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Kundenrezension

am 12. August 2006
Anathema haben noch nie zwei mal dasselbe Album aufgenommen und doch ist man von "A Natural Disaster" zunächst sehr überrascht und weiß es nicht wirklich einzuordnen. Beim ersten Hören erscheint vieles seltsam und ungewohnt, doch zwei Höhepunkte lassen sich sofort festmachen und dienen zugleich als Bindeglied, um nach mehrmaligem Hören das Album in seiner Gesamtheit ins Herz zu schließen: Zum einen das straighte, agressive "Pulled under at 2000 m/s", ein Song, wie man ihn seit "Eternity"-Zeiten nicht mehr gehört hat, in dem sich Sänger Vincent Cavanagh bis zu einem seiner

legendären Verzweiflungschreie hineinsteigert. Zum anderen die Gänsehautgarantie "Flying" mit wunderschönem Harmoniegesang und floydischen Gitarren im Stil des letzten Albums "A Fine Day To Exit". Die anderen Songs erschließen sich aufgrund ihrer gewundenen Melodien und den vielen elektronischen Spielereien, die sich heuer in den Anathema-Sound eingliedern, erst nach mehrmaligem Hören. Ein düsterer Song, wie der komplett von verzerrten, "kid A"-mäßigen repetitiven Vocals getragene "Closer", gewinnt mit jedem hören mehr und enthüllt versteckter seine Schönheit als die älteren Anathema-Klassiker. "Are You There?" ist nostalgisch und fast schon schmerzhaft still, verstärkt durch die sanften Vocals von Gitarrist Danny Cavanagh, der auch im völlig überraschenden puren Trip Hop Song "A Natural Disaster" Gastsängerin Lee Douglas gesanglich unterstützt und die coldplay-artige kurze melancholische ballade "electricity" singt, also viel häufiger als auf früheren Alben gesanglich präsent ist. Der 10-minütige instrumentale Schlusssong verwirrt durch einen plötzlich das meditative Klavierthema ablöseden Blastbeat-Part, der black-metallische Härte- und Schnelligkeitsgrade erreicht, bevor er genauso plötzlich abklingt und wieder dem Klavierthema Platz macht, das- vermengt mit soundscape-artigen Synthie-Spielereien- das Album ruhig und versöhnlich ausklingen lässt. Anathema bleiben eine Ausnahme-Band, selbst wenn sie nunmehr nicht mehr sofort emotional zu berühren wissen, sondern über Umwege den Weg in die Seele des Zuhörers finden.
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