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Kundenrezension

am 7. Juni 2010
Es ist nicht das Schlechteste, wenn sich ein Analytiker par excellence wie Pierre Boulez daran macht, das teilweise sehr wirre Klanggeflecht von Gustav Mahlers fünfter Sinfonie zu Gehör zu bringen, es zu zergliedern und sehr ansprechend zu machen.
Mahlers Fünfte halte ich für seine problematischste Sinfonie. Erstens verliert er sich meines Erachtens zu oft in undurchsichtiges Orchestergetöse; zweitens fällt es mir bis jetzt schwer, die Intention dieser Sinfonie zu erkennen.

Aber keine Angst: Im Vergleich zur Einspielung der zweiten und dritten Sinfonie räumt Boulez auch dem Gefühl den ihm gebührenden Raum ein. Gleich im ersten Satz fühlt sich der Hörer tief bewegt. Die Wiener spielen perfekt, gut hörbar und durch und durch transparent.
Den schwierigen weil lärmenden zweiten Satz entwurstelt der Franzose straff und schafft somit eine erstaunliche Durchsichtigkeit, die ganz neue Seiten an demselben erkenne lässt.

Das exotische, beinahe impressionistische Scherzo kommt dem Impressionismus Spezialisten Boulez freilich entgegen. Seine klare Strukturierung und feine, nuancenreiche Schattierung macht diesen Satz wahrlich zum Herzstück des Werkes, für das der Komponist es ja auch vorgesehen hatte.

Das Adagietto ist für meine Begriffe etwas zu leise gespielt, dennoch geizen die Wiener nicht mit tiefer Empfindung und glänzender Virtuosität.
Das Finale, auch das in meinen Augen ein schwieriger Satz, machen sie mit ihrem Leiter zum musikalischen Leckerbissen der ganz besonderen Art: Anders als viele andere arbeitet Boulez sämtliche Themen sauber heraus und beraubt damit diesen Satz nicht seiner Schönheit.

Fazit: Eine ausgezeichnete Einspielung in astreiner Tonqualität, die zwar einen ganz anderen Interpreationsansatz verfolgt als beispielsweise - ohne die drei in einen Topf werfen zu wollen - Bernstein, Karajan oder Barbirolli - nämlich einen streng analytisch transparenten, ohne dabei die emotionale Aussage zu verfehlen -, die aber gerade deswegen zu einer wichtigen, unverzichtbaren Alternative wird.
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