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Kundenrezension

Im Original eine Reihe von Kurzgeschichten (zwischen 1976 und 1985 veröffentlicht) um den exzentrischen Helden Haviland Tuf, der auf verschlungen und teilweise recht drastisch geschilderten Wegen an ein sogenanntes Saatschiff gelangt und damit eines der mächtigsten Raumschiffe des bekannten Weltraums besitzt. Gebaut um vor tausend Jahren eine feindliche Macht mit biologischen Waffen zu schlagen, ist man genauso in der Lage seine Ausrüstung auch zur Terraformung und positiven Aufgaben einzusetzen.

Es enthält die folgenden Abenteuer, die lose und doch folgerichtig für dieses Buch zusammengefasst wurden.
"The Plague Star" (1985) – Der Seuchenstern
"Loaves And Fishes" (1985) – Brot und Fische
"Guardians" (1981) - Wächter
"Second Helpings" (1985) – Die zweite Speisung
"A Beast For Norn" (1976) – Eine Bestie für Norn
"Call Him Moses" (1978) – Nennt ihn Moses
"Manna From Heaven" (1985) – Manna vom Himmel
Davor ein eindrucksvoller, bedrückender Prolog.

Tuf ist eine merkwürdige Figur; ungewöhnlich groß, etwas übergewichtig, eigenbrötlerisch, ehrlich bis zum Exzess und auch irgendwie nervig, mit einer ausgeprägten Liebe zu Katzen, kurzum eine interessante Romanfigur nur kein ausgesprochener Sympathieträger. Ein Exzentiker, der mich vage an eine Mischung aus Don Quichotte und Adrian Monk erinnert hat. Die Bezeichnung „Der Ritter von der traurigen Gestalt“, trifft jedenfalls zu.
Die Kurzgeschichten, die sich alle um durch von Menschen gestörte Ökologien in verschiedenen Umwelten drehen, entstanden zu einer Zeit, als sich die Grenzen des Wachstums und die Gefahren der Umweltzerstörung erstmals zu allgemein beachteten Themen entwickelten. Überbevölkerung, schwindende Ressourcen, die Gefahren wenn man fremde Spezies in bestehende Ökosysteme einführt oder bestimmte angebliche Schädlinge ausrottet, hat Martin romanhaft und durchaus unterhaltsam als Stoff für seine Geschichten verarbeitet.

Tuf versucht den Bewohnern verschiedener Welten bei ihren Problemen mit den Mitteln des „öko engineering“ auf seine ganz eigene Art zu helfen, dabei ist er nicht zimperlich und der Roman spiegelt auch etwas den amerikanischen Glauben an das „yes we can“ wieder.
Die Hauptfigur entwickelt sich im Laufe der Geschichten, neben der Ökologie ist einer der Kernthemen wie Macht korrumpiert und Martin hat seine Figur mit viel Macht ausgestattet. Damit verbunden stellt sich die Frage inwieweit es moralisch ist die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, wenn man die Macht dazu hätte.

Die Hauptschwäche des Romans ist in meinen Augen, die etwas unglaubwürdige Darstellung, wie es dem Romanhelden gelingt in relativ kurzer Zeit die Technik und Wissenschaft des Saatschiffes zu beherrschen und in seinem Sinne einzusetzen. Dazu kommt zu Beginn seine erschreckende Naivität im Umgang mit anderen Menschen und es ist ein Wunder, dass er nicht schon in der ersten Geschichte zu Tode gekommen ist. Als kleines Ärgernis (nur im E-Book?) empfinde ich die abrupten Szenenwechsel innerhalb der Kapitel, die man teilweise optisch noch nicht einmal an Abschnitten ausmachen kann, sondern erst während des Lesens bemerkt.

Fazit: Dennoch ein lesenswertes und bedenkenswertes Buch von Martin mit kleinen Schwächen, welches trotz seiner 30-40 Jahre zurück liegenden Entstehungszeit erschreckend aktuelle Themen behandelt. Für mich hat es nicht ganz zu 5 Sternen gereicht, was aber hauptsächlich an meinen hohen Erwartungen an ein Buch von Martin lag. Thema und Figuren lassen sich nur schwer mit seiner Saga von Eis und Feuer vergleichen.
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