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Kundenrezension

am 8. Februar 2011
"Todeshunger" von David Moody ist die Fortsetzung von "Im Wahn" und markiert somit den mittleren Band der "Hasser-Trilogie". Die Prämisse dieser Reihe ist schnell erzählt:

Ein Phänomen lässt scheinbar normale Menschen zu sog. "Hassern" werden, die zunächst blind im Wahn alle angreifen, die nicht so sind "wie sie", egal ob es sich um Partner, Freunde oder gar die eigenen Kinder handelt. Ein erbitterter Krieg zwischen Hassern und "Unveränderten" beginnt, bei der die Hasser an Wildheit und Kampfkraft überlegen sind, während die "Unveränderten" verschanzt in Städten die Überzahl und Technik auf ihrer Seite haben. Ein Miteinander scheint unmöglich, der Krieg wird erst beendet sein, wenn eine Partei vom Angesicht der Erde getilgt ist.

Auch der zweite Band wird aus der Sicht von Danny McCoyne, einem Hasser, erzählt. Danny ist auf der Suche nach seiner Tochter Ellis, die ebenfalls ein Hasser ist. Anders als im Vorgänger wechselt hier auch ab und zu die Perspektive und beleuchtet das Schicksal von Mark Tillotsen, der als Unveränderter im Ghetto der Flüchtlingslager lebt.

Wieder gelingt es Moody, mit seinem Schreibstil und der eher ungewöhnlichen "Ich"-Perspektive (in Dannys Abschnitten) eine Verbindung zur Hauptfigur aufzubauen. Anders als im Vorgänger jedoch ist Danny mittlerweile jemand, in den ich mich nur noch sehr schwer hineinversetzen kann.
Leider macht Moody im zweiten Teil einige Dinge deutlich schwächer, als er es zuvor getan hat. Es gibt eine gewisse Inkonsistenz, die ein Einfühlen in die skizzierte Welt erschwert. Während im vorherigen Roman zwar (etwas halbgar) die Motivation der Hasser noch differenzierter und "freundlicher" dargelegt wurde, scheint Moody das mnun irgendwie vergessen zu haben. Mittlerweile beherrschen nicht mehr panische Todesangst und der unheimlich-irrationale Drang zur "Notwehr" den Wahnsinn der Hasser, sondern anscheinend sind alle einfach nur noch geil auf's Töten.
Außerdem begegnet einem in "Todeshunger" die schon im Vorgänger auftretende Redundanz viel öfter: Ständig wiederholt sich Danny in seinen Gedanken, ("ich will sie alle töten, aber ich muss mich beherrschen" etc..) bis man ihm unwillkürlich zurufen will "Ist ja gut, ich hab's kapiert!". Was zuvor noch erträglich war, empfinde ich hier an manchen Stellen richtig störend und penetrant.
Und um die gröbsten Kritikpunkte zu komplettieren: Gerade gegen Ende hin wird wirklich übertrieben viel gemetzelt, und zwar so weit, dass es für den Fortlauf der Geschichte schon keinen großen Wert mehr hat. In diesen Phasen des Romans fühlt man sich wie im Schlachthaus, was sicherlich nicht mein Geschmack ist.

Angesichts dieser Aspekte war ich zur Hälfte des Buches wild entschlossen, "nur" eine 3/5 zu geben (Weil der Rest nach wie vor sehr gut geschrieben ist). Allerdings hat mich dann die zweite Hälfte des Buches wieder versöhnt: Obwohl Moody nicht mal ein halbes dutzend Charaktere wirklich "verwendet", nimmt einen die zweite Hälfte des Buches richtig mit. Man hofft und bangt tatsächlich wieder mit Danny, man ist wirklich gespannt darauf wie es ausgeht und hier entwickelt sich das Buch zum Pageturner. Es entwickelt sich tatsächlich mal wieder eine gewisse Tiefe, gerade als der innere Konflikt des Hassers Dannys auflodert.

Wie zuvor ist auch "Todeshunger" dann wieder mit einem ordentlichen Cliffhanger zu Ende und man wird auf's nächste Buch vertröstet. Auch hier möchte ich noch meine Frage im Bezug auf "Im Wahn" erneuern: Beide Bücher der Trilogie sind mit etwa 300 bzw 350 Seiten vergleichsweise kurz geraten. Wozu Moody das dann doch noch stückelt, weiß ich nicht.

Unter dem Strich ist "Todeshunger" trotz Inkonsistenzen und anderer Hakeleien ein würdiger Nachfolger von "Im Wahn", und wer wissen möchte, wie es im Kampf "Hasser vs. Unveränderte" weitergeht, kann und sollte ohne Bedenken zugreifen. "Todeshunger" eignet sich jedoch nicht als "alleinstehendes Werk", daher empfehle ich unbedingt, "Im Wahn" vorran zu schieben. Wer also genug Geduld hat, eine bisher unvollendete Trilogie anzugehen, findet hier ein relativ kurzes aber ebenso unterhaltsames Thriller/Endzeit/Horror-Werk.
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