Sale Hier klicken Jetzt informieren Spring Deal Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic BundesligaLive

Customer Review

on May 29, 2014
Wenn Sie auf der Suche nach einem Buch sind, das mehr vermittelt als eine Wiederholung des bereits recht umfangreichen D800-Handbuchs - ein Buch, dass echte Kniffe zeigt und Sie zu einem besseren Fotografen mit der D800 machen, dann kann ich das 'Profibuch' nicht empfehlen. Im Gegenteil, es sollte in 'Einsteigerbuch Nikon D800/D800E' umbenannt werden.

Das Grundproblem - leider ist es nicht viel mehr als eine Wiederholung des Handbuchs, gespickt mit ein paar Werbeseiten zu Nikon-Objektiven und einem extrem kurzen Teil zum 'besser fotografieren', der nun wirklich extrem oberflächlich die typischen Motive (Landschaft, Portrait, Architektur) erläutert, dabei aber keinerlei Tiefgang bietet - jede Ausgabe einer guten Fotozeitung vermittelt mehr Kniffe als dieses Buch.

Einige Kritikpunkte im Detail (und es gibt noch deutlich mehr zu kritisieren):
- In vielen Fällen geht das Buch kaum über das hinaus, was in der Anleitung bereits steht. So wird das Menü Eintrag für Eintrag abgearbeitet und es werden lediglich ein paar wenige Sätze verloren. Leider wird dagegen kaum mit Beispielen oder gar Fotos dokumentiert, was die Einstellungen bewirken oder wozu man diese benutzen könnte. Im Gegenteil, für ein Fotobuch gibt es sehr wenige (und oftmals nicht sonderlich gelungene Fotos), die in einigen Fällen nur schlecht visualisieren, was der Autor zeigen möchte, bspw. die Änderung des Rauschens und der Texturauflösung, die man nur sehr schwierig auf den Fotos erkennen kann.
- Allgemein gilt, dass das Buch in weiten Teilen lediglich Schritt für Schritt die Tasten, Räder, Wahlschalter und die Menüs erklärt, es fehlt aber ein wirklicher Versuch, die vielen Funktionen in einen logischen Zusammenhang zu bringen, nach dem Motto 'wenn Sie einen wirklich perfekten Sonnenuntergang am Strand fotografieren möchten, dann müssen Sie folgende Funktionen aktivieren, dann empfiehlt sich diese und jene Belichtung, Blende, Filter etc.' - aber solche Fallbeispiele sind nur sehr selten zu finden und nehmen meist nur die gerade beschriebene Funktion in Bezug, jedoch nicht die gesamte Kamera. Es gleicht daher sehr einem Handbuch und nicht etwa einem Ratgeber.
- Auch sind nur in vll. 25% der Fälle wirkliche Empfehlungen (und noch viel seltener fundierte Empfehlungen, bei denen der Autor erklärt, warum er dies empfiehlt) für die Einstellungen vorhanden. So gibt es bspw. nur sehr wenige und oberflächliche Beispiele, welcher AF-Modus für welche Situation ideal ist, auch dort fehlen in den meisten Fällen zudem aussagekräftige Fotos. Wenn man schon die Einstellungen Punkt für Punkt durchgeht, dann würde man sich mehr Empfehlungen und Tricks erhoffen.
- Teilweise (bspw. bei den Einstellungen für Belichtung und Schärfe) werden einzelne Passagen mit einem Kurztext eingeleitet und sodann der exakt selbe Inhalt mit ein paar Füllwörtern und in etwas anderer Wortfolge als Langtext erneut geschrieben, ohne jegliche Informationen hinzuzufügen.
- Grundsätzlich sind die Einführungen in Belichtungszeiten, Blende, ISO etc. sehr oberflächlich, als ob es für Anfänger geschrieben wäre. Nur welcher Anfänger kauft eine D800? Muss man wirklich die Grundlagen schildern (wie beeinflusst die Blende die Tiefenschärfe, wie die Blende die Belichtungszeit und umgekehrt)
- Ein wirklicher Reinfall ist das letzte Kapitel, das dazu anleiten soll, besser zu fotografieren. Die Tipps sind oberflächlich gehalten, in der Regel ohne begleitende Fotos (es sind ein paar wenige Fotos vorhanden, aber auch hier gilt, dass diese teilweise nicht einmal das visualisieren, was gezeigt werden soll, so sind bspw. die Fotos zu den stürzenden Linien sehr schwach). Da leistet jede Fotozeitschrift mehr!

Ein wirklich großes Problem ist zudem, dass der Autor nur selten zwischen JPEG-Fotogafen und RAW-Fotografen unterscheidet. Eigentlich sollte man davon ausgehen dürfen, dass in der D800-Klasse in der Regel mit RAW fotografiert wird, da fragt man sich dann, warum der Autor viel Wert darauf legt, zu erklären, wie ein perfektes JPEG mit In-Camera-Methoden zu erreichen ist. Für mich und sicherlich die meisten D800-Nutzer wäre es viel interessanter zu erfahren, welche Einstellungen für ein gutes RAW-Foto nötig sind, damit man dann im RAW-Converter das Maximum rausholen kann. Das beschreibt er kurz bei Farbraum und Bit-Tiefe, doch bei den allermeisten Funktionsbeschreibungen wird nicht zwischen beiden Formaten differenziert - dabei gibt es bekanntlich durchaus Unterschiede, bspw. was die optimale Belichtung zwischen einem fertigen JPEG und einem idealen RAW angeht.

Kurzum, das Buch liest sich, als ob es für die Nikon D3100 geschrieben wäre, selber ein Nutzer der 5xxx-Serie (und erst Recht die der 7xxx-Serie) dürfte das Buch bereits zu einfach gestrickt sein. Und es sei nochmals erwähnt, das Buch ist für Nutzer, die über 2000 Euro für eine D800 bezahlt haben, wer fängt mit solch einer Kamera seine Amateurkarriere an? Und warum heißt das Buch Profibuch, wenn es die Grundlagen erklärt?
11 comment| 7 people found this helpful. Was this review helpful to you? Report abuse| Permalink
What's this?

What are product links?

In the text of your review, you can link directly to any product offered on Amazon.com. To insert a product link, follow these steps:
1. Find the product you want to reference on Amazon.com
2. Copy the web address of the product
3. Click Insert product link
4. Paste the web address in the box
5. Click Select
6. Selecting the item displayed will insert text that looks like this: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. When your review is displayed on Amazon.com, this text will be transformed into a hyperlink, like so:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

You are limited to 10 product links in your review, and your link text may not be longer than 256 characters.


Product Details

4.0 out of 5 stars
8
€35.36+ €3.00 shipping