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Kundenrezension

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Kurz"geschichten von King: nicht schlecht!, 23. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Nachts (Taschenbuch)
Stephen King gehört zu den wenigen Schriftstellern, die auch während einer groß angekündigten "Schreibpause" noch dickleibige Bücher produzieren. Offenbar muß es ihm in den Jahren 1987 bis 1989 manchmal ein wenig langweilig geworden sein - immerhin entstanden vier Novellen, die zu dem Buch "Four Past Midnight" zusammengefaßt wurden. Der deutsche Leser durfte zur Weihnachten die ersten beiden dieser Erzählungen unter dem Titel "Langoliers" erwerben.
In seinen reichlich vorhandenen Vorworten richtet King einige persönliche Worte an seine Leser. Er erläutert, warum er Geschichten schreibt (..."aus den ernsthaftesten Gründen: Liebe, Geld, Besessenheit", Seite 241), wie er auf die Ideen zu diesen Erzählungen gekommen ist und was seiner Meinung nach dahintersteckt.
"Der Bibliothekspolizist" erzählt die Geschichte von Sam Peebles, einem Versicherungs- und Grundstücksmakler. Sam wird von einem Freund gebeten, einen Vortrag im hiesigen Rotary-Club zu halten. Er solle von etwas reden, von dem er etwas versteht, vielleicht Leute übers Ohr zu hauen, haha... nein... , wie wäre es mit dem Unternehmertum in Kleinstädten? Sam klingt das unverfänglich und langweilig genug und macht sich an die Arbeit. Seine Schreibhilfe findet die Rede etwas trocken und schickt Sam in die hiesige Bibliothek, wo er sich ein paar Bücher mit auflockernden Sprüchen und Bonmots ausleihen soll (und manch einer wünscht sich jetzt, der Rezensent wäre ihm gefolgt...).
Etwas unbehaglich fühlt sich Sam Peebles schon, als er das alte, abschreckend wirkende Gemäuer der Stadtbibliothek betritt. Es scheint verlassen zu sein, gefangen in einer staubigen Düsternis. Sam wird auch nicht wohler, als er die Kinderabteilung betritt; unfreundliche Plakate an den Wänden scheinen die Bälger verscheucht zu haben. Poster, welche die Kleinen eher verschrecken, als sie zum Ausleihen von Büchern zu animieren, wecken düstere Erinnerungen in ihm, Erinnerungen, die aber nicht ganz bis an die Oberfläche durchdringen. Denn plötzlich steht die Bibliothekarin, Ardelia Lortz, vor ihm. Hinter ihrer freundlichen und konservativen Fassade, vor allem aber hinter ihren silbern glänzenden Augen, vermutet Sam böses. Mrs. Lortz sucht ihm zwei Nachschlagewerke aus ihem Fundus, füllt eine Leihkarte aus und ermahnt ihn, die Bücher in einer Woche zurückzubringen. Nicht in einer Woche und zwei Tagen, nicht in zwei Wochen, in EINER. Sonst käme der Bibliothekspolizist, scherzt sie, in Anspielung auf eines der Bilder an der Wand der Kinderabteilung. Sam hat aber nicht das Gefühl, daß sie Spaß gemacht hat.
Die Bücher erweisen sich als Fundgrube. Sam Peebles wird für kurze Zeit zum gefeierten Redner. Seine Geschäfte laufen auf einmal glänzend. Erst als er eine Nachricht von Frau Lortz auf dem Anrufbeantworter findet, stellt er fest, daß er vergessen hat, die Bücher abzugeben.
"Wo hatte ich sie noch gleich hingelegt?" denkt er und Stunden später hat er sein ganzes Haus durchsucht - vergeblich! Ver-DAMMT! Schließlich muß sich Sam Peebles eingestehen, daß er die Bücher wohl in die Kiste mit Altpapier gelegt hat - und die ist leider schon abgeholt worden.
Als sich Sam zur Biblithek aufmacht, um den Schaden zu bezahlen, fängt sein eigentlicher Alptraum erst an: das kürzlich noch so kalte Gemäuer macht schon von außen einen wesentlich freundlichen Eindruck. Drinnen scheint es vollkommen umgebaut zu sein. Und eine Ardelia Lortz kennt man dort nicht.
