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Kundenrezension

am 22. März 2001
Hat die Welt denn schon einmal so etwas gehöret? Wohl kaum. Eine derartig fantastische Aufnahme, wie die neue Einspielung der Matthäuspassion von J.S.Bach unter Helmuth Rilling ist nichts anderes als ein Fest der barocken Musik. Neu ist, dass Helmuth Rilling nicht mehr auf alten, barocken Originalinstrumenten spielen ließ. Deshalb wurde er häufig von Musikwissenschaftlern kritisiert. Zwar ist dies ein Punkt, der nicht sein hätte müssen. Einen Bach auf modernen Instrumenten zu spielen, nur weil man ihn schon einige Male auf historischen Instrumenten eingespielt hatte, ist kein Argument. Dennoch bleibt diese Aufnahme, vorausgesetzt man ist kein Musikwissenschaftler mit absolutem Gehört (was selten vorkommt), eine fantastische historische Einspielung. Fantastisch sind primär die jungen Solisten. Hier sind besonders Michael Schade als Evangelist und Christiane Oelze als glänzender Sopran zu nennen. Michael Schade überzeugt mit seinem glänzend heroisch tragenden Tenor, der wohl keine Wünsche offen zu lassen scheint. Michael Schade ist wohl geboren für diese Rolle als Evangelist. So mancher "vor ihm" hatte mit der Evangelistenrolle seine gröbsten Probleme (hier sei Christoph Pregardien nicht ausgenommen). Christoph Pregardien mit Schade zu vergleichen wäre gleich einem Kabarett, obwohl Pregardien natürlich auch beachtliches geleistet hatte, aber nichts scheint Michael Schade zu erreichen. Er erzählt die Geschichte so interessant und packend, dass man es nicht wagen würde, eine Nummer der CD zu überspringen, weil man ständig das Gefühl hat, man würde etwas verpassen. Christiane Oelze sticht vor allem mit ihrem warmen Sopran-Timbre positivst hervor. Matthias Görne, ein Jesus, wie er im Buche steht, ein Schüler Dieskau's bringt diese Partie perfekt.Thomas Quasthoff leistet beachtliches, fügt sich dem wunderbaren Ensemble hinzu und singt mit warmer, einfühlsamer Stimme. Ingeborg Danz tanzt allerdings etwas aus der Reihe. Zwar besitzt sie eine wunderbare Stimme, die aber nicht "bach-tauglich" ist. Vergleicht man eine "Erbarme dich"-Arie mit einem Tölzer Knaben oder Michael Chance (J.E.Gardiner Aufnahme), so stellt man fest, dass Danz einfach nicht "heraus" kommt. Leider. Wäre eine schöne Stimme. Helmuth Rilling treibt die Gächinger Kantorei und das Bach-Collegium Stuttgart in einem zwar recht flotten Tempo voran, teilweise sogar schneller als die allseits beliebte, von Kritikern aber als zu schnell kritisierte, legendäre John Eliot Gardiner-Aufnahme. Der Chor brilliert auf dieser Aufname auch und mischt sich mit dem Orchester aufs Feinste. Dennoch kein Vergleich zu einem Monteverdi Choir. Dafür lebt diese Aufnahme von den fantastischen Solisten. kurzum: ein FEST!
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