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Kundenrezension

am 30. Dezember 2007
Das vorliegende Werk von Kent Beck ist ein Katalog von Implementation Patterns, d.h. ein Katalog von häufigen Entscheidungen, die Programmierer mehr oder weniger tagtäglich treffen müssen (siehe auch Implementation Patterns - deutscher Sondereinband 978-3827326447).
Das Buch basiert indes im Wesentlichen auf einer (alt-bekannten) Annahme: In der SW-Entwicklung gibt es nur eine Konstante, nämlich sich ändernde Anforderungen. An dieser Stelle setzen die Implementation Patterns an. Da sich die Anforderungen häufig ändern, muss der Code problemlos modifizierbar sein. Eine Modifikation des Codes ist insbesondere dann (einfach) möglich, wenn der Code leicht verständlich und "kommunikativ" ist.

Die Grundidee hinter den Implementation Patterns hört sich also sehr gut an. Die "Patterns" werden dabei meist auf ca. 1-2 Seiten beschrieben und sind thematisch gegliedert in die Bereiche (Kapitel): Class, State, Behaviour, Methods, Collections und Evolving Frameworks.
Allerdings musste ich beim Lesen des Buchs leider feststellen, dass es sich bei den Patterns größtenteils lediglich um altbekannte Vorschläge/Praktiken handelt oder in manchen Fällen sogar nichtmals um Vorschläge, sondern lediglich um Abhandlungen zu bestimmten Konstrukten der Programmiersprache Java (an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass zur Demonstration einiger Patterns die Programmiersprache Java verwendet wird. Einige Patterns sind aber auch allgemeingültig und unabhängig auf andere Sprachen anwendbar).
Ein Pattern handelt beispielsweise von der variablen Parameterübergabe. Allerdings wird durch das Pattern lediglich vermittelt, dass es die variable Parameterübergabe gibt. Weiterhin wird auch beschrieben, dass es möglich ist innere und anonyme innere Klassen zu verwenden. Dies sind nur einige wenige Beispiele.
Da es sich bei dem Buch allerdings um kein "Lehrbuch für Java" handelt, in dem einem die Grundlagen der Programmiersprache vermittelt werden, habe ich diese Patterns als unnötig und überflüssig empfunden. Insbesondere wurde dort nicht näher betrachtet inwiefern diese Konstrukte die Lesbarkeit beeinflussen oder welche Vorteile/Nachteile der Einsatz dieser Konstrukte hat.

Ferner beinhalten einige andere Patterns bekannte Empfehlungen wie:
- Programmiere gegen eine Schnittstelle, nicht gegen eine Implementierung
- Achte bei der Wahl eines Variablen/Methoden/Klassennamens auf einen aussagekräftigen Namen
- Setze Vererbung nur dort ein wo es sinnvoll ist
- Achte auf Code-Duplikate und kapsele entsprechend mehrfach vorkommende Logik in einer separaten Methode
- etc. pp.

Alles wichtige und brauchbare Empfehlungen, aber leider auch "kalter Kaffee".
An manchen Stellen des Buchs hat Kent Beck auf seine Erfahrungen aus JUnit etc. verwiesen und versucht entsprechend die Relevanz eines Patterns zu veranschaulichen. Von diesen Beispielen hätte ich mir im Buch mehr gewünscht. Gerade jemand wie Kent Beck hätte aus diesem Buch mit Sicherheit mehr machen können. Zudem wären an manchen Stellen größere Beispiele sicher angebracht gewesen.

Ich möchte das Buch aber nicht einfach nur "schlecht machen". Einige vorgestellte Patterns sind durchaus brauchbar. Insbesondere regt das Buch zum Nachdenken über bestimmte Themen an, stets mit der Frage im Hinterkopf: Wie kann ich den Code verständlich machen.
Zudem ließ sich das Buch sehr gut lesen. Dies lag unter anderem an dem gewohnten Schreibstil von Kent Beck und an den jeweils kurzen Kapiteln bzw. Pattern-Beschreibungen.

Alles in allem konnte ich aus diesem Buch leider keine neuen Erkenntnisse ziehen. Einige Patterns erschienen mir überflüssig und die restlichen haben lediglich bekanntes wiederholt. Für einen Programmieranfänger der mit den Themen noch nicht so vertraut ist kann es vielleicht brauchbar sein, für erfahrenere Programmierer nicht. Letztlich erhält das Buch deswegen auch nur 2 Sterne. Der Programmieranfänger der gerade erst mit einer Sprache anfängt gehört eig. nicht zu der typischen Zielgruppe für dieses Buch.
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