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Kundenrezension

68 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das E-Book, der Kindle und der Paperwhite. Eine Denkschrift für Unentschlossene, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite (5. Generation), 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Liebe Freunde der gepflegten Literatur,

ich fühle mich nun doch bemüßigt, einige Worte über das E-Book, den Kindle, den Paperwhite und das Buch an sich zu verlieren.

Das Ebook als solches:

Sicherlich wird es der Aufmerksamkeit der geschätzten Leserschaft nicht entgangen sein, dass es sich beim Kindle - wie auch bei anderen Geräten dieser Spezies - um einen so genannten E-bookreader handelt. Der E-bookreader ist ein technisches Gerät das dazu dienen soll, elektronische Bücher zu visualisieren.

Der E-bookreader ist - und das mag für die radikalen Verfechter der auf Papier gedruckten Literatur überraschend sein - kein Angriff auf das Buch, sondern lediglich ein Angriff auf den Druck. Genauso wie seinerzeit die zu Recht als epochale Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (nicht der ehemalige Verteidigungsminister) kein Angriff auf das Buch war, sondern lediglich das Buchmonopol der Klöster beendete.

Selbstverständlich werden auch die Kopisten in den Klöstern des ausgehenden Mittelalters gesagt haben, dass nur ein handgeschriebenes Buch ein richtiges Buch ist und dass sich dieser neumodische Kram nie durchsetzen wird.

Das E-Book beendet mehrere Dilemmata:

- Das Hortungsdilemma

Es ist bekannt, dass sich Menschen eher von ihren Ehepartnern als von Büchern trennen (zu Recht, denn Bücher machen IMMER Freude). Dies führt zu einer Ansammlung von irrsinnigen Mengen an brandfördernden Materialien in Wohn- und Schlafbereichen. Entledigt man sich doch einiger Bücher, die man definitiv nicht mehr lesen wird bzw. nie gelesen hat und nie lesen wird (siehe Geschenkdilemma) so geschieht dies in der Regel durch „weiterverschenken“.

Bei vielen Büchern gleicht dieses „Weiterverschenken“ (siehe noch einmal Geschenkdilemma) einer Weitergabe von Infektionskrankheiten, für die sich der Beschenkte auch noch zu bedanken hat.

Das Hortungsdilemma ist – wie auch das Suchdilemma auf das ich hier nicht weiter eingehen will – dank der Cloud gelöst.

- Das Geschenkdilemma

Ich lebe mit Gottes Hilfe seit 50 Jahren auf dieser Erde und habe seit meiner Kindheit immer Bücher jeder Art gelesen, mit Ausnahme derjenigen, die mir geschenkt wurden. Bei einem großen Teil dieser Geschenke wurde ich Opfer des Hortungsdilemmas des Schenkenden. Der Gedanke, dass ich fürderhin keine Bücher als Geschenk mehr erhalten werde erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

- Das Verleihdilemma

Wenn ich launig und begeistert im Freundeskreis über ein Buch referiere höre ich irgendwann den Satz „Das musst Du mir 'mal leihen“.

Ich hasse diesen Satz! Aber ich habe nie geantwortet: „Wieso muss ich das Buch verleihen? Du wirst es sowieso nicht lesen! Du wirst es nur verschmutzen und/oder es mir gar nicht und /oder es mir nach Monaten ungelesen zurückgeben“

Das Ebook und mein Kindle entbinden mich von der lästigen gesellschaftlichen Konvention des Bücherverleihens, die zudem die Autoren finanziell schädigt.

Ich könnte noch unendlich über die Vorteile des E-Books schwadronieren. Ich möchte aber auch ausdrücklich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass mit dem E-Book sicherlich das Sterben des normalen Buchhandels einhergehen wird. Der Gedanke, dass es diese begeisterten Buchverkäuferinnen (es sind ja hauptsächlich Frauen), die mit einer so unendlichen Begeisterung über Bücher sprechen können irgendwann nicht mehr geben wird, bricht mir wirklich das Herz. Nein, das ist kein Witz…

Das Buch als solches:

Ich bin auf meiner Werbetour für den Kindle und für E-Books immer wieder auf das Argument gestoßen, dass meine Diskussionspartner bei einem Kindle gegenüber dem „echten Buch“ das "sinnliche Erleben" vermissen.

Ich finde diese Argumentation höchst merkwürdig. Wenn ich ein Buch lese, nehme ich das Buch körperlich nur insoweit wahr, als dass ich eine Last in den Händen halte die meinen Lesegenuss erheblich stört. Insbesondere der Konsum von gebundenen Büchern jenseits der 500-Seiten Grenze kann mit Fug und Recht schon als mittleres Hanteltraining bezeichnet werden.

