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Kundenrezension

am 1. März 2013
Ich hatte zu allererst Angst vor diesem Buch und musste erst einmal tief durchatmen-
ich wollte mich auf den einen oder anderen Pieks, den mein doch sehr zerbrechliches Frauenego erleiden könnte, einstellen.
Doch die Piekser blieben fast gänzlich aus, dafür gab's mächtig auf den Arsch.
In Männerköpfe schauen und hinterher fragen: "Kann man das wegblitzdingsen?" - eigentlich wie im echten Leben. Dies hatte eine kritische Selbstanalyse zur Folge, und zwar schon nach den ersten paar Seiten, das kann nicht gut ausgehen.
Denken meine Verflossenen etwa in solch einer Weise von mir?
Sollte ich vielleicht das Essen aufgeben? Oder ist es bereits zu spät, denn die 30 Hab ich ja sowieso schon überschritten. Bin ich manchmal auch so einsam und verzweifelt wie diese Frauen, die sich doch einfach nur ein bisschen Glück vom Leben erhoffen und anfangen, sich daran festzuklammern (und das auch nur, weil es ihnen von diesen ganzen Arschmaden-Cowboys da draußen einsuggeriert wird!)?
Autsch. Autsch. Autsch. Das ist doch die pure Selbstgeißelung. Aber zu spät - man fängt an zu lesen und es ist wie bei einem Unfall: Man kann nicht mehr wegsehen. Was treibt der Kerl da eigentlich? Hat er das grad echt gesagt? Darf man das?? Der hat einen Knall, ist gemein, kaltschnäuzig, desillusioniert, abgeklärt, unverschämt und eiskalt und vom Wesen her unglaublich attraktiv. Spekuliere ich jetzt mal so nach allem, was sich in meinem Hirn so abspielt - warum wird mir dieser möchtegern-Womenizer mit jeder Seite sympathischer? Vielleicht weil ich mich in der einen oder anderen Situation womöglich auch nicht besser verhalten würde (habe?) als Leif es in seinem Mitlifekrisenwahn tut.
Eigentlich schaut man hier einem Mann dabei zu, wie er sich systematisch leerv****t, um Emotionen bettelt und ihnen gleichsam aus dem Weg geht.
Okay, ich gebs zu: Es ist um mich geschehen, mein Helfersyndrom schlägt zu, bin total verknallt.

Ich empfinde diese Geschichte als eine wahnsinnig echte, aufrichtige Darstellung des heutigen Treibens, ob mit oder ohne Internet. So aufrichtig, dass ich anfange, mich ganz wohl zu fühlen. Etwa wie bei einem Prosecco überlandenen Gespräch mit der besten Freundin, wenn sie mich schonungslos bombardiert mit allen pikanten Details, wie Stellung, Größe, Form, Beschaffenheit, Geschmack, Geräusche und natürlich jeder Peinlichkeit.
Und sie braucht mich auch gar nicht zu schonen, denn ich sauge diese Informationen einfach auf und amüsiere mich köstlich, merke mir einiges und nehme mir vor, das ein oder andere mal selbst auszuprobieren.
Mal ehrlich, Mädels, dachten wir wirklich, wir wären die Schlimmsten, wenn es darum geht, Männer zu bewerten, zu analysieren oder schlicht auszulachen?
Der Kerl macht uns Konkurrenz. Ein wenig. Also tut nicht so schockiert.

Aber, mein Gott, der Typ v****t doch nur und schreibt darüber! Möchte man meinen.
Darum geht es in diesem Buch nämlich nicht und das macht mich erst richtig glücklich,
denn es muss doch mehr geben in diesem Leben und das ist dem Leif absolut bewusst.
Wäre dies nicht der Fall, so wäre dieses Buch wahrscheinlich nur die Vorlage für einen schlechten Porno, vielleicht auch für einen guten Porno, ich kann es nicht einschätzen.
Ich stelle überrascht fest, wenn es ihn erwischt, erwischt es ihn richtig - geht doch!
Nicht emotionslos, kalt, abgeklärt und so weiter. Hier lernt man "den Kleinen" kennen, diesen Jungen, der seine Wünsche und Träume weder vergessen noch aufgegeben hat. Es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen und ich denke mir, das ist so schön, ich weiß gar nicht, was es jetzt noch weiter zu lesen geben soll.
Und dann wird es richtig schlimm, der Typ kommt aus dem Selbstzerstörungsmodus einfach nicht raus und er versucht es noch nicht einmal. So kann es passieren, dass man erst von einer wunderschönen Liebesgeschichte gerührt ist, dann gelangweilt von einem langen, endlos scheinenden drögen Arbeitsleben oder auch noch von berechtigten Existenzängsten gequält wird. Ach ja, dann fühlt man sich natürlich noch genervt von dieser Noch-Ehefrau und ist völlig angetan von seinen wunderbaren schlauen Kinder, die ihm am liebsten keinen Millimeter von der Seite weichen würden. Als Frau ist man außerdem völlig perplex über die Verzweiflung vieler, wirklich sehr vieler Frauen, die viel zu leicht zu haben sind und sich dann auch noch viel zu viel davon versprechen.
Vor allem aber ist man traurig. Und das ein oder andere Mal vielleicht auch ein wenig angeturnt.
Am Ende bin ich alle Emotionsnuancen rauf und runter gehetzt worden, bin völlig fertig und frage mich, wieviel ein Mensch eigentlich ertragen kann, wenn mich schon so ein kleines Buch so sehr mitnimmt.
Alles in einem muss ich zugeben, dass ich diese Geschichte gerne gelesen habe und auch nochmal lese – ich bin ja für eine Verfilmung und wäre sogar im Kino nochmal mit am Start, aber bitte nur nach 23 Uhr und ab 21 Jahren. Wäre das nichts? Schade ist vor allem eines: Das Buch ist nun zu Ende und ich freue mich über dieses kleine Pieksen irgendwo in der Magengegend - das ist, als ob gerade alle Freunde die Party gleichzeitig verlassen würden und man fühlt sich ganz allein und irgendwie sehr einsam. Und das ist nun das allerletzte, was ich als abschließendes Gefühl erwartet hätte als ich dieses Buch aufgeschlagen habe. Aber ich bin ja tapfer, also bedanke ich mich nach 260 durchgehend lebensechten und aufregenden Seiten bei Leif und wünsche ihm alles Glück dieser Welt, drücke den Kleinen und stecke dem Cowboy meine Nummer zu.
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