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Kundenrezension

am 7. Dezember 2004
Unter dem Titel "La mort libératrice" (Der Tod als Befreier) wurden 3 Bach-Kantaten thematisch zusammengestellt, die alle eine positive, hoffnungsvolle Sicht auf den Tod zum Inhalt haben, allen voran die bekannte BWV 82 ("Ich habe genug"), die umrahmt wird von der eher selten eingespielten BWV 35 ("Geist und Seele wird verwirret") und der BWV 53 ("Schlage doch, gewünschte Stunde", bei der bekanntermaßen die Urheberschaft Bachs zweifelhaft erscheint - nicht etwa der BWV 5, wie im Amazon-Verzeichnis fälschlicherweise vermerkt).
Das Ensemble 415 findet eine recht gelungene Mischung aus historischer und moderner Spielpraxis, betont dabei die rhythmischen, leichten, ja fast beschwingten Töne der Kantaten, was über weite Strecken recht gut gelingt - der große Bogen, das klagende Legato vermißt man nur schmerzlich in der Titelarie "Ich habe genug". Die Tempi sind eher hoch, das Zusammenspiel zwischen den Musikern klappt hervorragend, hier gibt es Bach auf höchstem Niveau.
Daß René Jacobs in jener Zeit (Aufnahme 1988) einer der am meisten gefeierten Countertenöre gewesen ist, mag man heute kaum noch glauben. Richtig begeistern kann er nur in technisch schwierigen Passagen, wenn er etwa die Koloraturen von "Ich freue mich auf meinen Tod" oder "Gott hat alles wohlgemacht" ausdrucksstark und präzise zugleich ausmalt. Seine Stimme hingegen weist genau die Eigenschaften auf, die man Countern gemeinhin negativ vorhält: In der Tiefe brüchig und mit kaschierter Bruststimme, in der Höhe gequält, mit einer Tendenz zum kreischenden, metallischen. Gerade die fast meditativen Arien der 82, "Ich habe genug" und "Schlummert ein..." bekommen so etwas unangenehmes, aufdringliches. Da kann man fast verstehen, daß der Trend wieder zur Besetzung mit Frauen geht, gäbe es nicht überzeugende Konkurrenz wie z.B. Jochen Kowalski.
Technisch überzeugt die CD, die Klangverhältnisse sind ausgewogen, die Raumakustik nicht zu hallig und nicht zu trocken. Allerdings gibt es 2 Wermutstropfen: Die Ventile der verwendeten Orgel sorgen für merkwürdige Nebengeräusche, und einige Schnitte in der CD kann man nur als dilettantisch bezeichnen (1. Gesangseinsatz von "Schlage doch, gewünschte Stunde" z.B.).
Insgesamt würde ich von der CD eher abraten, es sei denn, man möchte die nicht so verbreitete BWV 35 unbedingt mit einem Countertenor hören - bei der 82. gibt es bessere Alternativen als René Jacobs.
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