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Kundenrezension

am 6. Juni 2010
Die Nikon D700 ist eine großartige Kamera. Die Papierform ist bestechend: Dank Vollformatsensor sei sie bei 12 MP unglaublich lichtstark, bis 3200 ISO könnte man sie fast blind verwenden, darüber hinaus müsse man aufpassen. Dann kann man seine alten Objektive wieder wie gewohnt verwenden. Robust sei sie, extrem flexibel und konfigurierbar, also praktisch eine D3 im kleineren Gehäuse....

Sie ist leider auch eine teure Kamera.

Deshalb dauerte der Entscheidungsprozess bei mir fast zwei Jahre, bis ich mich endlich entscheiden konnte, sie zu kaufen. Als D200 Besitzer und Available Light Fan fand ich die Aussagen zur High ISO Performance elektrisierend. Auf der anderen Seite fotografiere ich dann doch nicht so viel mit hohen ISO Werten. Dann hatte ich mir zu allem Überfluss noch die Panasonic GF1 angeschafft, die mich mit Ihrer Kompaktheit und ihrer super Bildqualität beeindruckte.

Anfang des Jahres (Weihnachtsgeld...) schlug ich dann im Impulskauf zu... Anschliessend fragte ich mich, ob das jetzt wirklich notwendig war, nachdem ich ja schon zwei wirklich sehr gute Kameras hatte...

Die Antwort gab der Frühjahrsurlaub, mit 50/1,8, 28-105/3.5-4,5, 70-300 VR und Tokina 12-24 ATX (oh ja, ein DX Objektiv) im Gepäck.

Bei normalen Motive mit normaler Beleuchtung bringt die D700 natürlich keinen wesentlichen Vorteil gegenüber D300, D200 oder D90.

Wo die D700 jedoch brillierte, waren Motive mit sehr hohem Kontrast, wo die Lichter auf den ersten Blick total weg waren, oder andererseits, die Schatten. Die Details die man aus den Lichtern in den RAWs noch herausholen konnte, waren schlicht und ergreifend umwerfend.

Die High Iso Qualitäten in der Nacht waren wie erhofft. Mit dem 50/1,8er war die Kamera souverän im Bereich zwischen ISO 200 und 3200 unterwegs und die Bilder sahen blitzsauber aus. Wenn ich mich da an meine alten Film-Zeiten zurückerinnere, wo ISO 400 Filme schon ziemlich Korn zeigten und Filme ab ISO 800 (Damals DIN 30) Filme echte Spezialitäten waren, dann ist das im wahrsten Sinne ein Unterschied wie Tag und Nacht,

Die eigentliche Offenbarung kam aber mit einem Tagesausflug, bei dem es etwas dunkler war als erwartet, und wo ich noch dazu ziemlich viel im Wald unterwegs war. Ich hatte während der Aufnahmen nur auf Blende und Verschlusszeit geachtet und sah alles im grünen Bereich. Abends erst stellte ich fest, das es tatsächlich so schummrig war, dass die Kamera die Empfindlichkeit über Auto ISO teilweise auf ISO 5000 hochgezogen hatte. Und den Aufnahmen sah man das wirklich nicht an. Scharf, klar, kein Rauschen, dass einem ins Auge fallen würde. Was ich hierbei mit dem Holzhammer lernte, war das diese Kamera einem Aufnahmen in Situationen ermöglicht, die vorher schlicht und ergreifend unmöglich waren.

Eine weitere Erfahrung war, dass nicht nur die neuen, sondern auch die "alten" Objektive aus den 80er und 90er in der Tat einwandfrei funktionieren. Das 28-105/3,5-4,5: Scharf, kontrastreich und gut zu handhaben. Das 70-300 VR (dies natürlich ein neues Design) : Wie zu erwarten sehr gut.
Das Tokina 12-24 (für DX) war ein Experiment auf Basis einiger Statements in Foren. Es kann in der Tat im Bereich zwischen 20 und 24 mm ohne Vignettierung am FX Format genutzt werden, und die Bildqualität ist dafür dass das Objektiv nur DX scharfzeichnen soll, auch an den Rändern okay. Nicht Brillant, aber okay.

Das 50/1,8er hat meine Liebe zu den Festbrennweiten wieder entflammt. Mit ihm ist die D700 recht kompakt und "leicht" (dazu gleich mehr), und gut zu handhaben. Im Vergleich zum 50er wird einem auch schmerzhaft bewusst, wie schwer man so an seinem typischen Fuhrpark aus Zooms (Weitwinkel, Normal, Tele) zu tragen hat. Deshalb war eine meiner Entscheidungen nach dem Urlaub, mir ein 24/2,8er zuzulegen und dieses in der Kombo mit dem 50er und dem 70-300er zu verwenden. Vielleicht kehre ich irgendwann zum Klassischen Trio aus Weitwinkel, Normal und Tele Festbrennweite zurück. Die D700 legt das nahe.

Das Handling der D700 ist gut. Persönlich finde ich die Möglichkeit, einen künstlichen Horizont im Sucher anzeigen zu lassen, sehr praktisch, da ich Kameras auf Teufel komm raus nicht gerade halten kann.
Die Anpassbarkeit an eigene Vorlieben ist ausgezeichnet. Man kann wirklich alles und jedes irgendwie konfigurieren.
Das Gewicht der Kamera in Verbindung mit den Proportionen ist aus meiner Sicht jedoch zu hoch. Während die D200 in dem Bereich perfekt ist (liegt genau richtig in der Hand, fühlt sich gewichtsmäßig genau richtig an), ist die D700 einen kleinen Tick zu schwer und ist durch ihre etwas weniger ausmodellierte Form nicht ganz so gut zu halten. Klingt harmlos, ist im täglichen Leben aber doch störend.

Trotzdem habe ich meine D700 liebgewonnen. Sie ist robust, die Bildqualität ist auch in Extremsituationen wirklich gut. 12 MP ist aus meiner Sicht der "Sweet Spot" bezüglich der Kameraauflösung: Ich habe Aufnahmen meiner alten D200 auf 50*70 ausbelichten lassen, und schon diese sehen fantastisch aus. Ob einen 18 oder 24 MP als Hobbyfotograf wirklch weiterbringen, muss jeder für sich entscheiden. Für mich sind 12 MP genau richtig.

Zusammengefasst ist die Nikon D700 eine wirklich tolle Kamera aufgrund ihrer High ISO Fähigkeiten und der Möglichkeit viele "unrettbare" Aufnahmen doch noch zu retten. Sie ist aber auch sehr teuer. Deshalb würde ich jedem Interessenten raten, die bisherigen Aufnahmen und die Motive, die er photographieren will, dahingehend zu analysieren, ob es die D700 dafür wirklich braucht, oder ob die D300s oder D90 (das wäre meine Wahl im DX Bereich gewesen) zur Erreichung der Ziele auch ausreicht.
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