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Kundenrezension

am 16. September 2011
In die bisherige Mega-Euphorie kann ich nicht komplett mit einsteigen. Das Album ist zwar gut, aber es hört sich irgendwie nach Standard an. Härte ist kaum noch vorhanden und das fast durchgehende "Uff-Tschak" als Drum-Sound ist jetzt nicht gerade innovativ. Auch der Abwechslungsreichtum des bärenstarken Vorgängers ist nicht vorhanden. Das wird zwar stellenweise gut kaschiert, aber es ist nicht von der Hand zu weisen. Tracks wie "The great divide" die von der Gleichförmigkeit abwichen, oder ein Brachialhammer wie "Art of Conflict" ist in jedem Fall nicht zu finden. Insgesamt ist das Album sehr soft geworden und erinnert eher an Weichspülpop. Natürlich wird das jetzt ein Aufschrei geben, aber vom EBM der Erstlinge ist man inzwischen sehr weit entfernt. Okay, das war auch bei den letzten Alben kein Problem, aber die Weiterentwicklung des Vorgängers ist diesmal eher ein Schritt zurück.
Auch das komplette Konzept wirkt eher so wie immer, anstelle von Schritt nach vorne. Verspielter Beginn, dann Dampf, die Unterbrechung durch ein ruhiges Instrumental, wieder Dampf und am Ende ein Song mit der Struktur von "Perpetual".
Das klingt alles bestimmt negativer als es gemeint ist, denn die Songs an sich sind wirklich gut. Wären aber auf einem anderen Album kaum aufgefallen. Nicht wegen der Qualität, sondern eher von den immer wiederkehrenden Strukturen. Es fehlt einfach an Neuerungen und manchmal ist die Schonkost für mich schon etwas zu soft. Viele Songs würden zumindest einen durchschnittlichen Radiohörer nicht gerade abschrecken.

Klanglich ist das Album okay, keine Offenbarung aber wirklich in Ordnung. Allerdings ohne die Dynamik und Feinabstimmungen die Covenant oder Haujobb erreichten. Das Digipak ist natürlich gelungen und das Booklet sehr schön gestaltet.

Einzelkritik:

1.) On Air
Sehr schönes Intro das phasenweise an die gute alte Dazzle Ships von OMD erinnert, mit einer wunderschönen Klavierpassage
2.) Space & Time
Mit das beste Stück des Albums. Hier gefallen mir die Spielereien sehr sehr gut und es hebt sich wohltuend ab. Die Melodie ist klasse, was ja noch nie ein Problem bei ihnen war. Es ist aber auch gleichzeitig das erfrischendste Stück des Albums, da hier die größten Neuerungen vorhanden sind.
3.) Resolution
Typisches VNV Nation Stück das überall auf den letzten Alben einen Platz gefunden hätte. Ist schön, aber das hat man in mehrfacher Art und Weise schon früher zu hören bekommen.
4.) Control
Das härteste Stück des Albums was live garantiert abgehen wird. Auch hier sind kleinere Strukturbrüche enthalten und es deutet im Verbund mit "Space & Time" auf ein verspieltes Album hin, was es dann letztendlich nur begrenzt wird.
5.) Goodbye 20th Century
Unterbricht das Album in gewohnter Manier. Klangcollage die aber wirklich schön anzuhören ist. Das Prozedere kennt man aber bereits.
6.) Streamline
Das ist dann eher durchschnittlicher Happy Pop mit einer Spur Melancholie. Irgendwie alltagstauglich und sicherlich kein Higlight.
7.) Gratitude
Ebenfalls ein schönes Stück, aber mit längst bekannten Sounds. Hätte auch auf einem anderen Album drauf sein können, ohne das man das Erscheinungsjahr in Frage gestellt hätte. Schönes Stück, aber eben sehr typisch.
8.) Nova
Die obligatorische Ballade, die aber wirklich wunderschön anzuhören ist. Aber leider auch hier musste das einfallslose Uff-Tschak als Taktgeber herhalten, nur halt eben langsamer.
9.) Photon
Ein instrumentales Trance-Techno Stück mit großen wiederkehrenden Flächen. Jetzt nicht überragend aber trotzdem sehr nett.
10.) Radio
Eins der besten Stücke des Albums, das phasenweise die Struktur von "Perpetual" inne hat, ohne natürlich die Klasse völlig zu erreichen. Trotzdem ist es saustark, aber es klingt eben wie vieles auf dem Album ziemlich bekannt.

Für Fans ist "Automatic" natürlich eine Offenbarung, da sich kaum was verändert hat. Ein paar mehr Neuerungen wie es "Space & Time" phasenweise geschafft hat, wären aber nicht verkehrt gewesen.
Ich begleite die Band und ihr Werk nun schon seit dem allerersten Album und habe deshalb natürlich viele Neuerungen erlebt, die mich mal positiv aber auch mal negativ gestimmt haben. Jetzt klingt es ein wenig nach Stillstand, was natürlich auch nicht immer schlecht sein muss. Ist es ja auch beileibe nicht, aber ein richtiges Highlight ist es dann auch wieder nicht. Ich würde 7 von 10 Punkten vergeben, aber da hier nur eine 5er Wertung möglich ist, tendiere ich eher zu 3 Sternen als zu Vieren.
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4,2 von 5 Sternen
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