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Kundenrezension

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2-Wege System im Kleinformat, sehr direkt, etwas wenig Tiefgang, 22. November 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ultimate Ears UE 700 High-End In-Ear-Kopfhörer (3,5 mm Stereoklinke vergoldet) (Elektronik)
Nach geraumer Zeit der Suche und vielen zur Probe gehörten Ein-Wege BA-Modellen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass diese zwar gut, aber immer irgendwo limitiert sind.
Daher habe ich nun auf ein Zwei-Wege System gesetzt. Um meine Meinung und Ansicht in dieser Rezension besser nachvollziehen zu können lade ich Sie herzlich ein auch meine bisherigen In-Ear Rezensionen zu lesen.

Bei den UE 700 handelt es sich nun also um per "Balanced Armature" Treiber (BA) angetriebene Modelle mit je zwei Miniaturlautsprechern pro Seite.
Die Verpackung beinhaltet neben den Kopfhörern noch 3 Paare Silikon-Adapter in verschiedenen Größen und 2 Paar Schaumstoffpads sowie eine einfache, kleine Aufbewahrungsdose. Das Kabel ist leider nicht austauschbar. Der 3,5mm Stecker entspricht dem des UE super.fi 5, welcher als anfällig gilt. Mein Tipp: Ein ca. 25mm langes Stück Schrumpfschlauch in passender Größe zur stabilisierung des Kabels, über den Stecker gezogen, sollte helfen Kabelbruch zu vermeiden.

Die Bauform der UE700 fällt besonders klein aus. Miniaturisierung stand hier im Fokus und dies ist den Technikern bei Ulitmate Ears, welche nun zum Logitech Konzern gehören, gelungen. Die Ohrstecker werden nach Oben zeigend eingesetzt und das Kabel über das Ohr herum gelegt. Dadurch halten sich die Kabelgeräusche relativ gut zurück. Ich habe sehr kleine Gehörgänge und die UE700 passen mit den Schaumstoff-Pads am besten, sitzen sehr gut und fest im Ohr. Es benötigt ein klein wenig Übung sie wieder aus dem Ohr zu nehmen, ohne am Kabel zu ziehen, sondern am Gehäuse zu packen. Das ist etwas fummelig.
Der Benefit des Ganzen: Man kann auf den UE 700 liegen! Endlich ein Ohrhörer, den ich im Bett nicht mehr als störend empfinde. Dies ist für mich wichtig, da ich leise Musik zum übertönen eines nervenden Tinnitus benutze.

Kommen wir nun zu meinem persönlichen Klangeindruck der UE700:

Eigentlich ein sehr linearer Frequenzverlauf. Eigentlich sehr ausgewogen. Feinheiten werden gut über das gesamte Frequenzband sehr sauber, aber nie übertrieben wiedergegeben. Eigentlich richtig schöne All-Round Kopfhörer, die sich gut in Szene setzen können. Sie bieten eine angenehme Wärme und spielen eigentlich nicht zu sezierend.

Eigentlich ...

Denn der Frequenzbereich um die Snare-Drum sticht (zumindest für mich) überdeutlich und hart aus vielen Musikstücken heraus. Dies wirkt auf mich sehr anstrengend für die Ohren.
Unten herum mag sich der Sound auch nicht recht durchsetzen. Die Bässe sind zwar jederzeit anwesend und werden korrekt wieder gegeben, aber emotionslos, ohne Dynamik, Präsenz, Substanz.
Eben dieses bisschen, was einem ein leichtes Lächeln in das Gesicht zaubert und die Musik "Rund" erschienen lässt, vermisse ich bei den UE700.
Sie wirken auf mich auf Dauer einfach anstrengend. Ich will nicht bezweifeln, dass mein Tinnitus dies begünstigt, aber von anderen Modellen kenne ich diesen Effekt bisher nicht so ausgeprägt.

Nun dürfen Sie mich gerne engstirnig nennen, aber ich bin der Meinung, ein guter Kopfhörer sollte ohne die Zuhilfenahme von Equalizern auskommen und "out of the Box" gefallen. Tut er das nicht, ist er nicht der Richtige für mich. Davon abgesehen können sich die UE 700 nicht im geringsten mit dem EQ von iPod Nano 4G oder iPhone 4 anfreunden. "Mehr Bässe" endet in "weniger von allem anderen" und macht keinen Spaß.

