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Kundenrezension

am 17. September 2013
Nach nun ca. einem Jahr Nutzung und mehreren Tausend Bildern möchte ich meine Erfahrungen mit dem (ehemaligem) Olympus Flaggschiff teilen, auch wenn vielen Olympus-Nutzern diese Erkenntnisse weniger Schmecken mögen. Es ist schlicht nicht alles Gold, was die Marketingabteilung versucht für uns glänzen zu lassen.

Positiv möchte ich den Sensor hervorheben. Das Rauschverhalten ist für diese Größe sehr gut. Zu meiner EOS 50D habe ich (gefühlt) eine ISO-Stufe gewonnen, von der Dynamik ganz zu schweigen. Auch im Vergleich mit etlichen anderen, auch neueren, APS-C Kameras ist die Bildqualität mindestens auf Augenhöhe, wenn nicht gar überlegen.

Auch gefällt das Volumen: in meiner Bereitschaftstasche fand vorher besagte EOS 50D und ein Objektiv Platz. Jetzt bekomme ich die OM-D, min. 2 Objektive inkl. GeLi und das kleine Blitzgerät in die gleiche Tasche hinein.

Die Bedienung sticht im Vergleich weder positiv noch negativ zu meiner Canon heraus. Beide haben ihre Vorzüge.

Warum die 3 Sterne?

Der gelobte Autofokus und der elektronische Sucher können mich nicht überzeugen.

Bei Tageslicht mag die Kombi noch gut sein. Die Auslöseverzögerung ist sehr gering und das Sucherbild ausreichend hell.

Bei schlechten Lichtbedingungen und insbesondere bei diffuserem Licht sieht die Sache schon anders aus:
Viele werden hier Argumentieren, dass der Käufer sich bewusst sein muss, dass die OM-D ein Kontrastautofokus besitzt und dieser technisch bedingt ein paar Einschränkungen aufweist. Hierzu folgendes Beispiel: Bei einer Iglu-Übernachtung auf der Zugspitze habe ich versucht eine Schneefigur mit dem Sigma f/2.8 30mm abzulichten. Das automatische Fokussieren geriet zum Geduldsspiel und der Fokus fing an zu pumpen und fand sein Ziel schlicht und einfach nicht. Andere Besucher des besagtem Schneehauses haben mit Kompaktkameras (des unteren Preisniveaus) auf den Auslöser gedrückt und ihr Bild bekommen. Das ist aus meiner Sicht eine bittere Pille, meine 50er hätte hier nur müde gelächelt (wenn sie könnte). Das Autofokushilfslicht half auch nicht, immer noch Pumpen. Nun gut dachte ich: Fokussiere ich eben manuell. Das wurde auch wieder nix. Der elektronische Sucher zeigte mir nur ein verrauschtes Bild.

Von diesem Beispiel habe ich leider mehrere zu bieten, einige auch bei Tageslicht.

Zum Sucherbild sei noch erwähnt, dass dieses sich regelmäßig auch als zu dunkel erweist, so dass die Komposition regelmäßig nach der Aufnahme des Bildes, also bei der Bildkontrolle, stattfindet.

Ein weiterer Schwachpunkt ist der kontinuierliche Autofokusbetrieb. Dieser ist kaum zu gebrauchen. Kleinste Bewegungen bringen den Autofokus aus dem Konzept und lassen alles, nur nicht das eigentliche Objekt fokussiert.

Weg vom Autofokus und dem Sucher sollte noch die "Eigenheit" der größeren Schärfentiefe erwähnt werden. Die erhöhte Schärfentiefe des relativ kleinen Sensors lässt weniger Potential zum Freistellen des Objektes zu. Im Vergleich zu meiner EOS 6D fällt mir dies regelmäßig auf (Porträtaufnahmen gefallen mir hier etwas besser). Dies sei aber nur als Hinweis für Käufer erwähnt.

Daneben gefallen mir zwei weitere Eigenschaften nicht:
1. Tele- und Reisezooms: Leider haben bis jetzt alle mFT Reisezoom- Objektive irgendwelche Ungereimtheiten. Gekauft habe ich die OM-D mit dem 12-50mm. Topp ist hier der Makromodus am Objektiv, schlecht hingegen die Blende von 6,3 am langen Ende. Die 14-4Xmm Zooms sind was die Bildqualität angeht nur Standardware, was bleibt ist, bis zum Auftreten des Olympus 12-40mm f/2.8, nur das Panasonic 12-35mm: Der Preis ist hier aber gesalzen und die Leistung für diesen Preis nicht gerechtfertigt.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Telezooms. Olympus sollte hier nachbessern.

2. Fernsteuerbarkeit: Zwar bietet die OM-D einen schwenkbaren (guten!) Bildschirm und eine Fernbedienung ist beim Fotodealer erwerbbar, aber eine richtige Software zum Fernsteuern der Kamera via PC ist von Olympus nicht verfügbar. Canon bietet hier wesentlich mehr und ich weiß, dass frühere Olympus FT- Kameras eine solche Software geboten hatten. Warum wird diese nicht für die OM-D angepasst?! Schade, auch in diesem Punkt konnte die OM-D nicht punkten. Makros mache ich also auch weiterhin mit meiner 50er oder nun mit meiner 6er.

In der Summe bleibt für mich, dass die OM-D genau das kann, was die schönen Marketing-Bilder von Olympus zeigen: Eine Kamera für Landschaften, Porträt, Architektur und wenn ich wenig Gewicht herumschleppen möchte. Für alles andere wie Tieraufnahmen, Sport, wenig Licht, Makros oder Bewegungen im Bild im Allgemeinen ist die OM-D aus meiner Sicht nur zweite Wahl.
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