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Kundenrezension

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wirklich großes Album mit Symptomen der Doppel-Album-Krankheit, 18. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: The River (Audio CD)
Man sollte sich einem Über-Album, und das ist "The river" ohne jeden Zweifel, natürlich mit dem gebührenden Respekt nähern. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, existieren bereits 19 Rezensionen zu diesem Album und ausnahmslos alle erteilen Springsteens Werk des Jahres 1980 volle fünf Sterne. Diese Einigkeit ist außergewöhnlich!
Und nun soll ausgerechnet ich der erste sein, der nicht die Höchstwertung abgibt? Ich, der oftmals von Lesern angeschrieben wird, weil ich Alben mit fünf Sternen versehe über die sich die Hälfte der Fangemeinde entrüstet mit Knüppeln hermacht, weil Künstler x etwas völlig anderes abgeliefert hat, als erwartet, erhofft, ersehnt wurde.

Nun, als ich den trauten Einklang der Bewertungen hier sah, kam ich zugegeben ins grübeln, ob ich mich nur irgendwie verhört habe, oder die Platte nur immer im falschen Moment komplett durchhörte, verschob das Schreiben, um "The river" doch noch einmal in Ruhe bewusst auf mich wirken zu lassen. (Anm. Ich mach mir gerade den Spaß und höre, auf der Zielgeraden zum im März erscheinenden neuen Album "Wrecking ball", alle Springsteen-Alben chronologisch durch, geh also seinen Entwicklungspfaden nach) Nun, steinigt mich nicht, bei aller Bewunderung für Springsteen, bleibe ich bei vier Sternen für "The river", was ja nun auch kein vernichtendes Urteil ist.

Wenn man zum Vergleich die vorherige LP "Darkness on the edge of town" hört, im Wissen, dass bei dieser Produktion damals genug hervorragendes Material für ein Doppel-Album vorhanden war (ohne das typische Krankheitsbild, dass um zwei Platten zu füllen, Songs mit auf dem Album landen, die man auch hätte bleiben lassen können) und dennoch nur ein allgemein übliches Einzel-Album mit zehn Titeln erschien, fragt man sich, warum dann jetzt zwei Jahre später, wo absolut ausreichend großartige Songs für ein wunderbares Album existierten, aber eben nicht für zwei Platten, die Idee eines Doppel-Albums umgesetzt wurde.

"The river" hat mit dem Titelsong und "Hungry heart" zwei gigantische Welthits im Set, damit kann "Darkness..." nicht dienen, beide völlig unterschiedlich geartet, beide zurecht Klassiker und beliebte Songs auch bei Gelegenheits-Hören, die nun nicht zwingend alles von Springsteen im Schrank haben wollen. Der Song "The river" ist auch unabhängig vom Welthit-Status eine der zehn schönsten Balladen, die Springsteen je geschrieben hat. Und "Hungry heart" Party-Rock im besten Sinne, der Song macht einfach Spaß, immer wieder.

Und keineswegs ist mit diesen beiden Nummern der Teil des Albums erschöpft, der zwischen großartig und genial pendelt. Gerade die kraftvollen Rocksongs "Ramrod", "Two hearts" und "Out in the street" tauchen seit inzwischen über dreißig Jahren auffällig häufig in den Set-Listen von Springsteens Konzerten auf - und das nicht grundlos. Diese Nummern zünden einfach. Und in der Balladen-Fraktion, findet man auf "The river" unschätzbar wertvolle Perlen, kitschfreie echte Emotion, die zum Zuhören zwingt. "Point black", "Drive all night", "Independance day" und der oben schon erwähnte Titelsong sind Balladen für die Ewigkeit, ganz große Kunst! Und auch im Feld dazwischen, keine Balladen, aber eben auch nicht voll auf die zwölf, sind mit "Wreck on the highway" und vor allem "The price you pay" Songs ins Album integriert, die alles aufweisen, was man an Springsteen bewundert. Eine packende, ungestelzte Story, eingängige aber nicht einfallslose Melodik, kraftvoll umgesetzt.