Mein Fazit:

Die UE700 sind unheimlich klein und sehr gut, wenn es darum geht leise im Bett Musik zu hören. Sie sind weitestgehend ausgewogen und dabei angenehm detailliert.
Leider fehlt es den UE 700, wie bei vielen ihrer Artgenossen, an Dynamik im unteren Frequenzbereich. Im Mitteltonbereich stechen sie hier und da hart hervor. Dadurch wirken sie auf mich anstrengend. Das "Runde" fehlt.
Zuhilfenahme von Equalizern nutzt zumindest mit iPod und iPhone wenig und verschlimmert die Lage nur.

Würde ich sie zum UVP des Herstellers weiterempfehlen? Nein.
Aber als Angebot sollte man sie sich auf jeden Fall genauer anschauen. Wer sehr direkte Wiedergabe mag, bekommt hier sehr viel geboten.

Die Verarbeitung wirkt recht hochwertig, lediglich der Stecker missfällt und solle von UE überdacht werden.

Nachwort:

Kopfhörer Rezensionen sind immer sehr schwierig, denn hören wird sehr subjektiv wahr genommen. Was Hans Mustermann gut findet, muss Otto Normal nicht zusagen. Inzwischen habe ich viele Modelle im preisbewussten Segment angehört, und um meine Bewertung nachvollziehen zu können, sollten Sie kurz über meinen Hör- und Musikgeschmack informiert sein. Ziel meiner Rezension soll es ja sein Ihnen mitzuteilen, ob diese In-Ear Kopfhörer auch Ihren Geschmack treffen können und ob sie ihren Preis im Vergleich zur Konkurrenz wert sind. Hier also eine kurze Info zu mir: Ich höre sehr gerne Jean Michel Jarre, also elektronische Musik, die überwiegend aus analogen Synthesizern kommt, außerdem "Dead Can Dance", welche viele außergewöhnliche Musikinstrumente sowie Lautmalerei verwenden. Des weiteren Neo-Prog Rock, wie z.B. IQ. Auch Supertramp, Amy Mc Donald, Muse und Lilly Allen haben auf meinem Player einen festen Platz. Am liebsten genieße ich Musik in einer ruhigen Umgebung, wie z.B. einem Zimmer, auf der Couch, im Bett ... auch beim Sport auf dem Fahrad ist Musik dabei.
Ich mag dynamischen Sound, liebe aber genauso Detailreichtum. Wichtig ist mir ein klares Klangbild, die saubere Trennung von Instrumenten und eine genaue Ortung.
Um mir zu gefallen, muss ein Kopfhörer tiefe Töne angenehm satt wiedergeben, die Bässe dürfen das Frequenzband aber nicht dominieren und die Macht des Spiels an sich reißen. Die Mitten sollten neutral dargestellt werden, nicht in den Hinter- oder Vordergrund treten, oder sich nach Telefon anhören. Höhen müssen deutlich und sauber herausgestellt werden. Ich möchte gerne alle Details eines Stückes hören. S-Laute dürfen dabei nicht zum zischen neigen und ein Becken soll sich auch so anhören und nicht wie ein Stück Blech, dass in eine Ecke geworfen wird. Und das ganze bitte auch bei niedrigen Lautstärken, ich muss mir mein Gehör nicht mit Gewalt ruinieren. ;)
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.11.2010 00:21:39 GMT+01:00
Sonny meint:
Moin Patrick,

ich habe deine Rezensionen mit Spannung und Interesse verfolgt. Vor allem weil ich glaube, dass du die selben Wertigkeiten und Anforderungen an die KH stellst wie ich es tue.

Mich würde nun dein Gesamtfazit interessieren, nachdem du alle deine Hoffnung in den UE700 gelegt hattest... ich habe momentan die Philips 9850 hier, welche mir definitiv zu neutral und mittenbetont wirken und suche dafür eine Alternative / Verbesserung.

