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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 9. Februar 2010
Zum letzten Mal gibt sich der Mann in Schwarz - wenn auch posthum - die Ehre. Das Album "American VI: Ain't no Grave" wird am 26. Februar erscheinen und den Abschluss der American-Recordings-Reihe bilden. In seinen letzten Aufnahmen blickt Cash zurück auf sein Leben und zieht einen Schlussstrich.

Die letzten Bilder, die man von Johnny Cash kennt, sind schwarz-weiß. Sie zeigen einen alten, vom Leben gezeichneten Mann, dem die Arbeit an seinen letzten Alben sichtlich schwer fällt. Immer wieder müssen die Produktionen der CDs "American IV: The Man comes around" und "American V: A hundred Highways" aufgrund des Gesundheitszustandes des Sängers abgebrochen werden. Der Produzent Rick Rubin erinnert sich, wie seine Assistentin ihm eine Nachricht zukommen ließ, dass Cash ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sofort flog er nach Nashville, um sich nach seinem alten Freund zu erkundigen: "Mich überraschte sein Tatendrang. Wir wussten beide, dass wir nicht mehr viel Zeit haben und John befürchtete, dass diese Aufnahmen seine letzten sein könnten." Cash erlebte die Veröffentlichung von American V nicht mehr.

Der sechste Teil der Serie "Ain't no Grave" erscheint am 26. Februar, also jenem Tag, an dem Cash seinen 78. Geburtstag gefeiert hätte. Das Album wird bei dem Label American/Lost Highway veröffentlicht und bildet den Abschluss einer langen Reise, die 1994 begann. Zusammen mit Rick Rubin nahm Cash damals in seinem Wohnzimmer eine Reihe klassischer Country-Songs von unter anderem Tom Waits, Leonard Cohen, Kris Kristofferson und natürlich auch Eigenkompositionen auf. Den minimalistischen, nur auf die Gitarre und die eindringliche Stimme von Cash reduzierten Tracks war anfänglich nur wenig Erfolg prophezeit. Doch bereits nach der Veröffentlichung überschlugen sich die Kritiker und nannten die CD seine beste Veröffentlichung seit den 60er Jahren. Das Album gewann einen Grammy Award und erreichte Platinstatus.

Die Serie erreichte ihren Höhepunkt im Jahr 2000 mit der Veröffentlichung von "American III: Solitary Man". Cash coverte auf intime Art Hits wie "One" von U2, "The Mercy Seat" von Nick Cave oder das Traditional "Wayfaring Stranger". Die Kombination der unterschiedlichen Klangbilder auf diesem Album zeichnet einen Abriss von Cashs Leben und beleuchtet Facetten des Country-Sängers und Songschreibers, die bisher nur selten zu sehen waren. Bezeichnend für dieses Album sind die Duette "Fields of Diamonds" mit seiner Frau June, "I'm Leaving now" mit Merle Haggard und "I won't back down" sowie der Titel-Song "Solitary Man" mit Tom Petty. Die Songs zeugen von Demut und Lebensfreude, resultierend aus Cashs abnehmendem Gesundheitszustand, aber auch von tiefer Dankbarkeit. Der Sänger reflektiert das Leben und dessen Herausforderungen und genau an diesem Punkt knüpft das neue Album an.

"American VI: Ain't no Grave" ist ein zutiefst spirituelles Album. Jeder Song handelt vom schweren Weg des Lebens, den jeder gehen müsse, so Rubin, der auch dieses Album produziert hat. Die insgesamt zehn Songs stammen alle aus den Sessions zum fünften Teil der Serie und wurden in seinem eigenen "Blockhütten-Studio", dem Cash Cabin Studio in Henderson, Tennessee oder aber in der Akademie Mathematique of Philosophical Sound Research in Los Angeles aufgenommen. Die Songs sind wie eine abschließende Biographie, die das Leben des Country-Sängers Revue passieren lassen und behandeln schmerzlich Intime Themen wie Verlustängste und den für Cash unerlässlichen Glauben an Gott. So präsentiert er auf diesem Album Interpretationen wie "Redemption Day" von Sheryl Crow, "For The Good Times" von Kris Kirstofferson, Tom Paxtons "Can't Help But Wonder Where I'm Bound", Bob Nolans "Cool Water", "Last Night I Had The Strangest Dream" von Ed McCurdy, "Satisfied Mind" von J.H. "Red" Hayes und Jack Rhodes, das bereits auf dem Kill Bill 2 Soundtrack zu hören war. Den Abschluss bilden der weltbekannte Abschiedssong "Aloha Oe" der letzten Hawaiianischen Königin Lili'uokalani sowie die bis dato unveröffentlichte Eigenkomposition "I Corinthians 15:55". Dieses enorme Song- und Klangspektrum ist ein persönliches Statement von Johnny Cash und zum Teil gezeichnet durch den Verlust seiner Frau June, die 2003 an den Folgen einer Herzklappenoperation starb.

Trotz des schmerzlichen Verlustes blieb Cash zu der Zeit in seinem Glauben unerschüttert und arbeitete weiter am neuen Album. "Johnny sagte, dass die Aufnahmen der Hauptgrund waren, warum er überhaupt noch am Leben war. Ich glaube, dass er einzig und allein für die Musik weitergelebt hat", sagte Rubin 2006 in einem Interview.

"Well there ain't no grave / Can hold my body down" heißt es im Titel-Song des Albums. Als hätte Cash schon damals gewusst, dass er durch die Songs noch lange nach seinem Tod weiterleben würde. Rubin blickt angesichts der Veröffentlichung des letzten Cash-Albums auf seine Zeit mit der Country-Legende zurück und sagt, die Zeit mit ihm sei die glücklichste und schönste in seinem Leben gewesen.
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