Diese ist nämlich seit über zwanzig Jahren tot. Aber sie möchte unbedingt ihre Bücher wiederhaben - und nicht nur die...
Das klingt wie eine ganz normale Gruselgeschichte, was? Das ist sie auch. Abgesehen von ihrer Vorhersagbarkeit ist sie jedoch solide und spannend erzählt. King gefällt es erneut, zu schildern, wie seine Protagonisten langsam in den Wahnsinn abdriften. Manche schaffen die Kurve, mache fliegen in hohem Bogen raus - und manche kommen wieder. Und WIE die wiederkommen!
"Zeitraffer" ist die zweite Geschichte betitelt. Auch hier singt Stephen King den Kleinstadtblues. Aber er ist der einzige Bluessänger, der dabei Witze macht! Die Story spielt in Castle Rock und bildet den Mittelteil der von King so benannten "Castle-Rock-Triologie", welche aus "Stark - The Dark Half", dem vorliegenden "Zeitraffer" und "Needful Things" besteht.
Kevin Delevan bekommt zu seinem fünfzehnten Geburtstag genau das, was er sich gewünscht hatte: eine Sun 660 Polaroidkamera. Stolz fotografiert er seine Familie, die aufgeregt darauf wartet, daß sich das kleine schwarze Quadrat zu einem hübschen Gruppenbild entwickelt. Aber auf dem Foto ist etwas anderes - etwas GANZ anderes. Kevin probiert es noch einmal, doch das Ergebnis ist das gleiche. Er hat einen Hund vor einem Lattenzaun auf dem Bild, einen völlig unbekannten Hund vor einem noch unbekannteren Lattenzaun. Kevin beschließt, daß sich ein Fachmann der Kamera annehmen soll. In Castle Rock zählt Pop Merrill zu den richtigen Leuten für solche etwas merkwürdigen Dinge; Pop ist Andenkenhändler, Geldverleiher, Trödelverkäufer und Bastler in einer Person. Merrill läßt sich nicht anmerken, daß er von der Kamera fasziniert ist. Er läßt Kevin im Laufe der nächsten drei Tage in gewissen zeitlichen Abständen Fotos machen , Fotos, auf denen immer nur der Hund zu sehen ist. Als Pop diese Bilder auf Video überspielen läßt und den Film abspielt, ist plötzlich eine Bewegung zu erkennen. Der Hund dreht sich dem Betrachter, dem Fotografen, zu. Und es ist kein sehr freundlicher Ausdruck in der Fratze des Hundes zu entdecken. WENN man überhaupt von einem Hund sprechen kann! Kevin beschließt, die Kamera mit einem Vorschlaghammer zu zerstören, um diesem Spuk ein Ende zu machen. Pop jedoch gelingt es, diese zuvor gegen eine völlig normale einzutauschen. Was Kevin am meisten Angst gemacht hat, war die Tatsache, daß der "Hund" anstatt einer Marke eine winzige Kravatte getragen hat - genau jene, die er von seiner Tante zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte - und genau jene, die seitdem, verschwunden war.
Pop versucht in den folgenden Tagen, die Kamera an Freunde des Okkulten zu verkaufen, doch diese lehnen, als sie die Hundefotos sehen, dankend ab. Inzwischen hat der Hund schon fast zum Sprung angesetzt... Dann überschlagen sich die Ereignisse.
Dies ist eine tolle Geschichte. Ich sage das, weil sie mit wirklich angst gemacht hat. Daneben ist sie zudem äußerst spannend erzählt und meisterhaft ausgeführt: Stephen King spannt seine Leser zum Teil seiten- und kapitelweise auf die Folter, bevor er neue erschreckende Details verrät. Aus der an sich öden Idee einer spukenden Kamera macht er einen wahren Reißer, der tatsächlich einen alten Hund hinter dem Ofen vorlocken kann. Und WAS für einen Hund!
Gelungenes Lesefutter, nicht nur für Horrorfans!
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