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Kundenrezension

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er schenkte den Menschen sein Werk. Genügt das nicht ?, 25. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein Mann Picasso (DVD)
Der vorliegende Film befasst sich mit dem Künstler Pablo Picasso( 1881-1973) aus der Sicht seiner langjährigen Lebensgefährtin Francoise Gilot, mit der er zwei Kinder hatte und zwar Claude, geboren 1947 und Paloma, geboren 1949.
Francoise( Natascha McElhone) lernt Picasso( Antony Hopkins) kennen als sie eine junge Studentin war. Sie ist Tochter aus so genannt gutem Hause. Ihr Vater und ihre Großmutter sind entsetzt über die Beziehung zu dem vierzig Jahre älteren Mann, der wegen seiner vielen Frauenaffären berüchtigt ist.
Picasso wirkt sehr kraftvoll, agil und lebenshungrig, trotz seines fortgeschrittenen Alters und umgarnt die junge Frau mit viel Raffinesse.
Sie zieht zu ihm in die Wohnung, wird seine Geliebte und nimmt an seinem künstlerischen Leben teil. Man sieht wie Gemälde, Skulpturen und Keramik-Gegenstände entstehen. Man erlebt beide bei dem Maler Matisse und erhält eine Idee von der künstlerischen Wandlungsfähigkeit Picassos.
Frauen inspirierten ihn und sollen seinen Malstil immer wieder aufs Neue beeinflusst haben, sofern er in sie verliebt war und sie zu seinen Geliebten wurde.
Francoise berichtet von seinen Vorfrauen: von Olga , einer russischen Tänzerin, die er 1918 heiratete und mit der er ein Kind hatte, von seinen Geliebten Marie und Dora, die sich um ihn schlugen, während er das Kunstwerk " Guernica " schuf.
Bei solchen Rückblenden lernt man Picasso als einen sehr selbstbezogenen Menschen kennen, der Freude daran findet, seine Frauen zu demütigen.
Er scheint seine gesamte Sensitivität in seine Werke eingebracht zu haben, so dass er in der Interaktion mit seinen Mitmenschen geradezu monströs erscheint , weil er auf niemand Rücksicht nimmt. Er sah seine Gegenüber nicht als eigenständige Menschen, sondern nur in Bezug auf seine Bedürfnisse.
Picasso schenkte den Menschen seine Kunst, mehr konnte offenbar von ihm nicht erwartet werden.
Sehr geizig scheint er gewesen zu sein, wenn man dem Film Glauben schenken darf.
Er gab Francois, die Mutter zweier seiner Kinder war, kein Geld für den Unterhalt, obschon er Millionen besaß und war zudem zu seinen Bediensteten knauserig, seelenlos und herrschsüchtig. Er scheint wenig über sich nachgedacht zu haben, vielleicht weil er zu sehr mit seiner Kunst befasst war. Ihn deshalb an den Pranger zu stellen, wäre meines Erachtens allerdings nicht richtig. Auf der einen Seite herrschte Überfluss im künstlerischen Können, andererseits offenbar Mangel an Empathie. Kein Mensch ist vollkommen.
Francois trennt sich nach einigen Jahren des Zusammenlebens von Picasso, während er bereits eine neue Beziehung mit einer Keramikverkäuferin unterhält. Sie verurteilt ihn nicht, sondern zieht Konsequenzen für sich und ihre Kinder. Eine bemerkenswerte Frau.

Ich habe vor Jahren einen mehrseitigen Bericht über die Persönlichkeitsdefizite Picassos im Spiegel gelesen, die sich besonders im Umgang mit Frauen offenbarten. Von daher verblüffte mich die Darstellung seiner Person im Film nicht. Sie war sogar harmlos im Verhältnis zu dem, was der Spiegel zum Besten gab.
Für Picassos Werk sind seine Persönlichkeitsdefizite unerheblich. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Keine der Damen wurde gezwungen Zeit mit dem Künstler zu verbringen. Es geschah freiwillig.
Ein Künstler, wie Picasso konnte unmöglich ein bürgerliches Leben führen. Für Menschen seines Könnens gelten andere Maßstäbe, die letztlich die Vorraussetzung dafür sind, dass große Kunst entstehen kann.

