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Kundenrezension

am 31. Dezember 2013
Mich auf eine intensive Lese-Adventszeit vorfreuend, legte ich mir, neben anderen, gleich zwei Romane mit einem London-Setting zu und las mich sodann dem seltenen Ereignis einer Doppelenttäuschung entgegen: "Der Ruf des Kuckucks" (von J.K. Rowling alias R. Galbraith) und nun "Himmel über London"!

Vielleicht war für beide Romane eine Hommage an diese Stadt beabsichtigt, ich hege jedoch eher den Verdacht, dass die Entscheidung beider Autoren, die Haupthandlung in die beliebte Metropole zu verlegen, ein schlichter Sympathieverstärker sein sollte.

"Himmel über London" erzählt vom auf den Tod an Krebs erkrankten Leonard Vernim, der, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Maud, ihren beiden erwachsenen Kindern und vorläufig unbekannten Gästen, seinen letzten Geburtstag feiern möchte. Dazu lädt er sie in ein Restaurant in London ein und der Leser lernt nun peu à peu die Familienmitglieder kennen und bangt dem zündenden Hauptereignis, besagter Feier, entgegen. Dazwischen liegt, andere Zeit, anderes Land, andere Personen, eine Erzählebene um Lars Gustav Selén in Schweden. Zahlreiche Flicken werden umständlich zu einer überfrachteten Geschichte zusammengenäht - zuweilen fühlte ich mich dabei wie vor dem bekannten Bild vom Spiegel, im Spiegel, im Spiegel ...

Warum Hakan Nesser dem Leser so ein mühevolles Kuddelmuddel verschiedener Leben, Figuren und Handlungen und das Sammelsurium überladener Emotionen zumutet, erschloss sich mir leider nicht. Seite für Seite las sich zäh, klebrig und unendlich anstrengend und ermüdend. Erzählstränge bleiben unpräzise, schwammig und so lange in der Schwebe, bis sie nicht mehr interessieren. Eine vage Ahnung, wie und wo alle Fäden zusammenlaufen, kristallisiert sich ohnehin heraus und eigentlich strebte ich nur dem Ende entgegen, um Bestätigung und Gewissheit zu finden - kleine Überraschung inklusive. Den Schreibstil empfand ich detailverliebt, schwafelig und manieriert. Passagenweise glaubte ich an autobiografischen Gedanken teilzuhaben. (Ideenspielerei: Lenkt die Erzählung den Erzähler oder umgekehrt?)

Die Story ist beileibe auch nicht so energiegeladen, wie der gewitterige Titel und das Klima im Roman verheißt, um durch den Kunstgriff der Erzählungsverschachtelung hilfreiche Unterstützung zu erfahren. Der Gesamteindruck, der nach dem ersehnten Zuklappen der Rückdeckels bei mir blieb, war ein deutlich depressiv verstimmter. Leser sollten aufpassen, dass es ihnen nicht wie den meisten Protagonisten ergeht, die sich gerne mal übergeben (derzeit wohl très chic?)! Das dennoch deutlich auslesbare intellektuelle Potential und schriftstellerische Können des Autors muss zur Unterschiedsbeurteilung zu Ein-Stern-Groschenroman-Unterhaltung führen.
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