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Kundenrezension

350 von 731 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg!, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: MondSilberLicht (MondLichtSaga Band 1) (Kindle Edition)
Zum Inhalt: Emma Tate, 17 Jahre alt, hat gerade ihre Mutter verloren und muss zu ihrem Onkel nach Schottland ziehen. Bei der Rettung einiger gestrandeter Wale sieht sie ihn zum ersten Mal – den schönen Calum. Sie ist sofort von ihm fasziniert, er ignoriert sie jedoch. Doch nach und nach scheint er sich für sie zu erwärmen. Als ihr Onkel ihr verbietet, sich mit Calum zu treffen, sucht Emma nach einer Erklärung. Diese ist ziemlich phantastisch: Calum ist kein Mensch. Entsetzt zieht sich Emma von ihm zurück, vergessen kann sie ihn aber nicht.

Die Figuren haben Namen, sie laufen herum, sie reden – aber sie sind völlig leer, zweidimensionale angemalte Pappaufsteller und Stichwortgeber. Wie es in ihnen aussieht kann man als Leser nur raten. Emmas Mutter stirbt bei einem Unfall, Emmas Kummer darüber kommt nicht einmal ansatzweise rüber. Aber Emma kann natürlich alles: Sie malt, spielt Gitarre, wandert gerne, schwimmt und ist supergut in der Schule. Gleichzeitig wird sie ständig knallrot, stammelt und stolpert.
Die Verwandten, zu denen sie kommt, sind absolut perfekt. In dieser Familie herrscht so viel Friede-Freude-Eierkuchen, das einem davon übel werden kann. Bilderbuch pur. Als sie auch noch alle zusammen durch Schottland reisen und sich alle sooo toll verstehen, da wurde es mir zu bunt. Ich meine, gut, vielleicht gibt es solche Familien, in denen ein 18jähriger begeistert mit Mutter, Vater, drei Schwestern (17 und 9 Jahre) und Cousine durchs Land tourt, aber ich habe noch von keiner solchen gehört.
Dann gibt es da noch Calums Adoptiveltern. So nett und total nützlich für die Geschichte: die Mutter betreibt eine Buchhandlung (Emma liest für ihr Leben gern und die Bibliothek ist nicht zu gebrauchen) und der Vater ist ein ehemaliger Professor, der sich für die Geschichte und Mythologie Schottlands interessiert (besonders letzteres ist hilfreich für Emma).
Calum ist schön. Unnahbar. Schön. Perfekt. Hab ich schon schön erwähnt?
Die anderen Figuren, die für die Geschichte egal sind, sind eben dies. In der Schule findet Emma sofort eine Freundin (neben ihrer Cousine) und die Jungs sind alle an ihr interessiert, obwohl sie sich doch für eine graue Maus hält. An die Namen dieser Buchfiguren erinnere ich mich schon nicht mehr.

Das Buch enthält so einige Logikfehler und nicht ganz durchdachte Entwicklungen. Nur ein paar Beispiele:
In Schottland gibt es keinen Euro. Oder wurde der kürzlich eingeführt und ich hab’s verpasst?
Emma ist ein Stadtkind. Sie war mit ihrer Mutter zwar oft wandern, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man sie einfach in einem ihr fremden Land irgendwo absetzen, sie vor möglichen schlechten Wetter warnen und dann allein lassen kann. Logisch, dass sie sich verirrt und krank wird.
Obwohl Emma vor Schwäche schon auf dem Fußboden zusammengebrochen und offenbar schwer krank ist, wird die Tante erst richtig pflegeaktiv, als der Arzt eine Lungenentzündung feststellt ("[Bree] entwickelte auf der Stelle eine Energie, um mich gesund zu pflegen").
Emma bekommt ein paar Mal Krankenbesuch von Calum. Ihr Onkel ist damit einverstanden, dass sie und Calum zusammen Gitarrespielen üben, er erzählt Emma sogar selber davon. Aber als der Onkel die beiden zusammen sieht, rastet er aus und verbietet ihnen weitere Treffen. Eine Wahnsinnslogik.
Warum die beiden sich eigentlich ineinander verlieben? Weiß der Geier. Weder Emma noch Calum haben irgendwelche besonderen Seiten an sich.

