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Kundenrezension

am 12. Februar 2014
"Der Hof", das neuste Werk von Simon Beckett, fällt durchwachsen aus, da die Geschichte kaum in Fahrt kommt und über weite Strecken keine Spannung erzeugt. Die Idee an sich erinnert an "Misery": Ein Mensch in Not wird aufgenommen und gepflegt, doch alsbald kommen Wutausbrüche, Ablehnung oder Gewalt zum Tragen, das Martyrium des Protagonisten scheint erst zu beginnen. Zwar wendet sich die Handlung von dieser ersten Erwartung auch wieder ab, verpasst es jedoch spannende Elemente lebhaft zu integrieren.

Sean, der zuvor dem Leser namenlos seine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, trifft auf dem Hof auf Arnaud, den tyrannischen Hausherren, in dessen Falle er trat, ebenso wie auf seine beiden Töchter. Strenge regiert den Hof und das bekommt auch der unerwünschte Besucher zu spüren. Aus der misslichen Lage heraus, dass er seinen Fuß kaum belasten kann, muss Sean einige Zeit auf dem Anwesen verbringen und sich nützlich machen, damit er Kost und Logis erhält. An den Ort gefesselt, quält er sich die ersten Tage ausgiebig mit seiner Vergangenheit, ehe er dem "dunklen und tödlichen" Geheimnis überhaupt näher kommt. Beckett verwendet viel Zeit und damit viele Zeilen auf die Darlegung von Seans innerem Zustand. Die drückende Gedankenwelt dominiert die erste Hälfte des Werkes so sehr, dass der vielversprechende Klappentext zu diesem Zeitpunkt beinahe vergessen ist.

Wer eine packende Geschichte in Richtung "David Hunter" oder etwas Thriller-Feeling erwartet, wird bitter enttäuscht. "Der Hof" verrennt sich in kleinen Anspielungen mit viel Deskription, bisweilen todlangweilig. Zwar ist das Verhalten der Charaktere untereinander interessant erzählt, aber mehr auch nicht. Der düstere Part wird erst auf den letzten Seiten mit einigen Wendungen beinahe belanglos aufgeklärt und wirkt, wie große Teile des Werkes, lustlos. Bei den wenigen handelnden Protagonisten ist es für den Leser auch nicht sonderlich schwer den groben Handlungsverlauf vorherzusagen, die passenden Hinweise sind unübersehbar in die Geschichte integriert. Da hilft es auch wenig, dass Beckett die Handlung in zwei Richtungen aufbaut. Streng genommen ist nämlich nur die Hälfte des Buches dem titelgebenden Hof geschuldet, die andere Hälfte - immer brav kapitelweise abwechselnd erzählt - zeigt der Autor Seans Weg dorthin, seine alten Freunde, seine Beziehung, die Taten bis zur Flucht. Hintergrundwissen kann eine Geschichte zum Leben erwecken, aber die Handlung in Frankreich ist beinahe so wie die Substanz der beschriebenen Häuser: klapprig, verwittert und öde.

Kurzum: "Der Hof" ist ein Werk ohne Spannung mit sehr zähen Abschnitten, in denen es kaum vorangeht. Der Klappentext verspricht mehr als die Geschichte je hergibt. Der lang erwartete Beckett überzeugt nicht.
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