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Kundenrezension

am 11. März 2013
Dieser "Lohengrin" war die erste Aufnahme dieser Oper, die ich kennen lernte und mir in den Neunziger Jahren zulegte. Waltraud Meier und Siegfried Jerusalem galten damals als DAS Wagner-Paar der Zeit (wenngleich sie hier dramaturgisch natürlich Antagonisten sind).
Meier ist für mich bis heute eine der besten, wenn nicht die beste Ortrud überhaupt. Mit ihrem Timbre vermag sie alle Seiten dieser Figur nuanciert darzustellen: die gleichsam dämonische, die sie mit den heidnischen Göttern verbindet, die erotische, mit der sie Telramund an sich bindet, sowie die intrigante, die sie zur treibenden Figur des dramatischen Geschehens macht. Es gibt kaum eine Sänger-Darstellerin, die diese Rolle so überzeugend interpretiert (ähnliches ließe sich im Übrigen über ihre Darstellung der Kundry sagen).
Die US-Amerikanerin Cheryl Studer war bereits vor ihrem Wagner-Debüt eine ausgewiesene Mozart-Interpretin, die in Wien ihre sängerische Ausbildung fortsetzte und sich dabei insbesondere dem Liedgesang zuwandte, was sich nicht zuletzt in ihren hervorragenden Deutschkenntnissen und ihrer nuancierten Diktion niederschlug. Ihre Elsa und ihre Elisabeth ("Tannhäuser") zählen zu den prägnantesten sowie berührendsten Darstellungen dieser Rollen.
Siegfried Jerusalem hat als Lohengrin sehr große Konkurrenz sowohl vor wie auch nach seiner Zeit. Seine Interpretation der Rolle ist eher dramatisch ausgelegt, er singt kraftvoll, muss in der Höhe bisweilen mit Lautstärke ausgleichen. Wer eine lyrischere Darstellung des Gralsritters bevorzugt, in der das zerbrechliche und melancholische Wesen der Figur stärker zum Tragen kommt, wird auf andere Aufnahmen zurückgreifen müssen.
Die weiteren männlichen Figuren (Friedrich von. Telramund, Heinrich der Vogler, Heerrufer) sind mit Hartmut Welker, Kurt Moll und Andreas Schmidt allesamt hervorragend besetzt.
Die Wiener Symphoniker bieten unter Claudio Abbados einfühlsamem Dirigat ihren gewohnt geschmeidigen Klang, die Tempi sind weder schleppend noch überhastet. Die Chöre, welche im „Lohengrin“ eine so herausragende Rolle spielen, fügen sich hervorragend in das Klangbild ein.

Fazit: Wer nicht unbedingt eine der in der Regel älteren Referenzaufnahmen (Keilberth, Kempe…) haben oder sich zumindest als Ergänzung zu solchen eine neuere Einspielung des Werkes zulegen möchte, wird mit diesem „Lohengrin“ einen guten Griff tun.
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