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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 16. Januar 2014
Als es noch Bausoldaten gab, also von 1964 bis 1989, und ausschließlich in der DDR, da war dieses Thema dort offiziell tabu. Wie so vieles im SED-Regime. Doch auch in den Jahren nach der Wende gab es kaum nennenswerte Veröffentlichungen zur Geschichte der „Spatis“, wie die Bausoldaten im Volksmund hießen.

2009 erschienen gleich zwei Erinnerungsbücher, in denen ehemalige Bausoldaten chronologisch über ihre Erfahrungen als Bausoldaten in den 80er Jahren berichten: "Bausoldaten-Blues" von Lucas Ackermann und dieses hier von Thomas Brösing. Beide lehnten den Dienst an der Waffe seinerzeit ab, weil sie dies als günstig für den gestellten Ausreiseantrag ansahen. Beide nahmen Informationen aus Kirchenkreisen dankbar an, distanzierten sich jedoch vom christlichen Hintergrund und setzen sich in ihren Erfahrungsbüchern weder mit religiösen noch mit pazifistischem Anschauungen auseinander.

In dem Buch „Der Bausoldat“ von Thomas Brösing spielen christliche Bausoldaten an einer markanten Stelle jedoch eine gewichtige Rolle, denn sie verhindern die Ermordung eines alkoholisierten Kompaniechefs. Diese dramatische Szene bringt sowohl die sehr unterschiedlichen Motivationen und Hintergründe der Bausoldaten prägnant zum Ausdruck als auch die Weltsicht des Autors, dessen Lieblingsschimpfwort „Kommunistenschweine“ ist, wie er bekennt.

Als Alter ego hat er einen anderen Namen gewählt, womit stets offen bleibt, ob es sich um authentische oder quasi „literarische“ Schilderungen handelt, wobei rein stilistisch und durch Hunderte Grammatik- und Rechtschreibfehler die Bezeichnung „literarisch“ nicht wörtlich zu nehmen ist.

Ein aufmerksames Lektorat hätte diesem als Book on Demand erschienen Band gut getan. Da dieser Erlebnisrohstoff trotz der zeitlichen Distanz zwischen dem Erlebten und dem Erscheinen des Buches kaum reflektiert oder gestaltet wurde, wird das Buch von Thomas Brösing zu einem ungefilterten Dokument des Hasses und der Abwesenheit von Empathie, auf Seiten des Staatsapparates und auf Seiten des Autors.
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