Ein interessanter Film. Sir Anthony Hopkins füllt die Rolle Picassos beeindruckend aus. Eine Glanzleistung!

Empfehlenswert.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.06.2008 11:06:38 GMT+02:00
Sagittarius meint:
In der Nähe der " Sonne" verbrennen Menschen- Zwei seiner Frauen haben sich umgebracht.
Erstaunlicherweise scheint der Clan jetzt zusammen zu halten, also die Kinder aus verschiedenen Verbindungen. Der Sohn von Francoise ist der Chef-Verwalter.
Ein wirklicher beeindruckender Film ( der Sohn fand ihn "schrecklich"- man wüsste gerne, warum)

Schöne Grüsse aus Bremen, einen guten Tag

Hans

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.06.2008 12:54:47 GMT+02:00
Helga König meint:
Hi Hans, ich vermute , dass jede der Damen ihn vereinnahmen wollte und er abgrenzend reagierte. Selbstmord ist eine aggressive Handlung, die zumeist Dritte ins Unrecht setzen möchte.
Die Damen haben den freiheitsliebenden Herren nicht weichkochen können. Das hat sie zur Tat schreiten lassen.
Die meisten Söhne berühmter Väter finden diese "schrecklich". Im Grunde finden sie ihre Väter aber nicht wirklich schrecklich, sondern nur ihre persönliche Messlatte, weil sie durch besagte einem fürchterlichen Dauerstress ausgesetzt sind.

Danke für den Kommentar und die guten Wünsche für den Tag. Auch Dir viel Schönes heute. Helga

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.06.2008 22:28:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.06.2008 22:29:24 GMT+02:00
christine meint:
Liebe Helga, schöne Analyse. Allerdings fand ich Ivorys Film etwas überproduziert. Hopkins und McElhon sind toll, aber mir schien die Geschichte etwas schleppend in Gang zu kommen (wobei ich Ivorys ruhige Regie normalerweise sehr schätze), zu wenig Futter fürs Hirn, zu wenig Spannung. Allerdings ist es schon mindestens 10 Jahre her, dass ich den Film sah, vielleicht sollte ich meine Erinnerung auffrischen und neu beurteilen. Für den Urlaub habe ich mir Huffingtons dickleibige Picasso-Bio vorgenommen. Allerdings habe ich noch diverse andere ungelesene Bücher, die nach Aufmerksamkeit lechzen.
Einen schönen Abend noch, Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.06.2008 08:00:51 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.06.2008 10:57:28 GMT+02:00
Helga König meint:
Hallo Christine, danke für die Blumen. Ivory beginnt mit einer Sache , die vordergründig nicht zur eigentlichen Handlung passen will. Es ist dieses Gespräch mit den Nazis über seine Bilder und die Gemälde anderer französischer Maler. Die genannten Maler kannten sich alle recht gut, trafen sich einst häufiger in St. Paul, feierten dort gemeinsam Feste. Picasso dealt mit den Nazis im Film, seine Haltung ist nicht ganz eindeutig, obschon er zu Ende des Films als Mensch der Resistance gefeiert wird.
Diese Geschichte, wie auch sein Engagement als Kommunist und seine Reise nach Polen irritieren möglicherweise, weil man vielleicht ausschließlich die Darstellung seiner Liebesbeziehung und Einblendungen des Künstlers bei seiner Arbeit erwartet, doch Picasso hatte auch diese Facetten.
In meinen Augen bietet der Film viel Stoff über den man nachdenken und sich mit Dritten gedanklich austauschen kann. Sehr schön und spannend finde ich die Szenen , in denen Picasso die Enstehung, besser das Werden seiner Kunstwerke erklärt.
Wirklich toll gemacht.
Viel Freude mit der Biographie. In Antibes gibt es ein wunderbares Museum mit seinen Werken. Dort steht kann man auch viele seiner Keramikarbeiten besichtigen. Sehr empfehlenswert.
Ihnen einen sonnigen Tag.
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Helga König
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