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Kundenrezension

am 22. September 2013
"Pines" hat die Friendzies von Alison Sudol polarisiert, keine Frage. Ich habe selbst beide "Pole" erlebt, war anfangs skeptisch bis unterwältigt, habe meine Haltung inzwischen aber fast komplett revidiert.
"Pines" ist als Konzeptalbum angetreten, im Paket mit e-Book und Trickfilmchen. Beim ersten Hören hatte ich den Eindruck, dass vor lauter Konzepterei nicht genug Raum übrig geblieben war für ein stringentes musikalisches Konzept. Das Album lebt musikalisch vor allem von den Stimmungen, von der Atmosphäre, die Sudol mit weitgehend akustischen Arrangements, minimalistischer Instrumentierung, Klanglandschaften aus der Natur und seeehr gedehnten, teils fast einschläfernden Tempi schafft. Da wirken die paar schnelleren Titel, wie der muntere, leider überproduzierte "Blow Away"-Nachfolger "Now is the Start" irgendwie fehl am Platz. Wenn Sudol dann auch noch mit einem Stück im Stil von Joanna Newsom ("Dream in the Dark") ihre grundsätzlich zu begrüßende Experimentierfreude auf die Spitze treibt, bleibt unter dem Strich ein gewisser Mangel an musikalischer Kohärenz.
Was also soll der geneigte, nach dem ersten Durchgang leicht ratlose Hörer mit diesem nach OCITS und BIAB unerwartet sperrigen, spröden Stück Musik anfangen?
Die Antwort: Hören. Mehrmals. Immer wieder. Aber bitte nicht nebenbei, sondern intensiv, Kopfhörer auf, Augen zu. Und sich das Album über die Geschichte, die Songtexte erschließen, eventuell mit Hilfe des Films und des e-Books. Denn nach OCITS, das eigentlich auch schon ein verkappter Roman in Musik war, erweist sich Sudol einmal mehr als großartige Geschichtenerzählerin mit reicher Phantasie, kraftvoller Sprache und einem gewissen Hang zum Tiefgang - gerade so viel, wie auf eine einstündige CD passt.
Natürlich ist die Geschichte der Reise einer Kiefer eine Fabel, eine Metapher auf das Leben als Reise zu sich selbst, als Selbstfindungstrip. Da gibt es so viel zu er-leben unterwegs, von Sudol wunderbar, teilweise grandios in Musik gefasst. Von der Sehnsucht und den Träumen wie in "Pinesong"; vom Loslassen und Aufbrechen in "Winds of Wander", das mit einer ziellos dahinplätschernden Melodie beginnt und in einen himmelstürmenden Walzer mündet (und nebenbei für meinen Geschmack neben "Almost Lover" und "Redribbon Foxes" das Beste ist, was sie je geschrieben hat); oder dass es für einen Neubeginn manchmal notwendig sein kann, innerlich ein Stück zu sterben ("Riversong", "Sadseasong"). Oder vom Überwinden von Widerständen und vom Kämpfen ("They Can't..."), um sich schließlich mit Optimismus und Energie ins Leben zu stürzen ("It's Alive", "Now is the Start"). Ganz am Ende steht mit "Untitled/Grasses Grow" wieder ein persönliches Fazit, ganz ähnlich wie "Borrowed Time" auf OCITS. Und so, wie es im Leben ein Auf und Ab gibt, sich Phasen relativer Ruhe mit solchen von Unrast, Hektik oder sogar Chaos unangekündigt abwechseln, hat Sudol sich vielleicht doch etwas dabei gedacht, die schnellen Stücke relativ schroff zwischen die ruhigen zu setzen.
Was ich bisher noch in keiner Rezension gelesen habe, ist, dass sich dieses Album mit seiner Geschichte nicht zuletzt an junge Hörer/innen wendet, an sensible, nachdenkliche Naturen so ab 13, 14 Jahren. Ähnlich wie "Minnow" auf OCITS praktisch ein komplettes Kinderbuch in einem Vierminutensong war.
Insgesamt vergebe ich 4,5 Sterne, aus denen in der Rundung dann 5 werden.
Update vom 11.11.2014: Allen Friendzies, deren Erwartungen "Pines" nicht gerecht geworden ist, wie so manche Rezension zeigt, aber natürlich auch allen, denen es gefallen hat, empfehle ich "From Shores of Sleep" von Musee Mecanique. Es hat vom Konzept gewisse Parallelen zu Pines, ist aber musikalisch ganz anders (geht eher in die Richtung, die man von AFF nach OCITS vielleicht erwartet hätte) und in jeder Hinsicht die bessere Alternative.
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