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Kundenrezension

am 14. Juli 2013
Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Rezensionsseiten von CDs auf Amazon in erster Linien Fanveranstaltungen sind, bei denen negative Meinungen oft mit beleidigten Kommentaren der Fans versehen werden. Insofern ist mir klar, wie die Reaktionen auf meine Rezension ausfallen werden.

Man wird mir vorwerfen, ich habe die Scheibe nicht oft genug oder gar nicht gehört. Ich habe sie nach dem Kauf (im Fahrwasser von "13") 1x durchgehört, und für diese Rezension stellenweise nachgehört, und das war schon schwer genug. Black Sabbath waren und sind eine der ganz wenigen harten Gruppen, die ich überhaupt je mochte, die Klassiker von 1970-76 hörte ich viele, viele Male.

Dehumanizer klingt leider selten nach Black Sabbath. R.J. Dios Stimme mag "gut" gewesen sein, aber für mich klingt sie mit ihrem leicht aufgerauhten Timbre und v.a. dem ständigen Nerv- Vibrato einfach wie so viele Hard Rock Stimmen, stimmgewordenes Klischee langmähnliger Poser, die breitbeinig auf der Bühne stehen und ihre Mugge machen. Vor allem viel mehr Hard Rock als Heavy Metal. Da mögen die Texte noch so bemüht sein, das Böse zu beschwören.
Sicherlich, das Eingangsriff von "Letters from Earth" (als eines von wenigen Beispielen) klingt schon irgendwie nach BS, aber die Lyrics gehen gar nicht: "it's a cold world, and I'm in the middle, caught in the in between" usw.), das sind Lyrics- Versuche aus der dritten Liga und klingt wie jede x-beliebige Hard- Rock- Formation auf einem Open- Air- Wiesen- Festival. Noch übler wird es auf "Master of insanity" (your freedom is gone, (...) but if you're strong you survive, you got to hold on..."): da reibt man sich verwundert die Augen/ Ohren: haben "Black Sabbath" das gerade wirklich gesungen? Aua! Man höre sich zum Vergleich die Zeitlupen- lyrics von "End of Beginning" an (im Opening), die klingen im Vergleich hierzu wie eine Offenbarung an Tiefsinigkeit.

Leider driften auch die Gitarrensoli auf Dehumanizer arg oft in die abgedroschensten ("blondmähnigen") Hard- Rock- Klischees ab (z.B. am Ende von "letters from earth"). Auch das Songwriting ist genauso mies, wie es der Amazon- Rezensent sagt. Der Refrain von "Master of insanity" klingt abgegriffen und glatt, das findet schon fast meine Mama nett.

Recht viel mehr will ich dann auch nicht mehr schreiben. Alles, was Black Sabbath unverwechselbar und deshalb so einzigartig machte und zum Glück nun wieder macht, fehlt hier fast völlig. Und das erste Riff von "13" weht diesen Plunder (und alle anderen mäßigen oder schlechten BS- Scheiben der letzten 30 Jahre) mit wenigen Tönen in den Gulli des Vergessens. Gut so.

Jetzt schiebe ich lieber wieder "13" in den Player und raste grinsend aus. "Dehumanizer" schiebe ich in die gelbe Tonne und führe es dem wohl verdienten Recycling zu.
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4,1 von 5 Sternen
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