Nun lobe ich hier zeilenlang vor mich hin und sollte nun doch sachte mal begründen, warum ich diesem grundsätzlichen Meisterwerk einen Stern abziehe.
Das Album startet (vielleicht ja nur in meinen Ohren) denkbar unglücklich mit gleich drei Songs, die ich als Symptome der Doppel-Album-Krankheit ausmachen würde. Nun gehe ich durchaus selbstkritisch davon aus, dass es an meiner individuellen Wahrnehmung liegt, was soll's.
Für mich sind "The ties that bind", "Sherry darling" und "Jackson cage" in jeder Hinsicht typische Füllsongs, nicht schlimm, nicht peinlich, aber auch alles andere als irgendwie beeindruckend, wichtig oder auch nur gut. Wenn ein Album so startet, ist natürlich schon der erste Kratzer im Lack, ärgerlich. Alle drei und auch Titel 14 "I'm a rocker" hätte ich lieber auf der 1998 veröffentlichten Tracks-Box gesehen, wo Aussortiertes und Übriggebliebenes gebündelt wurde, obwohl da teilweise Songs auftauchen, wo man fragen möchte: Boss, warum hast du uns das solange vorenthalten?

Nun ja, dann gibt es da noch ein Lied. "I wanna merry you". Rührend, nicht wahr?
Mich würde zu sehr interessieren was Springsteen da geritten hat, diesen Song 1. zu schreiben 2. aufzunehmen und 3. auch noch zu veröffentlichen.
"Oh darlin' there's something happy and there's something sad, about wanting somebody oh so bad, I wear my love, darlin' , without shame, I'd be proud if you would wear my name - oh yeah little girl I wanna merry you, yes I do, little girl, I wanna merry you..."
Der Text eines Rocksongs muß sich nicht am Maßstab der Welt-Literatur messen, aber das geht gar nicht. Das ist schlimmste Schlager-Lyrik. Und damit die Nummer rund wird, inspirierte sich Springsteen wohl auch bei der damaligen ZDF-Hitparade. Das Ding ist auch melodisch ein Schlager! Sicherlich, verbrämt durch den Sound der E-Street-Band, aber die ganze Struktur des Liedes verweist eindeutig an die Kollegen Bernd Clüver und G.G.Anderson, denn beide hätten mit der Nummer (natürlich mit echten Keyboard-Geigen ausgarniert und pathologisch fixiertem Dauerlächeln) triumphale Erfolge auf Kaffeefahrten, Autohaus-Eröffnungen und Baumarkt-Jubiläen gefeiert.

Alles in allem aber ist "The river" natürlich ein großes Album und sollte in keiner Sammlung fehlen. Sorry about the missing star.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.06.2013, 15:17:14 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 25.06.2013, 15:19:26 GMT+2
Nun ja, Geschmäcker sind verschieden. Ich finde "The ties that bind" ziemlich gut und ganz besonders "Jackson cage" wirklich super, denn es besitzt eine sehr eingängige Melodie, kombiniert mit absolut fabelhaft-betontem Gesang. Der Titel hätte vom Stil her auch wunderbar auf "Born in the USA" gepasst. Leider ist die Soundqualität auf beiden Alben etwas dürftig, da fehlt es an Volumen und Bass.
Wie auch immer, ich gebe Ihnen Recht, dass es auf "The River" einige Lückenfüller gibt. Jedoch fällt mir kein Album vom Boss ein, auf dem es solche nicht gegeben hat. Bei den Alben nach dem wirklich starken "The Rising" kommt es mir leider so vor, als seien diese selbst ein einziger "Lückenfüller". Die neueren Scheiben wirken instrumentalisch überproduziert und soundtechnisch komprimiert. Das Entscheidende, nämlich wirklich ergreifende Melodien, unterstützt von den an den richtigen Stellen einsetzenden Begleitinstrumenten, ist für mich leider nicht mehr auszumachen. Dazu gesellt sich Bruce's Stimme, der ein wenig Dynamik und Saft abhanden gekommen sind. Habe gerade mal als Beispiel "Dancing in the dark" von der Barcelona-DVD gehört, welche ja auch schon 11 Jahre zurück liegt. Nun ja, musikalisch toll gespielt, aber warum der Boss diesen Hit nicht mehr aus einem flüssigen Guss durchsingt, sondern mittendrin Textzeilen auslässt oder gar ganze Strophen kurz unterbricht, um Luft zu holen... nun ja.

Ich denke, auch als Springsteen-Fan muss Kritik erlaubt sein.
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