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Kundenrezension

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dream Theater toppen ihre eigenen Superlative, 7. Dezember 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dream Theater - Live At Budokan (DVD)
Wer Dream Theater Anfang 2004 auf Tour gesehen hat, war Zeuge einer völlig neuen Live-Atmosphäre der New Yorker. Und diese ist packend und authentisch auf der „Live at Budokan"- DVD festgehalten. Passend zum Album der Tour, Train of Thought, ist auch die Atmosphäre des gut 2 Stunden 45 Minuten langen Konzertes ungewohnt kühl und düster. Untermalt wird der überzeugende Ausdruck durch eine brillante Beleuchtungstechnik in der riesigen Budokan-Halle in Tokio, wobei gelegentlich fast unheimliche Effekte erzielt werden, wenn James LaBries Gesicht zu den dramatischsten Stellen in „This Dying Soul" von unten mit rotem Licht beleuchtet wird, während die Videoleinwände im Hintergrund von Flammen überzogen werden. Auf der Leinwandshow mit drei großen Bildschirmen wird das gesamte Konzert mit Videosequenzen untermalt; und immer wird auch das Albumcover des entsprechenden Songs präsentiert. Hierbei sind vor allem die aktuelleren Vorderseiten der Band-Diskografie zu sehen, während sich „When Dream And Day Unite" und „Images And Words" mit je einem Song („Only A Matter of Time" bzw. „Pull Me Under") begnügen müssen und „Awake" sogar keinen kompletten Song der Setlist stellt. Für Enttäuschung bleibt aber gar keine Gelegenheit - abgesehen davon, dass Dream Theater das Konzert kaum veröffentlichen müssten, um ihren Fans das Gleiche wie vor Jahren zu präsentieren. „Live at Budokan" ist der Beweis (falls es diesen noch braucht) für die absolute Überzeugungskraft auch der letzten beiden Studioalben der Band. Sowohl vier Ausschnitte des Longtracks „Six Degrees of Inner Turbulence" - sei es die Wahnsinnsmelodie von „Solitary Shell" oder die umwerfende technisch exzellente Darbietung des aufwühlenden „War Inside My Head" - als auch das beinahe komplett gespielte „Train of Thought" überzeugen hundertprozentig. Hier reicht die Spanne vom mulmig geheimnisvollen „Disappear" über das eiskalte „Endless Sacrifice", das epische, mitreißende und sich immens steigernde „In The Name Of God" bis zum vertrackten „This Dying Soul", das in atemberaubender Weise dafür steht, was Dream Theater ausmacht: Progressiv, heavy und melodisch - live gespielt noch überzeugender als auf dem Album.
Natürlich ist der Auftritt im legendären Budokan sicherlich ein Höhepunkt in der Karriere der Prog Metal- Meister, haben hier doch schon Deep Purple, Bob Dylan, Eric Clapton und die Beatles gespielt. Und für Dream Theater schließt sich nach deren erstem Live-Video „Live in Tokyo" 1993 auch ein Kreis. Damals kamen sie jung und frisch vom Erfolg getragen nach Japan und versetzten ihre Fans in Erstaunen, indem sie ihre unendlich anspruchsvolle Musik 1:1 wiedergaben. 2004 zeigen sie sich als gereifte Gruppe, locker und mit großer Coolness, wovon sich sichtlich nun auch Keyboarder Jordan anstecken ließ, der neuerdings mit polierter Glatze ganz schön gefährlich aussieht und mit seinem komplett drehbaren Keyboard post, was das Zeug hält. Die Musik wird in einem bestechenden Mix aus (gewohnt) sagenhafter 1:1- Präzision und mehr Variation als je zuvor dargeboten. Nur ein paar Beispiele: Rudess verwendet zahlreiche neue Sounds; Mike Portnoys Drumset wie auch sein Repertoire an Fills ist umfangreicher denn je; „Hollow Years" wird mit neuen Soli ausgestattet; und „Beyond This Life" wird durch einen unvergleichbaren Jam unterbrochen, bei dem sich zunächst John Petrucci und dann Rudess an Gitarre bzw. Keyboards mit ihren Soli beinahe in Ekstase steigern. Und das aus zahlreichen Dream Theater- und Liquid Tension Experiment- Tracks zusammengeschusterte „Instrumedley" wird zu einem ganz besonderen instrumentalen Höhepunkt -aber auch LaBries Gesang gibt sich über die komplette Distanz keinerlei Blöße, ganz im Gegenteil.
