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Kundenrezension

am 5. November 2008
Nur ganz kurz, ich schreibe das, während die Platte das erste (und für einige Tracks auch das letzte) Mal durchläuft: erstaunlich gut!

Der absolute Überflieger gleich am Anfang: was Ill Bill mit Howard Jones von Killswitch Engage da in tr. 1 "Babylon" raushaut, verdient allen Respekt. Mördertrack! Und auch gut, daß es mal nicht wie andauernd Corey Taylor von Slipknot ist, der hier featured.

tr. 5 "White Nigger" ist der Song mit dem großartigen Beat, der nicht zu kurz ist - hier erzählt Ill Bill seinen Weg zu HipHop und Metal und von seinem Judentum ("My grandmother was a Holocaust survivor", "Call me Christ killer"). Das einleitende Gitarrenriff gleicht dem aus As I Lay Dying's "Forsaken" von ihrem 2008er Album "An ocean between us" - wer da wohl zuerst da war?

[Edit 19.3.2011: In Wirklichkeit stammen das einleitende Gitarrenriff und ein Abschnitt im Mittelteil des Songs aus DragonForces 2006er "Through the fire and flames", aber das hab' ich erst jetzt gemerkt.]

Feine Beats - selbst wenn mir ein Stück zu kurz erschien (tr. 6 "My Uncle", das mit den Drogenerfahrungen aus der Familie).

Riesenenttäuschung: tr. 7 "Riya", auf das ich mich wegen der Mitwirkung von HR und Darryl Jenifer von den Bad Brains so gefreut hatte! Tja, zu früh gefreut - ich hatte vergessen, daß die Bad Brains, nachdem sie den Hardcore fast im Alleingang erfunden hatten, seitdem Reggae machen. Das tun sie hier auch ausgiebig, leider.

Sicherer Anspieltip: tr. 8 "War is my destiny" mit Max Cavalera von Sepultura/Soulfly/Cavalera Conspiracy, auch wenn der gute Mann inhaltlich nach "I am Mars the god of war" von Soulflys "Prophecy", "Red War" von der Probot-Platte mit Dave Grohl und "Terrorize" ("I am the fire of doom/I am death from above") von der "Inflikted"-Platte (als Cavalera Conspiracy zusammen mit seinem Bruder Igor und Joe Duplantier von Gojira) inzwischen textlich doch etwas festgelegt ist:)
Hier verwurstet er quasi als Best of seinen eigenen Sepultura-Song "Refuse/Resist": die Textzeilen "Refuse, Resist/Chaos A.D./Disorder unleashed" hab ich doch schon mal gehört?! Fehlt nur noch "Tanks on the streets/Brutal police"...

Den großen "Wer hat die raueste Stimme auf dieser Platte?"-Wettbewerb gewinnt er (Cavalera) knapp gegen Everlast von House of Pain/Everlast/La Coka Nostra, der auch zwei Songs featured (siehe unten). Wenn die beiden mal ein Duett machen, braucht's sicher eine Tonne Ricola Schweizer Kräuterzucker!

Musikalisch ist "War is my destiny" an ein Killertrompetensample von Capone 'N' Noreagas "Reunion" vom "Any Given Sunday"-Soundtrack angelegt. Wenn klauen, dann wenigstens gut, und gut geklaut ist hier halb gewonnen.

tr. 12 "Pain Gang" ist trotz B-Real von Cypress Hill und Everlast von House of Pain/Everlast/La Coka Nostra jetzt nicht DER Überflieger, auch wenn es immer schön ist, B-Real zu hören und vielleicht das erste Mal seit House of Pains 1991er "House of Pain", daß Cypress Hill und Everlast wieder was zusammen machen?

tr. 13 "U.B.S. (Unauthorized Biography of Slayer)" scheint mir ein bißchen zu sehr von der Ehrfurcht vor den großen Vorbildern (Ill Bill ist "ihr größter Fan") geprägt zu sein, da hat er beim Runterleiern der biographischen Fakten, ob jetzt interessant oder nicht (für mich nicht, ich bin nie über "Bloodline" von "God hates us all" [übrigens auch der Titel des Buches, das Hank Moody in "Californication" geschrieben hat, :)] hinausgekommen und halte eher At The Gates für die großen Altvorderen) einfach vergessen hat, gute Musik drunterzulegen.
Wie man's besser macht und Bandgeschichte UND gute Musik rüberbringt, zeigen Cypress Hill auf "Kronologik" von der "Stoned Raiders".
Allerdings widerlegt "U.B.S." jeden, allerdings recht häufig geäußerten Verdacht, Slayer könnten Nazis sein, denn Ill Bill (jüdische Oma, s.o.) bekennt hier: "Had every word from 'Angel of Death' memorized..." ("Angel of Death" vom "Reign in Blood"-Album über Josef Mengele trug Slayer den Nazivorwurf ein.)

Alles in allem fallen mir als altem The Psycho Realm/Street Platoon/Sick Symphoniez-Fan ganz erstaunliche Parallelen zwischen Ill Bill und jener drogengeschwängerten, weltverschwörungsparanoiden Psychohiphopvariante aus dem amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet auf - das Bindeglied heißt hier, wie so häufig, Cypress Hill.

Nachdem ich nunmehr die ganze Platte gehört hab und eigentlich nur "Babylon", "White Nigger", "War is my destiny" und tr. 18 "Only time will tell" (wie ich nach dem ca. 10.000sten Gucken meines Lieblingsfilmes "Southland Tales" merkte, ein Zitat aus dem Film) behalten will, erscheinen mir 4 gute Songs aus 18 doch ein wenig wenig und ich überlege, "My Uncle" wieder einzudigitalisieren...
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