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Kundenrezension

am 7. August 2010
Wow, was bin ich voller Vorurteile gewesen, als ich "Vampire Diaries" als Lückenfüller angefangen habe. Ich kenne die Bücher nicht und war eher uninteressiert an dieser Serie, weil ich einen peinlichen "Twilight"-Abklatsch erwartet habe. Wie man sich täuschen kann ...

Ja, auch ich gehöre zur "Bis(s)"-Fraktion. Jedenfalls habe ich das, bis mir durch den ganzen Hype und die eher schwache filmische Umsetzung alles zum Hals raushing.
Nichtsdestotrotz liebe ich die Vampir-Mythologie (nicht erst seid Beginn meines "Buffy"-Fiebers), weshalb ich zuletzt auch an der grandiosen "True Blood" Serie hängengeblieben bin, die wohl eher für das erwachsene Publikum zugeschnitten ist.
Um die Wartezeit auf neue Folgen zu überbrücken, hab ich mit "Vampire Diaries" angefangen - wie schon erwähnt, ohne große Erwartungen.

Ohne um den heißen Brei herumzureden: die Parallelen zwischen "Vampire Diaries" und "Twilight" lassen sich nicht von der Hand weisen, wobei die Romane von Lisa J. Smith bereits Ende der Neunziger erschienen sind. Wer hier von wem abgelunzt hat, sei mal dahin gestellt. Trotz allem erweist sich die Serie als um Längen besser als "Twilight". Und zwar deshalb:

- DIE CHARAKTERE. Vielleicht aufgrund des Seriencharakters, auf alle Fälle sind Elena, Stefan und Damon vielschichtiger, überraschender und echter als ihre eher schablonenhaften Kollegen aus "Twilight". Hier gibt es kein klares "Gut" oder "Böse", jeder hat seine Abgründe, von denen einige tiefer sind, als man anfänglich zu wissen glaubt.

- DIE STORY. Anders als in der jugendfreien Variante wird hier nicht depressiv herumgeschmachtet, sondern gehandelt. Elena ist kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum geht, die Menschen, die sie liebt, zu beschützen, und verkriecht sich auch nicht, wenn sie allein einer Gefahr gegenübersteht. Wo Bella hilflos auf Edwards Rettung wartet, hat Elena lieber selbst eine Waffe bei der Hand. Das Geflecht zwischen den einzelnen Haupt- und Nebencharakteren und deren düsterer Vergangenheit ist dabei so dicht gesponnen, das ständig neue unerwartete Wendungen auftreten. Wo "Twilight" etwas zu steril wirkt, ist "Vampire Diaries" sehr viel authentischer.

- DIE MYTHOLOGIE. "Vampire Diaries" bietet hier im Grunde nichts Neues. Vampire können Gedanken manipulieren (es sei denn, ihre Opfer schützen sich mithilfe von Eisenkraut), sie sind unglaublich stark und schnell und müssen in Häuser hineingebeten werden, bevor sie diese betreten können. Trotz allem sind sie aber nicht zwangsläufig so überirdisch schön, dass jeder von ihrem bloßen Anblick dahinschmilzt und sie sind auch nicht mit marmorner Glitzerhaut ausgestattet. Diese Vampire hier haben Fänge und halten sich an den ironischen Anti-Twilight-Slogan: "Vampires don't sparkle".

- DIE SCHAUSPIELER. Über die darstellerischen Fähigkeiten von Kristen Stewart, Rob Pattinson und co. kann man wohl bis zum St.-Nimmerleins-Tag debattieren. Fest steht: bei "Vampire Diaries" wurde richtig, richtig gut gecastet. Die zuvor eher unbekannte Nina Dobrev überzeugt auf ganzer Linie mit ihrem ungekünstelten, sehr natürlich wirkendem Spiel. Hier hat mal eine Jungschauspielerin den Mut, losgelöst von großen Vorbildern eine glänzende Darstellung abzuliefern. Ebenso ein Glückstreffer ist wohl Paul Wesley als Stefan. Er ist fast so, wie Edward in "Twilight" hätte sein können. Er sieht halt nicht nur gut aus, er hat Charisma und davon jede Menge. Seine Art wirkt frisch und unverbraucht und seine darstellerische Leistung ist einfach super. Zuletzt wäre da Ian Somerhalder als Stefans durchtriebener Bruder Damon, die beiweitem interessanteste Rolle in der Serie. Man, was sind mir die Augen aus dem Kopf gefallen. Ich kannte Ian bisher nur als Boone aus "Lost". Wer hätte ahnen können, dass dieser Schauspieler einen dermaßen vielschichtigen, weil gleichzeitig furchteinflößenden, hassens-, bemitleidens-, und irgendwie liebenswerten Charakter spielen kann. Meine Hochachtung!

- DAS DREHBUCH. Ich muss es einfach klipp und klar sagen: Stephenie Meyer kann schreiben, Melissa Rosenberg kann es (zumindest innerhalb der Twilight-Saga) definitiv nicht. Was hab ich mich über das "Twilight"-Drehbuch geärgert. Eine dermaßen schlechte Roman-Adaption hatte ich lange nicht mehr gesehen - wo Meyers Text locker und jugendlich rüberkommt, ist er im Film verkrampft und uncool. Wo das Buch romantisch ist, trieft es stellenweise im Film derartig von Schmalz, dass es kaum noch zum Aushalten ist.
Ich kenne, wie gesagt, die Bücher zu "Vampire Diaries" nicht, die Drehbücher zur Serie sind jedoch 1a. Die Dialoge sind spritzig und unverbraucht und, was ich der Serie am meisten zugute halte, der Zuschauer wird für voll genommen. Es gibt nie einen Moment, wo eine offensichtliche Tatsache den Protagonisten ewig nicht klar wird, während man vor dem Bildschirm sitzt und denkt: "Wann schnallt sie's endlich? Das muss ihr doch längst klar geworden sein!" (Ein stilistisches Mittel, das man aus vielen amerikanischen Serien kennt und meine Nerven schon oft überstrapaziert hat.) Nicht so in "Vampire Diaries". Elena ist überhaupt nicht auf den Kopf gefallen und eine großartige Identifikationsfigur.

Puuuh, so viel zu meinem Vergleich. Schlussendlich bleibt nur zu sagen, dass "Vampire Diaries" all das besser macht, was bei "Twilight" in den Sand gesetzt wurde. Die Serie ist natürlich lange nicht so blutig und freizügig wie das erwachsenere "True Blood", jedoch beiweitem spritziger, cooler und vor allem glaubhafter als sein großer (Kino-)Bruder "Twilight".
"Vampire Diaries" sticht angenehmt aus dem ganzen Vampir-Einheitsbrei, der zur Zeit fabriziert wird, hervor und ist längst nicht so "teeniehaft", wie ich im Vorfeld befürchtet hatte.
Fünf Sterne! :)
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