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Kundenrezension

am 4. März 2011
Alice Schwarzer (geboren 1942 in Wuppertal-Elberfeld) ist seit 1977 Verlegerin und Herausgeberin von "EMMA. Das politische Magazin für Frauen". Als Journalistin und Essayistin, ist sie eine der erfolgreichsten Buchautorinnen in Deutschland. Die "große Verschleierung" ist eine Sammlung von "EMMA" Beiträgen, die von unterschiedlichen Frauen zwischen 2000 und 2010 zum Thema "Islam" verfasst wurden.

Folgende Frauen kommen in kurzen Beiträgen zu Wort:
Elisabeth Badinter (Philosophin und Schriftstellerin), Djemila Benhabib (Algerische Reporterin in Kanada), Rita Breuer (Islamwissenschaftlerin und Volkswirtin), Cornelia Filter (freie Journalistin und Autorin), Necla Kelek (Autorin in Berlin), Chantal Louis (Redakteurin bei EMMA), Khalida Messaoudi-Toumi (Mathematikerin und Politikerin aus Algerien), Antonia Rados (TV- und Kriegsreporterin), Annette Ramelsberger (Reporterin in Bayern), Alice Schwarzer, Gabriele Venzky (Asienkorrespondentin und freie Autorin), Martina Zimmermann (internationale Korrespondentin und Reporterin).

Die Hauptaussage in fast allen Beiträgen ist, dass das Tragen von Burka und Schleier im Westen verboten werden sollte, weil es zu einer Verstärkung des fundamentalistischen Islams in Europa führt, insofern, dass es von wenigen fundamentalistischen Organisationen wie die "muslimische Jugend", die darauf aus sind, die Scharia im Westen durchzusetzen, als Machtinstrument bewusst eingesetzt wird: Zitat aus dem Buch:

"Erst seit dem Sieg des iranischen Gottesstaates im Jahr 1979 ist das Kopftuch das Symbol und die Flagge der Islamisten, des politisierten Islam, und hat in den 80er Jahren seinen Kreuzzug bis in das Herz von Europa angetreten."

Bereits in den 60er und 70er Jahren wurde in den arabischen Ländern das Tragen eines Schleiers aufgelockert mit der Einsicht, es passe nicht mehr zur aktuellen Gesellschaftsform:

"Auch das Straßenbild muslimischer Großstädte hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. In den 1960er und 1970er-Jahren war das Kopftuch von Kairo bis Kabul weitgehend verschwunden und westlicher Kleidung bis hin zum Minirock gewichen. Dabei waren die Menschen nicht etwa vom Glauben abgefallen, sondern sahen vielmehr das Kopftuch als Äußerlichkeit an, die im 20. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß und vor allem nicht wesentlich für ein gottgefälliges Leben sei."

Fast alle aus islamischen Familien stammenden Frauenrechtlerinnen und Politikerinnen wie Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und Seyran Ates sind der Meinung, dass es für Europa gefährlich werden kann, wenn man zulässt, dass islamische Frauen verschleiert bleiben, Mädchen in der Schule vom Turnunterricht befreit werden und an Schulausflügen nicht teilnehmen dürfen, mit der Begründung, Religion und Kultur anderer Länder zu respektieren und zu tolerieren.
Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man sich den kulturellen Gegebenheiten eines Landes anpassen sollte. Ich kann auch nicht nach Saudi Arabien fahren und erwarten, dass dort alle nach meiner Facon "tanzen".
Alice Schwarzer möchte durch dieses Buch die Bevölkerung über islamische Zielsetzungen aufklären und informieren. Für sie ist die Hauptbotschaft folgende:

"Das wahre Problem ist die systematische Unterwanderung unseres Bildungswesens und Rechtssystems mit dem Ziel der "Islamisierung" des Westens, im Klartext: die Einführung der Scharia mitten in Europa."

Ein weiteres großes Problem, das in diesem Buch zur Sprache kommt, ist, dass die westliche Welt, Europa und Amerika, sich als so genannte "Gutmenschen" titulieren, die die Kultur und Religion anderer tolerieren und nicht unterdrücken wollen - um nicht als rassistisch tituliert zu werden - andererseits aber mit islamischen Ländern Geschäfte machen, obwohl die Bevölkerung dort von den Geschäftemachern unterdrückt wird:

"Am 18. März 1962 wurde die Kolonie Algerien nach einem langen, blutigen Bürgerkrieg unabhängig. Die französischen Herren gingen, neue Herren kamen. Die Frauen, auch die, die unter Lebensgefahr die Freiheit mit erkämpft hatten, waren schnell wieder vergessen. Nach 30 Jahren sozialistischem Einparteiensystem griffen die islamischen Fundamentalisten nach der Macht. Generäle und Volk leisteten Widerstand - allen voran die Mathematiklehrerin Khalida Messaoudi, die mit ihrer Unerschrockenheit bald zur "Stimme Algeriens" wurde.
Über 100.000 Kinder, Frauen und Männer wurden in den 1990er Jahren von den selbst ernannten "Gotteskriegern" hingeschlachtet. Die Mörder sind meist so genannte "Afghanen", Fremde oder Algerier, die als Freischärler im Krieg gegen die Russen in Afghanistan das Töten gelernt hatten. Ausgebildet werden sie vom Iran, finanziert von Saudi-Arabien. Allein in Deutschland leben 20.000 deklarierte algerische Islamisten als politische Asylanten (weil sie in ihrer Heimat verfolgt werden). Darunter sind Mitglieder der verbotenen FIS (Islamische Heilsfront) ebenso wie Männer aus dem bewaffneten Kampf, die oft Hunderte von Morden auf dem Gewissen haben. Jahrelang hatte der algerische Staat vergeblich um Auskunft über den Aufenthalt der gesuchten Verbrecher gebeten. Deutschland verweigerte sie. Erst nach dem 11. September 2001 wurde der deutsche Staat gesprächig [...] Fundamentalistische Gruppen wie die Muslimbrüder in Ägypten wären ohne Zutun des Westens nicht entstanden. Dabei ging es und geht es immer noch um Öl, Geld und Macht."

Dass in Deutschland selbst eine Islam-Euphorie ausgebrochen ist, wird auch zur Sprache gebracht. Viele Deutsche konvertieren freiwillig zum Islam und das ist meiner Meinung nach Ironie des Schicksals. Seitdem Religion, besonders die christliche Religion im Westen nichts mehr zählt und der Mensch doch das Bedürfnis nach Richtlinien und Glauben hat, suchen sich Menschen andere Religionen. Ich glaube zwar nicht, wie es in diesem Buch befürchtet wird, dass der fundamentalistisch ausgeprägte Islam Europa überrollen wird, trotzdem finde ich es ziemlich pervers, wenn Frauen mit Stolz, Trotz und Ernst zu Trägerinnen von Burkas in Europa werden. Für mich persönlich ist es nur der Versuch, der westlichen Welt zu trotzen und sich einer Gemeinschaft anzuschließen um irgendwo dazu zu gehören. Ob die Gemeinschaft Islam, Arbeitsstelle, Kirche oder sonst wie heißt, ist den meisten egal. Es würde mich nicht wundern, wenn der Islam bald zu einer Modeerscheinung ausarten würde, dessen religiöse Befolgung der Vorschriften nichts mehr mit dem Inhalt und den Werten darin zu tun hätte, sondern einfach nur "cool" wäre. Natürlich trägt auch die einfache Informationsweitergabe und Propaganda durch das Internet dazu bei, dass Menschen viel leichter in eine Richtung beeinflusst werden, wie vor kurzem in den Revolutionen in den arabischen Ländern ersichtlich.
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