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Kundenrezension

am 16. Mai 2014
Schon bei der Sternevergabe habe ich überlegt, ob mir "The Book Thief" drei oder vier Sterne wert ist und mich für schwache vier Sterne entschieden. Dieses Buch enthält viele gute Stellen, aber auch einige Ärgernisse.

Ich habe die Filmplakate zur aktuellen Verfilmung des Stoffs gesehen und bin auf den Roman neugierig geworden. Es geht um ein zu Beginn der Geschichte 9-jähriges Mädchen, dass in der Nazi-Zeit bei Pflegeeltern aufwächst. Hin und wieder stiehlt sie Bücher, da ihr Bücher viel bedeuten.

Vieles an der Geschichte ist gelungen: Es gibt witzige Stellen, z.B. wenn die rabiate bayrische Pflegemutter zur Höchstform aufläuft, es gibt viel Rührendes, z.B. die freundschaftliche Beziehung zwischen Liesel und dem in einem Versteck lebenden Juden Max, es gibt viel Nachdenkliches, da immer wieder thematisiert wird, wie schön und hässlich die menschliche Gattung zugleich sein kann, es gibt interessante geschichtliche Einblicke, man erlebt die Bombardierung von Molching hautnah mit und bekommt eine Vorstellung davon, wie sich so eine Situation angefühlt haben muss.

Einiges jedoch ist an dem Roman sehr nervig: Die Art, wie die Geschichte erzählt wird, mit diesen vielen kleinen hübschen Unterkapiteln und Absätzen, mit den Zeichnungen und ach so liebevollen Geschichten in der Geschichte, nervt. Das ist mir zu aufdringlich, aus jedem dieser Kapitelchen schreit mir entgegen "Ich bin eine wunderschöne, märchenhafte Geschichte". Ich sag mal so: eine gut erzählte Geschichte hat derlei Schnickschnack und Verspieltheit nicht nötig.

Außerdem finde ich die Rolle des Tods, der die Geschichte erzählt, und die Tatsache, dass Liesel eine Bücherdiebin ist, nicht konsequent genug umgesetzt. Man fragt sich beim Lesen, wofür das nun so wichtig ist. Die Geschichte hätte genausogut ein anonymer auktorialer Erzähler darlegen können, es war unnötig, den Tod zu nehmen, man erfährt letztlich nicht viel Neues über ihn.

Und dass Liesel immer mal ein Buch klaut - mei! Sie wird im Buch immer wieder als perfekte Meisterdiebin gezeichnet, das finde ich doch sehr hoch gegriffen dafür, dass sie gelegentlich mal eins mitnimmt, oft auch nur wo eine Gelegenheit Diebe macht. Auch hier erschließt sich mir nicht zur Gänze, warum das nun Dreh- und Angelpunkt des Romans sein soll.

Ich hatte erst gedacht, die Bücherdiebin würde Bücher vor der Bücherverbrennung retten, das hätte ich spannend gefunden, so ist es aber nicht. Es gibt eine Bücherverbrennung im Buch, aber auch die wird nur in einer Szene abgefrühstückt. Hier zeigt sich eine andere Schwäche des Buchs: Es gibt sehr viele verschiedene Personen, Schauplätze, Zeiten, Ereignisse, die oft nur eingeblendet und wieder ausgeblendet werden. Es entsteht keine Tiefe.

"The Book Thief" ist ein leicht zu lesender Unterhaltungsroman mit zu viel verspielten Elementen, aber auch vielen Stellen, die nachdenklich stimmen.
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