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Kundenrezension

am 12. August 2012
"Numquam obliviscemur Michaelis Crichtonis" (Niemals werden wir Michael Crichton vergessen)

Das Motto, welches sich etwas versteckt in der Skizze des Romanschauplatzes findet, könnte auch als Motto des Geschehens in Michael Crichton's postum erschienenem letzten Roman "Micro" dienen, denn in ihm werden ein letztes Mal all diejenigen Elemente zusammengeführt, die als Erfolgsmerkmale der Romane Crichtons gelten könnten: Eine Storyline um skrupellose geldgierige Verbrecher, die sich einen wissenschaftlichen Durchbruch zunutzen machen wollen. Eine Gruppe ahnungsloser Studenten, die den Verbrechern in die Quere stolpert und folglich nun um ihr Leben kämpfen muss. Reichlich hollywoodfähige Actionelemente, Twists und Turns und am Ende ein Finale furiosum.

Zugegebenermaßen bleibt Micro "wissenschaftlich" betrachtet hinter vielen der Vorgängerromane zurück, da die Basis des Plots wenig originell daherkommt: Mittels starker Magnetfelder ist es einer kleinen Biotechfirma auf Hawaii gelungen, Menschen und Maschinen auf Miniaturformat zu schrumpfen. Offiziell soll diese Technologie nun zur Ausbeutung des natürlichen Reichtums der Flora und Fauna Hawaiis eingesetzt werden, um so Wirkstoffe zur Heilung der großen Menschheitskrankheiten zu gewinnen. Inoffiziell gibt es natürlich auch weniger menschenfreundliche Anwendungsgebiete, nicht zuletzt militärischer Natur. Es resultiert eine Verfolgungsjagd durch die Fauna und Insektenwelt Hawaiis, bei der sich die auf Zentimetergröße zusammengeschrumpften Menschen riesenhafter Ameisen, Wespen und sonstigem Kriechgetier erwehren müssen. Was sich niedlich anhört, ist tatsächlich nicht unbedingt für zartbehütete Gemüter geeignet. Die Natur ist keine Puppenküche will uns der Autor vermitteln und opfert die Mehrzahl seiner Romanprotagonisten äußerst anschaulich dieser These. Sollte es zur Filmadaption kommen (wovon ich ausgehe), bin ich schon heute gespannt, welche Altersfreigabe die Leinwandversion erhalten wird, denn "schön" ist es nicht, wenn ein Minimensch vor den Eingang eines Ameisenbaus stolpert und von den Bewohnern als Zwischenmahlzeit auf zwei Beinen wahrgenommen wird.

Natürlich ist die Romanidee wenig originell. Menschen, die gewollt oder ungewollt zusammengeschrumpft worden sind und dann von Kriechgetier verfolgt durch den eigenen Garten stolpern, haben schon so manchen Hollywoodfilm bevölkert. Zugegebenermaßen fehlt dem Roman auch der wissenschaftliche Unterbau, für den die Crichton Romane sonst bekannt sind. Warum zum Beispiel sollte es auf Miniaturformat geschrumpfte Menschen brauchen, um Pflanzen und Insekten zu sammeln und deren Inhaltsstoffe als Medikamente zu testen? Es braucht ja auch keine geschrumpften Mini-Menschen, um die DNA aus einer Blutprobe zu isolieren.

Trotz dieser Schwächen bekommt "Micro" von mir dennoch 5 Sterne! Ich habe "Micro" in knapp zwei Tagen verschlungen, begeistert von der Spannung der Handlung. "Micro" hat mich an die vielen schönen Lesemomente erinnert, die mir Crichton mit seinen phantasievollen Romanen (besonders Congo, Jurassic Park und Prey) bereitet hat. Es ist auch bemerkenswert, dass ich keinen Bruch im Plot oder im Erzählstil wahrgenommen habe. Richard Preston hat es offensichtlich geschafft, ganz "Crichton"-like den Roman zu vollenden. Zurück bleibt das Bedauern, dass es nach "Micro" kein nächstes Mal mehr geben wird, kein erneutes Eintauchen in die Ideenwelt des Michael Crichton. Umso mehr gilt: Numquam obliviscemur Michaelis Crichtonis.
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