Die Dialoge sind in den meisten Fällen eine Zumutung. Die Abschnitte wirken stellenweise unfertig. Der Schreibstil ist oberflächlich und wohl nur etwas für Lese- und Denkfaule. Zugegeben, ich hab auch mal so geschrieben, aber damals war ich 13 oder 14.

Die letzten Seiten sind so phantastisch, dass es zuviel des Guten ist. Vampire, Elfen und andere Fabelwesen tagen alle zusammen einträchtig in einem großen Rat. Nee, da ist mir Elin, der Möchtergern-Böse noch am liebsten. Der tut wenigstens etwas Unerwartetes.

Es gibt aber auch Positives:
1. Calum ist kein Vampir
2. Calum ist kein Werwolf
3. Das Buch ist relativ kurz.

Zu den vielfach angesprochenen "Twilight"-Parallelen: Die stören mich überhaupt nicht. Ich mag Stephenie Meyers Bücher nicht, aber wenn jemand die Geschichte nacherzählen will und es gut macht - bitte. Dieses Experiment hier ist aber leider völlig fehlgeschlagen.

Noch eine Bemerkung zu den Rezensionen hier: Wie kommen die hunderte positiver Rezis zusammen? Es ist mir ein Rätsel. Ich frage mich ernsthaft, ob die Leser/innen keine Vergleichsmöglichkeiten haben. Kann doch gar nicht sein. Es ist wohl alles eine große Verschwörung, eine andere Erklärung fällt mir nicht ein.
Ich selber schreibe seit Jahren Rezensionen, die meisten in Literaturforen, einige wenige hier bei Amazon. Letzteres habe ich seit einer ganzen Weile nicht mehr getan und den Großteil sogar wieder gelöscht, aber bei diesem Buch war es mir ein Bedürfnis, meine Eindrücke mit anderen zu teilen. Ich habe den Eindruck, dass sich die Leser/innen beim Blick auf die vielen Sterne an ihrem Urteilsvermögen zweifeln und sich gar nicht trauen, einen Verriss zu schreiben. Damit ich habe ich glücklicherweise kein Problem.

Empfehlung: Bloß nicht!
Wenn jemand neugierig geworden ist, erst die Leseprobe lesen und danach entscheiden.
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Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 75 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.03.2013, 20:26:14 GMT+1
[Vom Autor gelöscht am 02.06.2014, 15:02:00 GMT+2]

Veröffentlicht am 26.03.2013, 08:31:37 GMT+1
Amazone meint:
Schließe mich an - perfekte Rezension!

Veröffentlicht am 22.08.2013, 12:06:28 GMT+2
Carpenoctopus meint:
Von diesem Buch werde ich dank dieser sehr guten Rezension die Finger lassen - aber bei einem Abschnitt muss ich dann doch mal einhaken:

"Aber Emma kann natürlich alles: Sie malt, spielt Gitarre, wandert gerne, schwimmt und ist supergut in der Schule. Gleichzeitig wird sie ständig knallrot, stammelt und stolpert.
Die Verwandten, zu denen sie kommt, sind absolut perfekt. In dieser Familie herrscht so viel Friede-Freude-Eierkuchen, das einem davon übel werden kann. Bilderbuch pur. Als sie auch noch alle zusammen durch Schottland reisen und sich alle sooo toll verstehen, da wurde es mir zu bunt. Ich meine, gut, vielleicht gibt es solche Familien, in denen ein 18jähriger begeistert mit Mutter, Vater, drei Schwestern (17 und 9 Jahre) und Cousine durchs Land tourt, aber ich habe noch von keiner solchen gehört."