Keinesfalls ist es auch so, dass ich liebevoll über den Einband streiche, bevor ich mich dem Lesevergnügen hingebe (ich streichele meine Tochter, meine Katzen und meine Frau in genau dieser Reihenfolge, aber nie ein Buch).

Die sinnliche Erfahrung des Lesens erfolgt ausschließlich über die Augen und natürlich über die Phantasie die mir die Handlung des Buches in einer Art und Weise in meinem Geist verfilmt, wie es kein Regisseur der Welt je könnte.

Und hier beginnt schon das Problem: Die Augen.

Nein, so schlecht sind meine Augen gar nicht. Aber seitdem auch in Verlagen jungdynamische Controller am Ruder sind die via Excel Tabelle beweisen konnten, dass man durch eine Reduzierung der Schriftgröße auf Arial kleiner 8 bei einer Taschenbuchauflage von 50.000 Stück sage und schreibe 2.000 € an Papier einsparen kann (und diese Pfeifen haben sich offensichtlich auch durchgesetzt) macht das Lesen eines Taschenbuches keinen Spaß mehr. Die Schriftgröße eines E-bookreaders kann auf ein Maß eingestellt werden die insbesondere dem abendlichen Lesen zuträglich ist.

Halten wir an dieser Stelle der Einfachheit aber nur fest:

Ein Buch ist nicht bedrucktes Papier und nicht der Einband; genau so wenig, wie ein Mensch ein Haufen Fleisch und Knochen ist. Ein Buch ist die Handlung der Inhalt, die Story... whatever. Und wenn man in einem guten Buch nicht versinkt, der Geist sich nicht mit dem Buch verbindet, man nicht selbst der Protagonist der Handlung wird, sondern Hülle und Papier noch wahrnimmt, dann ist es ein schlechtes Buch.

Die Macht des Buches bzw. die Macht über die Bücher:

Ein konventionelles Buch muss gedruckt und vertrieben werden. Das wäre normalerweise kein Problem, wenn ein Druck nicht einen gewissen Aufwand verursachen würde, der sich in Geldeinheiten berechnen lässt. Wer die Produktionsmittel hat, der hat die Macht – eben auch über die Literatur.

Ein E-book hingegen ist mit einem relativ geringen Aufwand für jeden, der sich zu Autor berufen fühlt leicht herzustellen und zu verbreiten. Das erinnert nun tatsächlich fatal an Martin Luther, der seine, für die damalige Zeit radikalen, Ansichten ohne den Druck nicht hätte verbreiten können.

Genauso wenig, wie Luther seine anti-papistischen Streitschriften in den Klöstern hätte kopieren lassen können, lassen Verlage jedes Buch drucken. Es mag sein, dass viele Werke, die nun auf uns zukommen einen Druck auch wirklich nicht verdient haben. Aber ich möchte wissen, wie viele Manuskripte, die es hätten zu einem Teil der Weltliteratur bringen können nie in Buchform erschienen sind.

Ich bin daher überzeugt dass das E-book die Bücherlandschaft bereichern wird.

Der Kindle als solcher:

Er ist ein handliches Gerät, das es ermöglicht mit einer unglaublichen Menge an Büchern zu reisen ohne Gepäckzuschlag zu bezahlen. Er ermöglicht es zudem sich weltweit via Wlan mit weiterer Literatur zu versorgen. Dort, wo man sich nicht via Wlan mit Literatur versorgen kann – etwa in den Urwäldern Neuguineas – wird man auch anderen Tätigkeiten als dem Lesen beschäftigt sein, etwa mit der Suche nach Trinkwasser, Nahrung oder der Fluch vor Mensch und Tier.

Der Kindle ist scharf, angenehm für die Augen und mit aufgeladenem Akku wochenlang zu nutzen sofern man Wlan ausschaltet. Dies macht ja auch Sinn, denn dort wo man seinen Kindle nicht laden kann hat man in der Regel auch kein Wlan… logisch, oder?

Der Paperwhite

Toppt den nicht beleuchteten Kindle eindeutig und zwar wegen was? Wegen der Beleuchtung. Dies hat den unglaublichen Vorteil, dass man auch abends im Bett in jedweder Position unabhängig von einer Raumbeleuchtung lesen kann und dieser Lesegenuss andere im gleichen Bett befindliche Personen nicht stört.

