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Kundenrezension

am 7. Januar 2014
Mit Begeisterung habe ich dieses gut geschriebene Buch von vorn bis hinten in einem Rutsch durchgelesen. Weshalb dieses Frohlocken? Nunja, ich bin einer von denen, die ihrem Hund die eine oder andere oder sogar sehr viel Freiheit lassen und durch diese Lektüre wurde ich darin mehr als nur bestärkt. Mein Hund ist glücklich. Und ihrer?

Den Aufbau des Buches finde ich schlichtweg genial:
Jedes Kapitel wird unterteilt in
1) Behauptet wird ...
2) Fakt ist ...
3) Bedeutung für den Hundehalter

"Behauptet wird" irgendein Verhalten, das Wölfe anscheinend haben sollen oder eine angebliche Tatsache, wie man mit Hunden umgeht.

"Fakt ist" wie sich Wölfe aber tatsächlich verhalten (ermittelt durch jahrelange Beobachtungen von Wolfsfamilien).

Die "Bedeutung für den Hundehalter" ist dann die, dass der Hundehalter einigen üblen Irrtümern aufgelaufen ist, die durch die aktuellen Forschungs- und Beobachtungsergebnisse widerlegt werden. Man lernt, wie man das wölfisch miteinander Umgehen am eigenen Hund anwendet - und - erstaunlich, wie dies in angenehmer Weise vom Hund letztendlich aufgenommen wird!

Mein Hund (Collie-Mischling) darf auch mal vor mir durch die Tür gehen, ich muss da nicht immer das Alpha-Tier sein. Das Buch zeigt anhand zweier über Jahre beobachteter Wolfsrudel, warum: Auch dort dürfen Rangniedere gerne mal vorausgehen - äußerst praktisch für Ranghöhere. Bei hohem Schnee zum Beispiel tollen die einen voraus und der Alpha-Wolf kann bequem und unangestrengt in der ausgetretenen Spur hinten nachwandern.

Ich stupse meinen Hund manchmal an, wenn ich mit ihm spielen will und es wird bereitwillig aufgenommen - auch Wölfe tun dies. Wird mir das Spielen zu ruppig, reicht ein leichter Kniff in die Seite und mein Hund weiß, dass er sich etwas zurücknehmen muss.

Generell abgelehnt wird das Nackenschütteln, da es der Wolf nur bei einer Beute anwendet und nie bei Welpen zur Erziehung. Ich habe dieses Nackenschütteln schon mehrmals bei genervten Hundehaltern und ihren kleinen Hunden beobachtet und nur mildes Lächeln geerntet, als ich mich darüber mokierte. Genau solchen Leuten ist dieses Buch dringend zu empfehlen.

Viele Leute denken, man kann einem Hund nur über Leckerlis etwas beibringen. Tun dies Wölfe auch? Nein, da gibt's keine Leckerlis, aber ganz viel Anerkennung. Warum machen wir das nicht ebenfalls so? Natürlich müssen wir die Leckerlis nicht weglassen, aber oft tut es auch ein dickes Lob und Liebhaben, sanft über die Schnauze streicheln und der Hund weiß, dass er etwas gut gemacht hat.

Der Hund muss nicht immer einen Schritt hinter einem an der Leine laufen. Auch der Hund kann mit dem Spielen beginnen und als erster damit aufhören und nicht immer umgekehrt. Der Hund muss nicht warten, bis wir mit dem Essen fertig sind, und erst dann darf er an seinen Napf - er darf auch davor, parallel und mit uns fressen, denn wir sind sein Rudel und alle machen mit.

Haben Sie sich schon mal am Boden an Ihren Hund gekuschelt? Nein? Ich auch nicht. Aber ich habe es ausprobiert. Anfangs war er sichtlich irritiert, aber schon beim dritten Mal fand er das nur noch toll und so echt rudelmäßig ;-)

Wenn Sie mit ihrem Hund spazieren gehen und da steht plötzlich ein Gegenstand (Mülltonne), der vorher nicht da stand und der Hund beginnt zu Knurren - was tun sie? Wahrscheinlich werden Sie den Hund, entschuldigen Sie, zulabern ("ist ja gut, alles ist in Ordnung, komm wir gehen weiter, so ist's brav" usw.). Lassen wir das. Gehen wir einfach gleichmäßig weiter, sodass unser Hund sieht und fühlt: Mein Herrchen hat alles im Griff und uns kann nichts Angst machen. Und so wird auch der Hund lockerer. Ohne Worte können wir sogar zu dem Gegenstand hingehen und ihn anfassen. Kein "Guck mal, das ist doch nur eine Mülltonne" und "schau, schnüffel mal" - lassen wir das Gebrabbel einfach, sondern zeigen dem Hund durch unser Verhalten, dass wir den Überblick haben und alles ist gut.

Viele Hunde springen an ihrem Herrchen oder Frauchen gerne hoch und ebenso gerne wird dies von den meisten Hundehaltern in keinster Weise, auch nicht an einem selbst, toleriert. Doch was steckt wirklich dahinter? Dieses Buch erklärt uns das in einfacher Weise anhand einer Wolfsfamilie. Wir können das selbst auch ausprobieren: Springt der Hund an uns hoch, gehen wir sogleich langsam in die Knie. Schleckt der Hund daraufhin unser Gesicht ab, drückt er die pure Freude und das "Liebhaben" aus. Also darf er eigentlich schon an uns hochspringen. Man kann ihm recht einfach beibringen, dass er dies aber nur und ausschließlich bei Rudelmitgliedern tun darf, also nur innerhalb der Familie oder nur bei einer Person. Gehen wir jedoch in die Knie und der Hund springt weiter herum ohne zu lecken, sollte man ihm das Hochspringen generell abgewöhnen.

Kommt ein Fremdhund beim Gassigehen angerast, dann stelle ich mich vor meinen Hund und beschütze ihn - und zerre nicht wild mein Tier an der Leine an meine Seite. Das ist purer Stress für den Hund, denn er merkt sofort, dass auch wir Panik haben. Wer dazu nicht in der Lage ist (sich "bei Gefahr" schützend und vor allen Dingen ruhig vor seinen Hund zu stellen), sollte eigentlich keinen Hund halten.

Ich weiß, dass ich hier mit meiner Meinung sicher anecke. Aber genauso wird dieses Buch bei vielen anecken (wie man gut den genervten negativen Rezensionen hier entnehmen kann). Doch genau das ist der Zweck dieses Buches: Informieren, etwas Missbehagen erzeugen und gleichzeitig sofort freundliches Aufklären und eine leichte, aber feine Umerziehung des leider oft fehlinformierten Hundehalters. Und wenn man das mal kapiert hat und auch anwendet, versteht man endlich seinen Hund sehr viel besser - und umgekehrt der Hund seinen Menschen und ist restlos begeistert!

5 riesengroße, dicke Sterne!
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