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Kundenrezension

am 11. Dezember 2005
Dieses Debutalbum des polnischen „Simple Acoustic Trio" bei ECM macht auf mich einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits freut es mich, dass Marcin Wasilewski, Slawomir Kurkiewicz und Michal Miskiewicz mit dieser CD die internationale Aufmerksamkeit erlangen, die sie verdienen - schließlich zählen sie (neben Adam Pioronczyk und Leszek Mozder) zu den besten Musikern des neuen jungen polnischen Jazz. Dass dieses internationale Debüt bei dem „Major Label" ECM erfolgt, ist schon fast so etwas wie ein Ritterschlag für die drei.
Doch - ach - leider ECM. Und hier beginnt mein Bedauern. Wie viele andere ECM-Produktionen wurde auch diese Aufnahme in den legendären Rainbow-Studio in Oslo gemacht. Dieser besondere Ort hat auf die drei genau so gewirkt wie auf viele andere Musiker, die vor ihnen dort gespielt haben: Ergriffen von der Größe des Raumes spielen die drei sehr ruhig, introvertiert und konzentriert. Das Ganze wurde dann, in typischer ECM-Manier, kristallklar und klanglich brillant abgemischt. Und so entstand eine CD, der gut zu der filigranen Ästhetik des ECM-Labes passt. Es ist etwa bezeichnend, dass sich viele an die Aufnahmen von Tord Gustavsen erinnert fühlen. Das wäre vielleicht nicht weiter schlimm, wenn dies auch insgesamt der Art des „Simple Acoustic Trio" entspräche.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall! Derzeit sind gelegentlich im Radio ein Konzertmitschnitt von der „Jazz Baltica 2005" zu hören. Da spielen die drei dieselben Stücke, die sie auf ihrer ECM-Scheibe so verhalten präsentieren, mit einer solchen Spielfreude und Improvisationskunst, das es eine einzige Freude ist. Und genau diese Kunstfertigkeit war es ja, mit der sie in Polen (und bei ihrem Mentor Stanko) so hohes Ansehen gewonnen haben.
Ich kann daher diese CD nur eingeschränkt weiterempfehlen. Sie enthält, ohne Frage, wunderbare Musik von drei jungen Musikern, von denen wir noch so einiges erwarten können. Stücke wie „Hyperballad" oder „Sister's Song" sind wunderbar melodische Kunstwerke, sorgfältig komponiert und wunderbar dargeboten. Doch die Improvisation auf der CD bleibt weit zurück hinter dem, was die drei live auf der Bühne bieten. So stehen sie in Gefahr, dass ihre Musik immer wieder mit dem introvertiert-romantischen Jazz des Tord Gustavsen (ebenfalls ECM) verwechselt wird - obgleich dies den drei Musikern nicht gerecht wird.
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