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Kundenrezension

„Yoga – Die Kunst des Lebens“ konzentriert sich im Grunde auf zwei Protagonisten:

Da ist zum einen der zum Hinduismus konvertierte Swami Sivadasananda, einer der Leiter der Internationalen Sivananda Vedanta Zentren, der sich mit einer Gruppe westlicher Yoga-AnhängerInnen auf eine Yatra, eine Pilgerreise, begibt. Die Reise führt zu den „spirituellen Quellen der Weisheit“, sagt Swami Sivadasananda, aber er räumt auch ein, dass sich die Weisheit eigentlich (!) im Inneren befindet. Doch andererseits, so führt er weiter aus, gibt es diese Orte im Norden Indiens, wo man etwas von der Weisheit mitbekommt, beispielsweise im nordindischen Rishiskesh, einem Pilgerort der Hindus, wo Ende der sechziger Jahre Mia Farrow und die Beatles das Meditieren lernten, bei Maharishi, dessen Ashram inzwischen marode ist und von Westlern nicht betreten werden darf.

Den zweiten Part bildet der in Deutschland lebende Inder R. Sriram, ein Schüler von T. K.V. Desikachar aus Chennai, der wiederum ein Schüler (und Sohn) des legendären Krishnamacharya ist, und dessen deutsche Frau, die sich Anjali nennt.

Zwischen diesen beiden Parts und deren Umfeld pendelt Solveig Klaßens Film hin und her. Er pendelt geographisch zwischen dem Norden und dem Süden des indischen Subkontinents, zwischen dem Golf von Bengalen in Tamil Nadu sowie dem Himalaya und dem dort noch klaren und wilden Ganges im Bundesstaat Uttarkhand.

Wir sehen Swami Sivananda beim Gruppenunterricht und Sriram, wie er den indischen Schauspieler Varun Aiyer im Einzelunterricht unterweist. Dazwischen Momentaufnahmen vom Strand oder vom Bad im Ganges in warmen Farben. Müll und Bettler kommen nicht vor. Jene, die sich über die Motive ihrer Pilgerreise oder Yogapraxis äußern, geben als Grund das „schöne Gefühl“ an oder das „Zurückziehen auf den schönen inneren Himalaya“.
„Die Essenz des Yoga“, sagt Dr. Nicole Zeddies, eine Teilnehmerin der Pilgerreise, „ist es, glücklicher zu leben und vielleicht auch glücklicher zu sterben.“

Srirams Frau Anjali bringt eine ganz ähnliche Haltung zum Ausdruck: „Das Objekt meiner Meditation ist immer etwas, das mich erhebt. Ich meditiere nicht über etwas wie Slums oder Moskitos. Ich meditiere über einen schönen Lotos, der sich nicht stören lässt vom Schlamm oder ich meditiere über die Sonne.“

Das klingt sehr nach einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis. Diese Sehnsucht nach einer schönen, heilen (Yoga-)Welt ist an sich nachvollziehbar. Aber sie führt auch dazu, das ein Teil der Realität ausgeblendet wird. Dies trifft auch auf den Film zu, der oft wie ein Werbefilm für "Spirituell Reisen - Indien für Romantiker" wirkt und sich zudem ausschließlich auf den religiös ausgerichteten Yoga bezieht.

Der Film ist nicht schlecht, aber doch eher verklärend, indem alles verdrängt und retuschiert wird, was nicht in das Bild der heilen indischen Yogawelt passt.
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