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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 8. April 2012
Eigentlich sind die Rezensionen bei Amazon das, was man in der Unternehmensberatung als "Crowdsourcing" bezeichnet. Dieser Begriff, nicht immer klar definiert, bedeutet so ungefähr, dass man Aufgabenstellungen und Probleme dadurch löst, dass sich im Internet viele Menschen ungeplant zusammen finden und dort eine Lösung gemeinsam oder in einem Wettbewerb miteinander produzieren, die den Lösungen traditioneller Unternehmen oder Institutionen (wie Universitäten) überlegen sein kann. Leider gibt es in der Praxis außerhalb der Wikipedia noch zu wenig überzeugende Beispiele für den Erfolg von Crowdsourcing. Doch mit den Rezensionen zu diesem Buch glaube ich eins gefunden zu haben.

Auf Amazon finden sich hier aktuell neun Rezensionen, und es ergibt sich ein klarer Schnitt von 2 Sternchen (von fünf). Die Argumente, die gegen dieses Buch sprechen, sind in der einzelnen Rezension angreifbar, aber in der Summe überzeugend. Schlicht langweilig ist es, den immer neuen Geschichten in diesem Buch zu folgen, weil sich die Motive der Erotik doch schlicht wiederholen und eine zusammenhängende Geschichte nicht wirklich erkennbar ist. Dass der Inhalt dieses Buches für eine Kurzgeschichte reichen könnte oder auch für einen Comic, sind kluge Gedanken, die ich nicht nur nachvollziehen kann, sondern denen ich nach dem Lesen der Hälfte des Buches nur ausdrücklich zustimmen möchte.

Doch wie groß ist der Widerspruch dieses Urteils dann doch zu dem Widerhall, den dieses Buch in der Presse gefunden hat. Der Spiegel, die FAZ, die Süddeutsche, die Zeit, also die besten Zeitungen dieses Landes schreiben mindestens wohlwollend über diesen Roman, mit durchaus schrägen Argumenten wie "Schlag in das Gesicht der Pornoindustrie" und so weiter. Teils wird auf das Vorbild "De Sade" und dessen eher deftigen Stil verwiesen, teils heißt es "Die US-amerikanischen Leser wurden in ihrer Prüderie sanft aufgerüttelt und massiert." Das alles ist so wirr, dass man sich fragen muss, ob die professionellen Rezensenten das Buch überhaupt gelesen haben. Wenn ja, scheint es dem Gehirn nicht gut getan zu haben.

Viel wurde in den letzten Jahren über die Konkurrenz zwischen den Bloggern und den ernsthaften Journalisten geschrieben. Das Lob dieses Romans - und möglicherweise auf der anderen Seite ein Verriss wie den über ein harmloses Buch wie "Imperium" von Kracht oder auch das ebenfalls recht kritiklose Loben von einem Pubertätserguss namens Axolotl Roadkill - lassen mich vermuten, dass der Stand der institutionellen Literaturkritik in Deutschland mittlerweile so schlecht geworden ist, dass es einer Plattform wie Amazon inzwischen einfach bedarf, um aus der Masse von Schund das gute herauszustellen und den Quatsch in den Löchern verschwinden zu lassen, in die er schon immer gehörte.
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