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Kundenrezension

am 12. Mai 2014
Ich hatte mich echt gefreut auf diesen Roman, die Ankündigungen klangen alle super, die Idee interessant. In der Umsetzung allerdings tauchen diverse sehr nervige Dinge auf, die den Lesespaß trüben.

Zum einen ist es eine simple Action/Rachegeschichte. Irgendwelche neuen SciFi Ideen/Blickwinkel sucht man vergebens. Das Thema KI wird nur benutzt, nicht analysiert, hinterfragt oder interessant vorgeführt. Das Setting ist ein 08/15 Space Opera Setting, "Tee trinkende Römer im Weltall", möchte man sagen. Weder die Kultur noch die Charakterzeichnung konnten mich berühren oder überzeugen.

Geschildert wird ein jahrtausende alter Eroberungszug durch riesige Raumschiffe, die mit einer KI und hundertausenden Truppen aus toten (?) Soldaten ausgestattet sind. Diese Ancilla sind auf ungeklärte Weise ebenfalls uralt und bestehen meist aus ausgewählten Mitgliedern der eroberten Völker, die mit Cyberware erweitert werden und über den Tod hinaus als tiefgefrorene Soldaten ohne eigenen Willen dienen müssen.

Ich glaube, die Autorin hat sogar versucht diese Dinge (was macht KI mit einer Kultur, was ist das für eine Kultur, die jahrtausende lang Krieg führt) anzusprechen, aber es geht leider in teils merkwürdigen Dialogen und ein wenig Action-Story unter.

Natürlich werden dann auch mal die unausweichlichen Aliens erwähnt, die irgendwann und irgendwo mal die Einzigen waren, die den Eroberern die Stirn bieten konnten (alle anderen der tausenden Welten scheinen Menschen zu sein, nur eben verschiedene Völker/Kulturen). Und mehr hört man darüber nicht.

Dass die Geschichte quasi aus der Sicht eines der Kampfschiffe (bzw. der KI dieses Schiffs) erzählt wird, macht die meisten Probleme. Ich hatte nicht das Gefühl, dass hier eine KI spricht/denkt (zugegeben: es ist nicht mehr die vollständige KI sondern nur noch ein letztes kleines Fragment das übrig ist), zu viele emotionale und nicht logische Ansätze und Entscheidungen. Warum die Protagonistin z.B. einen halbtoten Soldaten durch das ganze Buch schleift, der sie nur Geld kostet, sie bestiehlt und betrügt, ihr kein einziges Mal bei irgend etwas hilft, bleibt ein Rätsel.

Technolgische Superwunder treffen auf primitivste Verhältnisse (Energiekörperrüstungen tragen, die einen Sturz aus 3km abfangen aber den ganzen Tag nur in Wasser aufgeweichtes Brot essen).

Warum tote Soldaten überhaupt essen müssen...und wie tot definiert ist, wenn sie doch atmen, essen, sterben können...alles ein Rätsel.

Ach ja, die "Rasse" der Protagonistin kennt keinen Unterschied bei den Geschlechtern, angeblich weil KIs Schwierigkeiten damit haben diese nach Außerlichkeiten korrekt zu erkennen. Schon klar, im Roman erkennen die KIs, bzw. die "Heldin" mehrmals mit einem kurzen Blick ob jemand lügt, nur anhand äußerlicher Merkmale (Hautfarbe, Körperhaltung, Augenzucken was weiß ich), aber das Geschlecht können sie nicht erkennen.... Eine schlechte Ausrede um in einem vermeintlich modernen postgender Stil schreiben zu können. War alles schon da, nur besser.

Insgesamt sind mir das zu viele und zu blasse Versatzstücke aus diversen Büchern, Filmen und der Geschichte zusammen geklaut und nicht gut genug zu etwas Neuem verarbeitet. Es sollen weitere Teile folgen (natürlich), ob ich die noch lese ist eher fraglich.

Zum totschlagen eines verregneten Wochenendes vielleicht ausreichend, für Viel-Leser von (Hard) Science Fiction ein Fehlgriff.
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