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Kundenrezension

108 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Zivilisationskritik, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: More Than Honey (DVD)
Albert Einstein soll einmal gesagt haben, wenn die Bienen aussterben dauert es keine vier Jahre bis der Mensch ihnen folgt. Seit einigen Jahren sterben die Bienen auf vielfache Weise, manche Imker haben bis zu 30 % Verlust an Bienenstöcken. Nicht nur die Faulbrut, auch die Varroamilbe macht den Bienen zu schaffen. Seit dem 8. November läuft in den deutschen Kinos ein Dokumentarfilm über das Bienensterben. „More than Honey“ ist der Titel, auf deutsch: ‚Mehr als Honig‘. Der schweizer Regisseur Markus Imhoof kommt selbst aus einer Imkerfamilie und verfolgt das mysteriöse Bienensterben weltweit. Beginnend in einer schweizer Bergidylle, wo ein naturwüchsiger schweizer Imker einen Bienenschwarm einfängt, ganz ohne Schutzkleidung, nur mit Leiter, Axt und Bienenstock, bis hin nach Australien, wo neue Bienenarten gezüchtet werden, zeigt der Film in einzigartigen Aufnahmen und mit einer sachlichen Dokumentation das weltweite Bienensterben auf. Wird die Biene in der schweizer Idylle noch als ‚Liebesbote‘ betrachtet, welche die Blumen bestäubt, so ist sie in der amerikanischen Massenzüchtung nur noch ein ‚industrielles‘ Gut zur Vermehrung des Geldes. So stehen dem schweizer Imker etwa 150 Stöcke zur Verfügung, die ihn ernähren, während in den USA der Wanderimker mit über 4000 Stöcken die Mandelernte in Kalifornien, die mit 90 % Weltmarktanteil wichtig ist, sichert. Etwa 2.700 KM legt der Wanderimker von einem Ende der USA zum anderen zurück und stellt seine Stöcke auch in Obstplantagen, die jedoch mit Pestiziden behandelt werden und bis zu 20 % Verlust an Bienenstöcken mit sich bringen. Diese Verluste werden ausgeglichen indem Königinnen aus Europa importiert werden, um neue Völker zu ziehen. Interessant von daher auch die Szenen, die Aufzucht und Handel von Königinnen zeigen.
Gezeigt werden auch die Unterschiede von Bienenrassen. Hat der Schweizer noch die ‚schwarze Biene‘, die noch recht aggressiv ist, so verwendet der hiesige Imker eher die ‚zahme‘ Carnica (Kärntner Biene). Gezeigt wird auch die afrikanische ‚Killerbiene‘, die zwar sehr aggressiv ist, aber auch sehr resistent gegen Krankheiten.
Der Zuschauer erfährt sehr interessante Details, die auch mir als Imkergehilfe bisher unbekannt waren, wie z.B. das eine Biene erst die Pflanzenart wechselt, wenn dort alle Blüten beflogen wurden, daß der Forscher Karl von Frisch für die Entdeckung des ‚Schwanzeltanzes‘, der den Bienen zur Kommunikation dient, den Nobelpreis bekam oder eine Biene mit ihren ‚Schmeckhaaren‘ 60.000 verschiedene Gerüche wahrnehmen kann.
Erschreckend auch Informationen aus China, wo unter Mao die schwarze Biene ausgerottet wurde und in großen Teilen des Landes aufgrund dessen und von Pestiziden überhaupt keine Bienen mehr gibt. Dort werden Blüten mit der Hand bestäubt.
Der Film zeigt einzigartige 3 D Aufnahmen wie die Begattung einer Königin in der Luft, oder Szenen wie das Öffnen der Schädeldecke einer Biene zur Untersuchung von Pestiziden. Ebenso traurig sind auch Szenen, die den Befall von Faulbrut zeigen, was zur Folge hat, das der komplette Inhalt eines Stockes (Bienenwaben mit Bienen) verbrannt wird, bevor dieser ausgeschwefelt wird.
Resümee ist, daß das Bienensterben nicht allein auf Krankheiten und Pestiziden beruht, sondern mit der Zivilisation der Menschen fortschreitet. Die Hoffnung liegt in der Aufzucht neuer Rassen in Australien, der einzige Kontinent ohne Varoamilbe.
Interessante Informationen bietet auch die Internetseite zum Film oder der Artikel bei Wikipedia.
Ich selbst unterstütze einen hiesigen Imker bei der Zucht und Produktion und kaufe meinen Honig dort. Auch nutze ich zunehmend mehr Bienenprodukte wie Kerzen, Hand- oder Gesichtscreme.
Fazit: Eine gelungene Produktion, die zum Nachdenken über unser Verhalten gegenüber der Natur anregen sollte und zum Handeln auffordert! Möglichkeiten gibt es da z.B. in Form von Petitionen, die man unterschreiben kann. Urteil: Absolut sehenswert!
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.06.2013 21:33:48 GMT+02:00
Hier findet man sehr interessante Informationen über wild lebende Bienenschwärme:
http://www.resistantbees.com/anordnung.html

Herzliche Grüße,
Pippi Langstrumpf :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.06.2013 14:00:51 GMT+02:00
D., Martin meint:
Danke für den Link, liebe Pipi.
Bestimmt werde ich über diese Seite mal in meinem Blog berichten oder einer geplanten Bienenseite.

Mit freundlichen Grüßen,
Martin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2014 10:07:24 GMT+02:00
cinemania2008 meint:
Nun muss man nicht Albert Einstein bemühen oder losgelöst das Schicksal der Bienen betrachten.

Wie sagte der Indianerhäuptling Seattle schon 1855 - frei übersetzt: "Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen ... Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer ihr dem Gewebe antut, das tut ihr euch selber an. ... Euer Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als die Wüste ..."

Es gehen zur Zeit nicht nur die Bienen uns ein Stück voraus, den Eisbären geht es an den munter wegschmelzenden Polen nicht besser (derweil in den USA gerade ein neuer "Volkssport" aufkommt, Big Waggons aus Spaß zu besonders hohem Abgasausstoß aufzurüsten!!!!!). Viele, viele andere Tierarten, sind schon ausgestorben sind oder stehen unmittelbar davor.

Der Zug ist längst abgefahren, es liegt in unserer Natur, uns selber zu vernichten. Da helfen auch diese gut gemeinten Filme nicht mehr.

Veröffentlicht am 10.12.2014 19:59:27 GMT+01:00
D. Tischer meint:
More Than Honey "Fazit: Eine gelungene Produktion, die zum Nachdenken über unser Verhalten gegenüber der Natur anregen sollte und zum Handeln auffordert!" ........unser Verhalten? ....sollte....? Ich lebe mit der Natur und ich bin mir der Tragweite des menschlichen Untuns überall bewusst. Ich kann jedoch nichts ändern, den Wahnsinn der Profitgier stoppen? Keiner wird wiklich etwas ändern. Auch nicht wenn es zu spät ist, denn die Einzelnen, aber Reichen werden sich immer alles kaufen können und die Welt diktieren bis das auch írgendwann alle ist oder zerstört oder verseucht. Aber vorerst ist das nicht der Fall, also warum richtig handeln? Meine Aussage ist übrigens auf alles anwendbar. Aber das wissen wir doch alle selbst.
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