Hätte es das in meiner Kindheit schon gegeben, so hätte ich mir für das Geld das ich für Taschenlampenbatterien zum Lesen unter der Bettdecke ausgab Bücher kaufen können. (falls sich jemand erbarmt, das Buch „Tom und der lachende Fuchs in das E-bookformat zu konvertieren, ich wäre unendlich dankbar).

Selbst eine nur schwach eingestellte Beleuchtung ermöglicht das Lesen ohne Leselampe; Die Akkulaufzeiten sind geringer als die des unbeleuchteten Kindle, jedoch stellen sie kein Problem dar. Anlässlich meines 14-tägigen Urlaubs habe ich trotz täglicher stundenlanger Nutzung den Paperwhite nur einmal aufgeladen und er war bei weitem noch nicht leer. Es ist daher nur für technikverliebte Statistiker interessant die genaue Laufzeit zu ermitteln.

Ich möchte etwas zu der Diskussion um die Wolken beitragen:

Wenn man sie sehen will, sieht man sie. Mein Gott, ich habe mich von dieser Diskussion hier anfangs selbst verrückt machen lassen und viel zu lange überlegt ob ich mir den Paperwhite zulegen soll. Schade um die verlorene Zeit.

Wenn es beim Lesegenuss stört, liest man gerade ein schlechtes Buch. Aber ein richtig schlechtes. Dass diese hier völlig überbewertete Unzulänglichkeit geeignet sein soll zu stören halte ich schlicht für unzutreffend.

Ich gebe meinen Paperwhite nie wieder her, es sei denn, es kommt ein besserer…. Irgendwann.

Ich danke für die Aufmerksamkeine und entschuldige mich an dieser Stelle für die aufgrund der vorgerückten Stunde nicht adäquate Orthographie

Ronald
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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.08.2013, 14:41:14 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2013, 14:42:11 GMT+2
Danke für diese ausgesprochen unterhaltsame und hilfreiche Rezension - ich glaube ich bin dem Kauf meines ersten Ebookreaders dadurch um einige Schritte näher gekommen ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2013, 08:41:33 GMT+2
Amazon-Kunde meint:
Sehr gerne ;)

Veröffentlicht am 02.09.2013, 09:38:19 GMT+2
Thola meint:
Vielen vielen Dank für diesen Beitrag! Kämpfe selbst im Verwandten-, Freundes-und Kollegenkreis gegen Windmühlen hinsichtlich der Vorteile eines Kindle (bzw. E-Book-Readers im Allgemeinen). Habe sehr gerne Ihre Argumentation zur Kenntnis genommen und kann dieser voll und ganz zustimmen. Wenn Zukunftsmuffel aus fadenscheinigen Gründen (meistens aus Bequemlichkeit) die Weiterentwicklung der Technik aufhalten würden, würden wir wahrscheinlich noch in Höhlen wohnen. Ich für meinen Teil möchte weitestgehend Schritt mit dem Fortschritt halten. Nicht alles wird besser, aber doch Einiges!
Viele Grüße und nochmals vielen Dank für den Beitrag!

Veröffentlicht am 12.09.2013, 08:56:19 GMT+2
Vielen lieben dank für deine Rezension.
Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln.
Ich habe mir vor kurzen neuen Paperwhite vorbestellt.
Und muss sagen das du mich hinsichtlich der Wolken beruhigen konntest. - Danke dir dafür.

Veröffentlicht am 12.09.2013, 22:19:32 GMT+2
KCS meint:
Einen unterhaltsame u. überlegte Rezension. Sie hat mir des öfteren ein Lächeln entlockt. ;-) Ich besitze bereits den K touch 3g u. werde mir jetzt auch den PW kaufen. Danke für den Input.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.09.2013, 00:15:21 GMT+2
So, der neue Paperwhite ist bestellt, ich freu mich drauf!

Veröffentlicht am 07.10.2013, 20:23:40 GMT+2
Shorty meint:
Herzlichen Dank für diese ausführliche, humorvolle und durchdachte Beurteilung des Kindles Paperwhite 3G. Ich hoffe, das Christkind hat dieses Jahr einen für mich parat.......

Veröffentlicht am 31.10.2013, 11:26:12 GMT+1
Bravo, besser ist kaum möglich!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2013, 13:03:34 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
Vielen Dank für das Lob...

Veröffentlicht am 23.04.2014, 11:40:17 GMT+2
Ichlesegern meint:
Danke für die humorvolle, ausführliche und mit gesundem Hausverstand ausgeführte Bewertung. Das war ja schon fast eine Kurzgeschichte... ;-)
Habe mich als Leseratte von Kindheit an in vielen beschriebenen Situationen selbst wieder erkannt.
War sehr hilfreich bei meiner Entscheidung!
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