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Kundenrezension

Wenn man meint man kennt Johnny Cash schon ganz lange und nicht nur ein bisschen... - Wenn man seine Lieder kennt, und die Ahnung irgendwann Gewissheit wird, dass der Mann weiß, wovon er singt - Ja, dann kennt man schon ein ganz großes Stück Johnny Cash und hat sich auf die Weise ganz (wie von) alleine eine Biographie von Cashs Leben und Wirken geschaffen. Sehr viele von den authentischen Cash-Fans haben, sich solcherart ein Bild gemacht und mit vielen Cash Fans hat man als Cash Fan darum noch folgendes gemein: Man kennt den Kino-Erfolg "Walk The Line" nicht! Und wird diese Film-Biographie vermutlich sogar niemals (freiwillig) sehen wollen, weil man sich davor fürchtet, damit ein Stück persönliches Andenken an den großen Star zu zerstören.

Warum ich das so eindrücklich und ausufernd erläutere liegt einfach daran, dass diese Comic-Biographie von Reinhard Kleist in der Hinsicht keine Gefahr darstellt!

Das Bild des "Man in Black", der sämtliche Höhen und Tiefen des Business mitgemacht hat, wird hier auf knapp über 200 Seiten in schwarz und weiß und unverschnörkelt bebildert und mit reichlich Sprechblasen versehen, erzählt.

Diese Biographie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Cashs Leben. Von Kindheit an, wo seine Familie vom Staat ein Stück Land in der Region des Mississippi erhält, um dort vom Anbau von Baumwolle zu leben - bis ins hohe Alter, als Rick Rubin J.C. "aufgelesen" hatte und damit seinen Fans noch einmal ein großes Geschenk gemacht hat.

Dabei gewinnt das bisher Bekannte über Cashs Leben eine neue Dimension. Schon oft hat man gehört und angelegentlich in Filmen gesehen, wie's auf den Baumwollfeldern zuging. Wie hart die Menschen gearbeitet haben um zu überleben und wie mit einem Schlag dann doch alles weg war. Immer wieder wird man auch heute noch Gemunkel darüber hören, dass Cash selbst einmal im Gefängnis war und dass er genau darum so gut Bescheid weiß. Ein Gerücht, das sich auch heute noch tapfer hält.

Kleist erzählt uns in "I See A Darkness" im Prinzip sogar vom Leben zweier Männer! Vorrangig freilich von Johnny Cash - jedoch auch vom Leben eines "echten" Gefangenen: Glen Shirley. Genau jener hat Cash vor dem legendären Konzert im Gefängnis von Folsom eine Aufnahme seines Songs "Greystone Chapel" zugesteckt. An einem Punkt kreuzt sich das Schicksal der beiden. Der eine gefangen im Gefängnis, der andere in seinem Leben.

Irgendwann, beinahe am Ende seiner Reise angekommen, wird Cash die "Glen Shirley Story" seinem Produzenten Rick Rubin erzählen ... und dort schließt sich der Kreis.

Man erfährt nicht alles über Cash (oder June Carter), der "Man in Black" wird kaum glorifiziert: Im Gegenteil: Das Kapitel "Ganz Unten" mit Drogen- / Tabletten und Alkohol-Exzessen wird sehr eindrücklich geschildert!

Was meines Erachtens die besondere Faszination des Comics ausmacht, sind die dusteren Abstecher, die der Autor IN die Geschichten (Lieder) Cashs unternimmt. Musikvideos in Comic-Form, wenn man so will. Lieder / Lyrics die viele kennen, wo jeder auf seine Art vielleicht schon eine Interpretation gefunden hat (auch ohne MTV reichlich bebildert), werden hier quasi neu verfilmt. Man gewinnt einen klitzekleinen, aber sehr einprägsamen Eindruck in das Schaffenswerk eines Geschichtenerzählers. ("A Boy Named Sue", "Ghost Riders In The Sky", "The Ballad Of Ira Hayes" - um nur einige zu erwähnen, wurden von Reinhard Kleist sehr klug bis interpretationswürdig bebildert.) Ich komme bei weitem nicht mit allen seinen Lyric-Interpretationen zurecht. Interessant ist der Bilder-Ausflug aber alle Male.

Ich glaube nicht, dass man Johnny Cash mit dieser zugegeben seltsamen Art der Biographie zur Ikone macht. Beim Film "Walk The Line" bin ich mir da nicht so ganz sicher. Vielmehr hat "I See A Darkness" den Eindruck bestärkt, dass es ihm auch heute - vom Himmel herab - noch gefallen würde (oder vielleicht sogar gefällt), wenn die Menschen seinen Geschichten zuhören.

Ein Buch, na ja, eigentlich Comic, der einen fixen Platz in meinem Regal gefunden hat. Zum Wiederlesen und Wiederanschauen schön.
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