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Kundenrezension

am 27. Juni 2014
Was haben die Baseballs und BossHoss gemeinsam? Eine ganze Menge. Beide kommen aus Deutschland, beide besitzen neben ihren regulären Songs noch dazu ein fantastisches Gespür für schmissige Coverversionen, beide haben einen per se uncoolen, veralteten Stil wieder populär gemacht, und nicht zuletzt schaffen es beide, einem auch noch beim vierzigsten Hören im Auto ein Mitwippen und ein sattes Lächeln zu entlocken.
Dieser Liste von Gemeinsamkeiten muss man nun – leider – nun noch eine weitere Hinzufügen: Beide befinden sich auf dem absteigenden Ast – und das offenbar auch aus demselben Grund. BossHoss haben mit Flames of Fame letztes Jahr ein ausgesprochen zahnloses, radiotaugliches Album veröffentlicht und schwirren seitdem munter durch die Niveau-Abgründe des deutschen Privatfernsehens; soweit ist es bei den Baseballs Gottseidank noch nicht, aber mit dem vorliegenden Album machen sie einige erschreckend große Schritte in Richtung Mainstream-Pop.

Der Sound ist unverkennbar (wie bei BossHoss eben auch), aber die Sorge um ein möglichst breites Massenpublikum ist bei jedem Song kaum zu überhören. Alles wirkt etwas sanfter, glatter, auf Nummer Sicher – nicht unbedingt schlecht, aber eben auch alles andere als gut. Musik, die man sich Gefallen lässt, aber über die man nach Durchlaufen der einzelnen Songs nicht mehr nachdenkt. Kaum ein Song bietet ansprechende oder mitreissende Melodien, und eine bewusst samtige Produktion, schmirgelt verlässlich noch die letzten verbleibenden Ecken und Kanten ab. Die Energie, der berühmte Schmiss, der die Jungs einst (verdient) zum Erfolg brachte, ist hier gleich um zwei Stufen heruntergefahren: Die Baseballs wirken nicht mehr wie eine eigene Band, sondern eher wie ein "Act", der das liefert, was man erwartet.

Es bleibt ein Album, das von jung und alt wirklich jedem gefällt, weil es schlicht und ergreifend auch niemanden stört – ich vergebe hier drei Sterne für einen dennoch vorhandenen Stimmungsfaktor, und auch für das kongeniale 50er-Revival Retrospect, wo die Band wieder einmal unmissverständlich klarmacht, was sie kann, wenn man sie lässt. Im Vergleich zu den Vorgängern ist Game Day aber kaum mehr als eine blasse Kopie.
Bleibt zu wünschen, dass die Jungs den Schuss nicht überhören, und ihre Fanbasis nicht noch mit weiterer Kommerz-Anbiederung verprellen. Zwei Cowboys aus Berlin liefern da doch gerade ein wirklich abschreckendes Beispiel ab, wo man mit soetwas landet.
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