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Kundenrezension

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blockbuster mit Tiefgang, 17. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Planet der Affen: Prevolution (+ DVD + Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Zugegeben: Auch ich ging mit niedriger Erwartung ins Kino, um mir "Planet der Affen - Prevolution", die Vorgeschichte einer meiner favorisierten Science-Fiction-Filmreihe, anzusehen.

Doch gleich zu Beginn vermochte es der Film, mich in seinen Bann zu ziehen und über die ganze Filmlänge perfekt zu unterhalten...nein, sogar noch mehr: Er berührte mich, er verleitete mich zu Gedanken über die Grausamkeit der menschlichen Rasse, über das Philosophieren unserer eigenen Verletzlichkeit und über den eigentlichen Unterschied zwischen "Mensch" und "Tier", einer Defintion, die wir uns selbst gaben um uns Identität und Einzigartigkeit zu verleihen...ich musste oftmals an eine Textzeile von Morrissey denken, einem von mir hoch geachteten Künstler: "Nobody loves us" - niemand liebt uns, wir Menschen stehen alleine in dieser vielfältigen und vielschichtigen Umgebung unseres Planeten, und versuchen uns in unserer Einsamkeit mit den unterschiedlichsten und teils sonderbarsten Mitteln zu unterhalten. In unserer selbst geschaffenen Isolation - wohlgemerkt.

Und so trifft man auch in diesem Film auf einige dieser sich selbst unterhaltenden Spezies Mensch: Da ist der grausame Tierwärter, herrlich gespielt von "Malfoy" Tom Felton, der sein Menschsein dazu nutzt, andere Kreaturen als minderwertig zu betrachten. Da ist der Wissenschaftler, der aus persönlichen Beweggründen ein Mittel gegen Alzheimer erforscht - natürlich auch an Tieren, solange man den Menschen vor Versuchen verschonen kann...sehr schön von James Franco in Szene gesetzt. John Lithgow, ein viel zu selten besetzter Schauspieler, der als Vater des Wissenschaftlers sein letztes Quentchen Lebensglück verzweifelt zu halten versucht...und viele, viele andere Charaktere, die alle eines für einen Blockbuster recht untypisches Verhalten an den Tag leben: Sie haben Motive, sie haben Profil, ja man kann sogar schon von Charakter sprechen...

Doch entfernen wir uns von den Menschen und gehen lieber zum Hauptteil des Filmes über: Zu den Affen. Genauer gesagt zu Caesar. Ein computergeneriertes Tier, und doch voll von soviel Emotionen, einer Fülle an Beweggründen und Motiven, einer nachvollziehbaren, langsamen Entwicklung vom kleinen Affenjungen hin zum Anführer einer ganzen neuen Generation von Lebewesen. Was der Regisseur Rupert Wyatt hier geschaffen hat, wird zwar nicht in der ersten Liga der intellektuellen Meisterwerke Anklang finden, doch er hat mit Caesar ganz gewiss einen Meilenstein in der CGI-Geschichte und einen unsterblichen Charakter in der Geschichte der Science-Fiction erschaffen. Man fühlt mit diesem Affen, man versteht ihn trotz fehlender Worte, man liest seine Gedanken an seinen Augen ab - oftmals merkt man natürlich, dass es sich um eine Animation handelt. Die Filmindustrie ist noch etwas entfernt von der endgültigen, perfekten Illusion eines komplett computergenerierten, realistischen Charakters - aber man vergisst dies in diesem Film dermaßen oft und man kann sich dermaßen gut in die Rolle hineinversetzen, dass man über diese Tatsache getrost hinweg sehen kann. Ich habe zahlreiche real existierende Schauspieler gesehen, die ihrer Rolle wesentlich weniger Charakter verliehen haben...

Wo führt uns das hin? Zu einem ganz großen Gedanken - ACHTUNG SPOILER: Während die Menschen ihre Intelligenz zu nutzen scheinen, um sich von ihrer Einsamkeit abzulenken und bei näherem Betrachten sinnlose Verhaltensmuster an den Tag legen, geht es bei der neu erweckten Intelligenz der Affen vor Allem um eines: Um das Finden von Freiheit, das Ersuchen einer Heimat, und damit dem Erlangen einer eigenen Identität.
Ich denke, dies ist ein grundlegender roter Faden im Film. Die Frage, wer man ist, was man ist, und wie man dies wird. Für Caesar ist die Sache klar: Ich bin, wenn ich frei bin. Und diese Entwicklung sieht man ihm förmlich an.

So verwundert es nicht, dass man heimlich auf der Seite der Affen steht. Dass man heimlich grinst, wenn es so manchen profitgeilen Menschen erwischt. Dass man nur das Beste für die Affen hofft, wenn es auf der Golden Gate Bridge zum großen Showdown kommt...

Für mich stellt dieser Film derzeit die Messlatte da, wie modernes Blockbuster-Kino auszusehen hat: Nicht überladen, von jedem Teil eine kleine Brise, gute Schauspieler, eine nachvollziehbare Linie - ein nettes Gleichgewicht von alten und neuen Werten. Einzig und alleine ein kleiner Logikfehler hat mich gestört: Dass der Wissenschaftler (weiß gerade seinen Namen nicht) seiner Freundin erst nach 5 Jahren von der Geschichte des Affen und seines Mittels erzählt...aber das kann ich verkraften.
Die angesprochene Kritik an Caesars gesprochenen Worten kann ich nur belächeln...ich meine: Erstens ist dies Science-Fiction und der Film die Vorgeschichte zu einer Reihe, in der die Affen neben perfektem Hochdeutsch auch noch eine eigene Religion besitzen, eine Staatsform innehaben, Berufen nachgehen und ansonsten auch recht menschlich wirken - was soll in diesem Zusammenhang an ein paar Worten "lächerlich" oder gar "peinlich" sein? Irgendwann müssen sie mal damit anfangen...und Zweitens passt es wunderbar in die Entwicklung der Affencharaktere hinein, bleibt nachvollziehbar und wirkt zudem unheimlich cool! ;-)
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