Gruß, Arne

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2010 12:48:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.12.2010 22:09:44 GMT+01:00
Patrick meint:
Hallo Arne, Deine Einschätzung zu den SHE 9850 kann ich genau nachvollziehen. Ich hatte den gleichen Eindruck und sie daher zurück gegeben.

Mein Fazit? Die UE 700 werde ich verkaufen, da sie meine Ohren stressen. Das wäre kontraproduktiv.
Da BA Systeme, die auch solche Qualitäten bieten wie ich sie mir vorstelle, in der Preisklasse 100 bis 150 Euro nicht zu bekommen sind, werde ich mich wohl wieder bei den dynamischen Modellen umschauen müssen. Die SHE9800 sind recht einzigartig in ihrer Abstimmung und wenn ich solch etwas mit dem Detailreichtums von BA Modellen haben möchte, werde ich wohl mindestens 200 bis 250 Euro anlegen müssen.
Das sehe ich aber nicht ein und ist mir zu teuer. Da verzichte ich eher und schaue mich wieder in der dynamischen Membran-Welt um.
Man gab mir im HiFi-Forum den Tipp mal bei Teufel nachzuschauen.

Andererseits habe ich mir heute die Logitech UE 400vi vorbestellt, da ich auf jeden Fall einen "immer dabei In-Ear" mit Fernbedienung haben möchte. Da ist man bei UE doch schon ganz gut aufgehoben. Da es sich um einen dynamischen Treiber für die "Masse" handelt gehe ich von einer wärmeren Abstimmung ähnlich den UE super.fi 3 Studio aus, jedoch ohne BA-Technik. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Für zu Hause und das Bett habe ich das Gefühl, dass sehr stark isolierende In-Ears nichts für mich sind, da ihnen ein gewisse Luftigkeit und Bühne fehlt, die die SHE9800 sehr gut produzieren. Also werde ich wohl zunächst bei diesen bleiben, mir die 400vi "für unterwegs" anhören und eventuell nach Weihnachten mal die Teufel Aureol Groove zu gemüte führen.

Wenn mein Problem mit dem "im Bett hören" nicht wäre, gäbe es sicher auch noch andere Alternativen.

Einen Rat für ein bestimmtes Modell kann ich Dir bisher kaum geben. Von allen fand ich vielleicht die super.fi 3 Studio klanglich am besten, aber überzeugen konnte mich bisher nichts so recht. Die Sony 300ip gefilen mir auch gut, gäbe es diese "zwei Klassen detailreicher", ich würde mich da noch einmal umschauen. Vielleicht kommen sie ja mal als 500er Serie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.11.2010 15:21:21 GMT+01:00
Sonny meint:
Moin.

Danke für deine ausführliche Antwort. Nun da ich mich erstmal für die She9800 entschieden habe bekommt für mich der Begriff Bühne eine Bedeutung. Vielleicht hätte ich dann dich zu einem anderen Modell gegriffen da ich eine bessere Isolierung bevorzuge. Bekomme mit den 9800ern die Umwelt doch noch sehr mit und vor allem bekommt meine Umwelt was von meiner Musik mit, was mir sehr unangenehm ist. Habe eigentlich erwartet dass IE Kopfhörer die Musik soweit abschirmen dass man der einzige zuhörer wäre. Echt schade, da der klang eigentlich meinen Ansprüchen recht nahe kommt und eben auch bei hoher Lautstärke richtig spaß macht.

Gruß Arne.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2010 22:14:36 GMT+01:00
Patrick meint:
Tja, genau da scheint aber das Problem zu liegen, je höher die Isolierwirkung, um so mehr scheint die Musik "im Kopf" zu spielen.
Eben dies ist der Grund, warum mir die SHE 9800 so sehr zusagen, aber eben mit dem Nachteil sie nicht in den Situationen nutzen zu können, in denen es darum geht vor der Umwelt abzuschirmen.
Dies geht wohl nur mehr mit solchen in Ears, welche aktiv mittels eines Mikrofons die Umgebungsgeräusche mit entgegengesetzter Modulation bekämpfen. Auch hier gibt es Modelle von Philips. Vielleicht wäre das ja ein Ansatzpunkt für Dich? Immer nur Laut ist ja auch nicht gerade gut für die Ohren! ;-)
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