassen, wer und was alles in die Filme rein muß, hätten wir bis heute weder "Herr der Ringe" noch den "Hobbit".
Das komplette Projekt wäre eh schon im Vorfeld gescheitert, weil man sich nicht auf den Regisseur hätte einigen können.

Mich schockt vor allem, mit welcher Bösartigkeit hier die Leute zum Teil angegangen werden. Letztendlich geht es um ein Buch. Ein Buch.

Könnte ich Jackson im Nach hinein eine Empfehlung aussprechen, wäre die: Änder um Himmels Willen den Titel. Bloß nicht "Hobbit", das gibt Ärger. Nenn ihn doch "Wege und Umwege zum Erebor" oder so (ich weiß, klingt besch... ). Zumindest wäre damit das gewichtigste Argument, in das man sich bis hin zum Muskelkrampf verbeißen kann, von der Goldwaage.

In diesem Sinne: Die imaginäre Pfeife mit "altem Tobi" gestopft und gemächlich ein paar Ringe in die Luft geblasen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2014, 17:24:43 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2014, 18:41:41 GMT+2
Pat Stewart meint:
Da schmauch ich doch mal mit! :-)

Ich gebe zu, den Hobbit zunächst schon lange nicht mehr gelesen zu haben. Erst nach dem ersten Teil der Jacksonverfilmung habe ich mich nach Jahren (oder Jahrzehnten?) mal wieder an das Buch gewagt.
Zunächst ist der Hobbit mit eines der schlechteren Bücher Tolkiens. Weder Kinderbuch, noch Erwachsenenliteratur.
Selbst der Großmeister himself übte Kritik an diesem Werk. Er schrieb zu Lebzeiten wesentlich bessere Kinderbücher (Roverandom zum Beispiel) und wesentlich bessere Erwachsenenbücher - den Herrn der Ringe, namentlich. Und ohne diesen Herrn der Ringe wäre der Hobbit wenig. Vieles seiner Popularität hat das Buch dem Umstand zu verdanken, später von JRR in eine größere, gewaltige Geschichte eingebunden zu werden. Hätte Tolkien nur den Hobbit geschrieben, wer würde das Buch schon derart verehren?
Und dann fragte ich mich beim Lesen des Buches: Wollen die Leute tatsächlich eine 1:1 Verfilmung? Will man auf Hinterbeinen laufende Hunde, die Essen servieren? Will man sprechende Spinnen? Will man einen ohnmächtigen Hobbit, während im Hintergrund eine Schlacht tobt? Will man auf den Ausbau des Nekromanten-Themas verzichten? Will man tatsächlich die ewige gleiche Leier der 13 Zwergvorstellungen bei Beorn? Will man auf Anspielungen auf die HDR-Trilogie verzichten? UND WILL MAN DAS TATSÄCHLICH IN NUR EINEM FILM SEHEN???

Ich kann das manchmal nicht glauben. Jackson macht nicht alles richtig. Wohl wahr. Das haben Regisseure aber nunmal so an sich. Tolkien hat auch nicht alles richtig gemacht. Auch wenn man das nicht gerne hört. Das mindert jedoch nicht sein Genie.

Filme, bei denen man die Computereffekte sieht? Damit bin ich aufgewachsen, stört mich nicht. Manches stört mich auch, wenn ich kleinlich bin. Wie gesagt - 3 Sterne habe ich gegeben. Das ist in meinen Augen jedoch gut, denn 5 Sterne bedeuten - für mich - sowas wie "monumentales Meisterwerk" oder "filmischer Meilenstein". DOS kann mit der Extended auf 4 Sterne erhöhen, ich habe den Film genossen, er war gut. Das ist natürlich Geschmackssache. Aber 1 Stern? Dann wirklich konsequent bleiben und von zukünftigen Jacksonfilmen die Finger lassen. Ebenso keine DVD kaufen. Andernfalls muss man sich fragen, ob man mit dem 1 Stern SICH SELBST gegenüber ehrlich war.

Tolkien würde sich im Grabe rumdrehen?
Sorry...seit Fellowship rotiert sich der Arme bereits in seiner Gruft einen ab.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2014, 12:18:10 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 21.04.2014, 12:24:02 GMT+2
Perlboot meint:
"Tolkien würde sich im Grabe rumdrehen?
Sorry...seit Fellowship rotiert sich der Arme bereits in seiner Gruft einen ab."

Ich schmeiß mich weg!!! :-)))

Mal einen ganz anderen Gedanken zugelassen:
Vielleicht hämmert er ja auch seit Jahren verzweifelt an seinen Sargdeckel: Jemand möge ihm bitte ein Glas Champagner reichen, damit er auf die gelungenen bewegten Bilder anstoßen kann?

Was ich mal in den Ring werfe: Würde ein Sir Christopher Lee, als Zeitgenosse und glühender Verehrer Tolkiens, abermals den Saruman geben (wohl wissend, wie er im "Herrn der Ringe" zusammen geschnitten wurde), wenn er der Meinung wäre, er würde Tolkiens Vermächtnis in den Dreck ziehen? Geldmangel, Langweile oder Senilität möchte ich ihm mal nicht unterstellen.

Ob Tolkien nun rotiert, hämmert oder ganz einfach das tut, was Tote für gewöhnlich nun mal so tun - wer weiß ...
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