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Kundenrezension

am 2. Mai 2012
Zu meinem Hintergrund: Ich bin Amateurfotograf und habe schon so einige Jahre Erfahrung mit digitalen Spiegelreflex- und System-Kameras, angefangen von Nikon D70s & D200, über eine Sigma SD-14 bis hin zu Olympus PEN E-P1. Und daher weiß ich, dass Kameras immer ein zweischneidiges Blatt sind - zum einen muss die Bedienung passen, aber auch die Ergebnisse stimmen und die Handhabbarkeit der Kamera ist wichtig. Ist die D200 für mich immer noch erste Wahl bei Studio-Aufnahmen und besonderen Anlässen, da ich sie einfach blind bedienen kann und sie es auch zulässt, so war die PEN E-P1 bisher meine "immer dabei" Kamera, die einfach, handlich und gut war. Da nun nach zweieinhalb Jahren wieder eine neue Kamera fällig war, stand ich am Samstag vor der schweren Entscheidung, ob es eine X Pro 1 oder E-M5 werden soll. Zwei unterschiedliche Kamera-Konzepte auch mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Ich entschied mich für die vernünftige Wahl, die E-M5. Der Kopf sagt E-M5, das Herz X Pro 1. Aber der Kopf hat diesmal gesiegt. Denn mit der E-M5 hat Olympus die bisher beste und ausgereifteste MFT-Kamera präsentiert. Das Display ist gut, der Sucher ist gut, die Kamera ist klein, handlich und trotzdem gut zu bedienen, das MFT-System bietet eine gute Auswahl an Objektiven, die Möglichkeit auch mal Videos zu machen ist ganz nett und das Objektiv eignet sich mit dem Power-Zoom auch dazu. Also, dann am Samstag los und gleich alles ausprobieren. Als Objektive waren neben dem E-M5 auch das Olympus 45mm/1.8 dabei. Hier mal meine Eindrücke:

Positives:
- Gehäuse und Kamera machen einen wertigen Eindruck, fassen sich gut an und trotz der kompakten Abmessungen liegt sie gut in der Hand
- Es ist zur Not ein Aufsteckblitz dabei, den ich bisher aber nicht genutzt habe
- Kamera mit aufgesetztem Objektiv, Not-Blitz und zwei weiteren kleinen Objektiven und Zubehör passen auch in noch gut tragbare Kamerataschen (Kalahari Orapa K-21)
- Das Display ist gut, kontrastreich und auch im Sonnenlicht noch brauchbar
- Der elektronische Sucher ist gut, auch wenn der Annäherungssensor zur automatischen Umschaltung nicht immer fehlerfrei funktioniert
- Die Art-Filter machen Spaß und verleiten zum Experimentieren
- Die nachträgliche Anwendung von Art-Filtern auf RAW-Bilder ist möglich
- Art-Bracketing erlaubt, ein Bild in allen Filter-Varianten aufzunehmen
- Zwei Einstellräder erlauben eine schnelle und flüssige Einstellung auch im M, A und S-Modus
- Die Bildstabilisierung arbeitet sehr gut und Belichtungszeiten bis zu 1/2 sind bei geringen Brennweiten auch ohne Stativ möglich
- Die Fokussierung arbeitet schnell und zuverlässig (DSLR-Niveau, vergleichbar mit meiner D200)
- Kit-Objektiv mit manuellem und Power-Zoom
- Fokussierung und Auslöser sind sehr leise
- Bildqualität bis ISO 1600 gut, ISO 3200 akzeptabel
- Menüführung und Bedienkonzept ist gut, aber wie bei jeder Kamera erfordert auch diese Einarbeitungszeit, bis man alle Einstellungen gefunden hat. Die Bedienbarkeit reicht aber nicht an eine D200 ran.
- Monochrom-Modus sehr variantenreich mit vielen Einstellmöglichkeiten
- Sehr gute Schärfe mit Festbrennweiten
- Sehr gute JPEG direkt aus der Kamera
- Schwenkbares Display für bodennahe Aufnahmen oder über Kopf

Negatives:
- Grundempflindlichkeit ISO 200 (problematisch oft im Studio, wenn man die Blitze nicht weit genug runter regeln kann oder die Blendenzahl nicht weiter vergrößern möchte)
- Zoom-Objektiv gewöhnungsbedürftig, sowohl Power-Zoom als auch manueller Zoom
- Die Tasten an der Rückseite könnten einen wertigeren Eindruck machen. An der E-P1 gefallen sie mir besser.
- Videos in Full-HD ruckeln zumindestens auf dem Display

Insgesamt eine gute Entscheidung, denn auch fotografisch macht die OM-D E-M5 richtig viel Spaß. Sie ist gut zu bedienen, vieles ist intuitiv, ausgefallenere Einstellungen findet man zumindestens mit etwas Suchen im Menü. Das Objektiv ist im Kit ganz brauchbar, allerdings auch recht groß im Vergleich zum 14-42 der PEN. Wer aber mehr aus der Kamera herausholen möchte, sollte insbesondere noch ein oder zwei Festbrennweiten dazu nehmen. Das Olympus 45mm/1.8 ist gerade auch für Portraits und Detailaufnahmen gut geeignet und dazu sehr preiswert. Weiterhin empfehlenswert das Panasonic 20mm/1.7 und als Sahnehäubchen das Voigtländer Nokton 25mm/0.95. Andere Festbrennweiten kenne ich selbst noch nicht.

Für wen eignet sich die Kamera? Für alle ambitionierten Fotografen, die mehr als nur den Auslöser drücken wollen, aber auch nicht eine Riesen-Ausrüstung mit sich herumschleppen möchten. Sowohl Kamera als auch Objektive sind deutlich kompakter als eine vergleichbare Nikon oder Canon DSLR-Ausrüstung. Die Lichtempfindlichkeit reicht auch für Innenraumaufnahmen ohne Blitz aus, besonders auch bei lichtstarken Festbrennweiten. Die gute Bildstabilisierung leistet bei statischen Motiven einen guten Beitrag. Der schnelle Fokus erlaubt auch Bilder von Motiven wie Katzen, die ungerne ruhig auf den Auslöser warten, als auch Kindern. Zu Sportfotografie kann ich wenig sagen. Im Studio werde ich trotzdem meine D200 weiterhin nutzen.

Die Bildqualität insbesondere der JPEGs ist sehr gut. Eine Nachbearbeitung in anderen Programmen wie Lightroom oder Aperture nur für die RAW-Entwicklung ist eigentlich nicht nötig. Die Art-Filter auch nachträglich erweitern den kreativen Spielraum, besonders die neuen Artfilter Cross-Entwicklung, Diorama, Gemälde oder Dramatisch machen richtig Spaß und liefern schnell interessante Ergebnisse, ohne dass man teure Filter in PhotoShop bemühen muss.

Fazit: Die bisher beste MFT-Kamera, die ich ausprobiert habe und selbst für Semi-Profis eine gute Wahl.
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