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Kundenrezension

am 1. Februar 2014
Was soll das heißen, die ganze Eagles-Diskografie überflüssig machen? Das lässt sich am besten damit beantworten, was die Dillards von 1968 bis 1973 auf den Plattenmarkt warfen - vier große Alben, die kein Mensch kaufte, aber zum Besten gehörte, und bis heute gehört, was seinerzeit unter dem Begriff "Country-Rock" existierte, weil die Dillards außergewöhnliche vokale und songschreiberische Qualitäten hatten, ein Gefühl für erstklassige Covers und auch überdurchschnittlich begabt in instrumentaler Hinsicht waren. Und Power wie Charme hatten sie auch. Eine Schande und gewaltige Unverständlichkeit, wie eine solche Gruppe, ähnlich wie die Flying Burrito Brothers (die von 1968 bis 1972, bitte), beim breiten Publikum durchfallen konnte.
1972 starteten ein paar vergleichsweise eher mittelmässige Countryrocker mit gefälliger Musik, zweifelsohne guten, aber keineswegs sensationellen vokalen Qualitäten, hatten ein fähiges Management, und coverten einen Jackson Browne-Song wie "Take It Easy" so, dass er ein großer Hit werden musste, und mit der Karriere ging es steil bergauf. Ein paar Jahre später sollten die das "Hotel California" besingen, und die Welt kapierte nicht, dass das eine Hommage an den kalifonischen Obersatanisten Anton de la Vey war, und man kapierte es auch deshalb nicht, weil die Eagles als "Bubblegum-Version von Jackson Browne" (Lester Bangs, ein großer amerikanischer Musikjournalist, der die Eagles nicht ausstehen konnte) galten. Wie auch immer, musikalisch waren die Dillards immer das, was die Eagles werden hätten können und nie waren, aber erkannt hat es niemand.
Während die Eagles Dollarmillionen scheffelten, zogen sich die Dillards zurück, und tauchten erst in den späten Achtzigern wieder auf. Dieses Album wurde 1990 aufgenommen und veröffentlicht, produziert hatte es Herb Pedersen, der der Gruppe auf deren beiden ultimativen Alben "Wheatstraw Suite" und "Copperfields" angehört hatte. Die Dillards bestanden zu diesem Zeitpunkt aus ihren drei Stammmitgliedern Rodney Dillard, Dean Webb und Mitch Jayne, viertes Bandmitglied war Steve Cooley am Banjo und einigen Gitarren. Aufgenommen wurde in der alten Heimat Missouri, gemastered in L.A., und geboten wird 40 Minuten Country, Bluegrass, Rock und Pop von zeitloser Schönheit und Brillanz, in 12 Songs gegossen. Einen davon, nämlich "Close The Door Lightly", gab es bereits auf "Copperfields" anno 1970, was die Gruppe zur Neuaufnahme bewog, erscheint unverständlich, weil beide Versionen gleich gut sind. "Let It Fly" ist im Großen und Ganzen ein Coverversionenalbum, ganze drei der zwölf Songs stammen von Bandmitgliedern, aber es sind ausnahmslos erstklassige Kompositionen, die durch die grandiose Interpretation zu Juwelen werden, um nur "Ozark Nights" (von einem gewissen Jim Ratts) und "Big Ship" (Daniel Moore heißt hier der Autor) als zwei von mehreren Beispielen zu nennen, der soeben genannte Moore schrieb übrigens auch den Titelsong. Es war immer das besondere Talent der Dillards, aus einem Songs das Optimale herauszuholen, und so verwundert es nicht, dass ihre Version von Dylans "One Too Many Mornings" zu einem außergewöhnlichen Stück Musik gerät. Sollte es eines Tages Charts der besten Dylan-Covers geben, so würde dieser Track sicher eine Top Ten-Platzierung verdienen. Erwähnt muss noch die Schlussnummer "Wizard Of Song" werden, einer Eigenkomposition, wo die Gruppe sich selber und zugleich die Country-Radio-Szene auf die Schaufel nimmt.

1990 hörte man alles Mögliche, solche Musik aber am wenigsten. Was an der Brillanz dieser Platte aber nichts ändert, alleine schon, weil sie zeitloser und schöner ist als das Meiste, was damals im weiten Feld von Pop und Rock heraus kam, was sich ein Vierteljahrhundert später noch besser feststellen lässt als seinerzeit.
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