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Kundenrezension

am 1. Juni 2012
Und auch "Die Brücke -Transit in den Tod" hat mir wieder mal gezeigt, das Skandinavien derzeit der Hit-Lieferant Nr.1 für Krimis im TV-Format ist. Ähnlich wie bei Sarah Lund war ich anfangs dennoch sehr skeptisch, vorallem auf Grund der auf den ersten Blick für mich zu langen Laufzeit von 10(!) Stunden.
Aber ich kann es vorwegnehmen, es lohnte sich absolut dranzubleiben, ansonsten hätte ich wohl eines der absoluten Krimi-Highlights 2012 , dessen Geschichte bis auf leichte, aber verzeihbare Hänger in der Mitte, durchweg spannend und vorallem brutalrealistisch bis zum Schluß bleibt, so wie ich es mir mal von einer deutschen Produktion wünschen würde, verpaßt.
Es ist ja fast schon ein Gemeinplatz, dass man im Krimi-Genre die besten Gesellschaftsportraits zu sehen bekommt, die schärfsten Analysen von Ungerechtigkeiten und Einblicke in die Mißstände, die die Welt ins Ungleichgewicht bringen. Man sieht da zwar freilich auch viel Schrott und moralisierende Sülze, leider auch aus Deutschland, aber "Die Brücke - Transit in den Tod" ist, trotz des für mich reißerischen und unpassenden Untertitels, überhaupt kein Fall für den Komposthaufen, sondern ein leuchtendes Beispiel für skandinavisch kühle Mordszenarien in ganz eigener Tönung.
Da ist allein schon das Ermittlerpaar, stets ja das Herzstück solcher Versuche und hier ein wahres Vergnügen. Weil die allererste Leiche genau in der Mitte der Öresund-Brücke gefunden wird - also auf der Grenze zwischen Dänemark und Schweden -, müssen zwei Ermittler zusammenarbeiten, denen das so gar nicht naheliegt. Der Däne Martin Rohde ist eher ein Gemütsmensch, impulsiv und emotional, seine schwedische Kollegin Saga Noren (grandios: Sofia Helin) hingegen balanciert auf der Grenze zum Asperger-Syndrom und Autismus: intellektuell brillant, aber sozial, um mich mal vorsichtig auszudrücken: unbeholfen.
Soziale Konventionen und Regeln sind ihr weitgehend fremd, selbst zutief Persönliches regelt sie schon mal per Zuruf durchs Großraumbüro.
Die hochgradig aufgeladenen Situationen, die sie dadurch produziert, sind dann aber auch die einzigen komischen Entlastungen, die man als Zuschauer bekommt:
Ansonsten mordet sich hier ein Serientäter mit einer vorgeblich sozialen Botschaft durch die zehn Folgen (Fünf Doppelfolgen, so wie das ZDF sie ausstrahlte) und am Rande wird noch das eine oder andere grausame Nebenthema abgehandelt. Dabei geht es um Geschlechterpolitik, Gerechtigkeit, Obdachlosigkeit und schmierige Journalisten, um gewaltätige Polizisten und Rassismus. Das hört sich jetzt für den ein oder anderen ein bischen viel und eine Menge Holz an, aber ich kann aus meiner Sicht nur sagen, das es trotzdem deshalb zu keiner Zeit auch nur ein bischen sperrig wird.
Im Vergleich zu dieser Top-Serie ist die zugehörige DVD dagegen eine leider kleine Enttäuschung, die mein insgesamt positives Gesamtbild aber trotzdem nicht schmälern soll, da die Serie wirklich zum Besten gehört, was das Krimi-Genre in letzter Zeit herausgebracht hat. Die Bilder wirken meistens doch zu sehr dumpf und kontrastlos, irgendwie passen sie aber auch wieder zu diesem zutiefst tristen und spröden, nordländischen Charme, der auch immer ein bischen depressiv wirkt. Ein bischen mehr Mühe hätte man sich von Seiten des ZDF aber trotzdem geben können, zumal es auch von Extras nicht gerade sprudelt. Da Abzug, aber dennoch insgesamt knappe 5 Sterne für eine absolut, sehenswerte Top-Prodktion, die mir mal wieder eins vor Augen geführt hat: Die Skandinavier habens in Sachen Krimi voll drauf !
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