Ich selber hab zu meiner Gymnasialzeit Klarinette gespielt, war in der Schülerzeitung und der Schüler-Bücherei tätig, hab viel gemalt, hatte Tanz- und Reitunterricht und hatte durchgehend einen 1er Zeugnisdurchschnitt. Ich fahre heute mit 22 noch gern mit meiner Familie in den Urlaub und mit meiner engsten Cousine sowie der gesamten Familie, bestehend aus zehn blutsverwandten Tanten und Onkel mit Partner und Kindern, verstehe ich mich blendend. Und trotzdem hab ich keinen eindimensionalen Charakter oder bin langweilig :) Nur weil man so etwas von sich selbst nicht kennt, muss nicht heißen, dass es das im realen Leben so nicht gibt. Vielleicht ist die Autorin ja ähnlich behütet aufgewachsen.

Veröffentlicht am 24.08.2013, 14:48:46 GMT+2
JED meint:
Die Rezi spricht mir aus der Seele! Genau das habe ich beim Lesen gedacht!
Oder um es kurz zu machen: Was für ein Schrott!

Veröffentlicht am 10.09.2013, 09:08:41 GMT+2
Dodo meint:
Euro in Schottland??? Das ist gut. Das heißt ja wohl, dass die Autorin noch nie dort war, denn in Schottland gibt es weder den Euro noch englische "Pounds" - die Bank of Scotland druckt tatsächlich eigenes Geld. Und sowas Schräges vergisst man nicht. ;-)
Tipp für Schottland-Fans: die Bücher von Ian Rankin, z.B. die Rebus-Reihe. Oder Glencoe von C. Lyne, wenn man historische Romane mag.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2013, 09:52:48 GMT+2
Das ist nun leider auch nur halb richtig. Die Bank of Scotland, die Royal Bank of Scotland und die Clydesdale Bank dürfen ihre igenen Banknoten herausgeben. Dies sind aber sehrwohl Pfund Sterling, und man kann in Schottland jederzeit mit einer Pfund Note aus London bezahlen. Nur andersrum gibt es mitunter Schwierigkeiten, da die Schottischen Pfund im rest Großbrittaniens nicht offizielles Zahlungsmittel sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2013, 11:46:32 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2013, 11:51:37 GMT+2
Dodo meint:
Und was genau war nun "falsch" an meinem Beitrag? ;-) Wenn man einmal in Schottland war, wird man eben sicher nicht vergessen, dass man plötzlich eine Banknote mit Sir Walther Scott in der Hand hatte, keine Euronoten und englische Banknoten nur selten, wenn von englischen Touristen "eingeschleppt". ;-)
Jedenfalls hat Schottland sein eigenes Geld und diese Kuriosität wird bestimmt kein Schottland-Besucher vergessen.

PS: Die Akzeptanz schottischer Banknoten nimmt gen Süden Englands zunehmend ab. In Yorkshire und im Lake District kann man damit zum Beispiel problemlos zahlen. :-)

Veröffentlicht am 17.09.2013, 00:44:39 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 17.09.2013, 00:50:58 GMT+2
Angel meint:
Alles, was du in der Rezension erwähnt hast, egal ob Charaktere, perfekte Schönlinge oder der Handlungsverlauf, alles deckt sich 1 zu 1 mit Twilight! Unheimlich! Noch mehr von diesem Schund! Danke für die Warnung.
Und dass so viele schlechte Bücher nicht erkennen, man nehme nur mal den Großteil der Bestseller, liegt entweder am medialen Hochpuschen (in diesem Fall nicht) und/oder an Lesern, die sich einfach nur berieseln lassen wollen. Und da der Großteil der Menschheit den Mainstream darstellt, der nur selten sein Gehirn benutzt, wird es immer derart ungerechtfertigte Bewertungen geben. Ist bei Twilight genauso gewesen. Ein mieses Buch, aber alle finden es toll.

Veröffentlicht am 17.09.2013, 02:34:40 GMT+2
fennigfuchs meint:
Kann mich dem nur anschließen...

Veröffentlicht am 17.09.2013, 11:22:19 GMT+2
Elran meint:
Die Rezension hat mich vor einem Fehlkauf bewahrt. Vielen Dank dafür. Jetzt habe ich aber noch eine Frage: Können Sie andere Bücher empfehlen?
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