Auch das umfangreiche Bonusmaterial ist enorm kurzweilig geraten und wartet gleich mit dem „The Dream Theater Chronicles"- Video auf, das vor dem Konzert auf den Videowänden die Fans einstimmte. Knapp 6 Minuten lang führt die Reise von den „Majesty"-Wurzeln 1985 bis zum aktuellen Album. Das Instrumedley „Multiangle Bonus" bietet die freie Wahl, wem der vier Instrumentalisten man an welcher Stelle exklusiv auf die begnadeten Finger schauen will. John Petrucci stellt sein Equipment vor, inklusive einiger Kuriositäten wie einem Spuck-Schutz gegen "Lama" Mike Portnoy. Jordan Rudess präsentiert den Besitzer der 10 schnellsten Finger der Welt (nach diesem Konzert rechnet man einfach nicht mehr mit ernstzunehmender Konkurrenz auf diesem Planeten) ganz in seinem Element. Der einmalige Blick auf sein Notendisplay, all die für den Zuschauer unsichtbaren Pedale und Knöpfe für Sounds, Effekte, Monitoring und und und... in Rudess' ausgeklügelter Anordnung sind schier unglaublich. Dazu erklärt er seinen neuen um 360 Grad drehbaren Keyboardständer mit einer Portion unverfrorener Coolness, die sich gewaschen hat: „I can smile at the part of the crowd that I'm turning." Außerdem ist Mike Portnoys Drum Solo vom Osaka-Gig enthalten, bei dem er sich ein paar Nachwuchsdrummer aus dem Publikum mit auf die Bühne holt.
Ein absolutes Glanzstück für Fans ist der professionell und aufwändig zusammengestellte halbstündige Film „Riding the Train of Thought", der Dream Theater abseits des Rampenlichtes in verschiedenen Städten bei der Japan- Tour zeigt. Dazu gehören Interview-Ausschnitte mit LaBrie (über den besonderen Kick, im legendären Budokan auftreten zu können), Rudess (über sein Verständnis des Dream Theater-Sounds), Portnoy (über die Geschichte des Prog Rock)... und tatsächlich äußert sich sogar John Myung (der normalerweise auf der Bühne eher als so etwas wie eine verdammt wertvolle Standuhr mit aufziehbarem Präzisionsuhrwerk wirkt denn als sprechendes Wesen), und zwar über das Essen, das er vor dem Gig zu sich nimmt.
Einmalige Szenen zeigen die Band bei Soundcheck und Proben inklusive Diskussionen ums Tempo und Einzählen, die also auch bei Überwesen vorkommen. Darunter sind auch Ausschnitte aus der Probe von Iron Maidens „The Number of the Beast"- Album, das sie beim Konzert in Osaka als komplettes Album-Cover gespielt haben. Einfach zum Schießen sind schließlich Szenen von LaBrie beim Warmsingen und den anderen (angesichts des bedeutsamen Abends tatsächlichen nervösen) Akteuren beim konzentrierten Warmspielen und Fingerwarmhalten mit kuriosen Utensilien. All die Backstage-Aufnahmen sind amüsanterweise deutlich von Jetlack-Symptomen geprägt.
Insgesamt ist „Live at Budokan" die vollendetste und am professionellsten ausgestattete Live-Veröffentlichung der Band bis dato - ein grandioses Konzert mit packender Atmosphäre, super Sound und überzeugender Kamera; und dazu Bonusmaterial, das keinen Wunsch offen lässt: Vier Stunden Dream Theater auf, hinter und zwischen japanischen Bühnen, ein MUSS!
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