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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 20. September 2011
... und all das innerhalb von nur 35 Minuten.
Wie hier in einer anderen Kritik schon ganz treffend formuliert, handelt es sich bei dem Album "McCartney" eher um eine wüste Sammlung von Demos, als um ein würdiges Debüt der Post-Beatles-Ära. Über die Motive zu diesem Schnellschuß kann nur gemutmaßt werden, aber das möglichst rasche Abgeben einer Visiten-Karte als Solo-Künstler nach vollzogener Auflösung der Beatles, wird wohl eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.
"McCartney" schaffte es sogar noch einen guten Monat vor der letzten Beatles-LP "Let it be" in den Läden zu sein.

Trotz der erheblichen Schwächen, die dieses Album zweifelsfrei hat, birgt es doch einige Perlen und durchaus symphatische Kuriositäten, die es unentbehrlich machen. Allen voran sicherlich "Maybe I'm amazed", der heimlich Hit des Albums, denn eine offizielle Single war es nicht. Auch mit "Every night" und "Teddy boy" gelangen zwei Songs, die man auch heute, mehr als 40 Jahre danach, genau so stehen lassen kann. Dann wird es aber auch schon langsam schwierig.

Ganze fünf der insgesamt 13 Lieder des Albums sind Istrumentals. Der Fakt allein ist natürlich noch kein negatives Qualitätsmerkmal. Bach und Beethoven sollen ja auch ganz dufte Songs ohne Text geschrieben haben ;-) und seit einigen Jahren, reiht sich Sir Paul ja häufiger auch selbst mit Werken wie "Standing stone" und "Ecce cor Meum" in die Reihe großen Meister symphonischer Dichtung. Nur hatten die Instrumentals anno 1970 damit noch nicht im Entferntesten etwas gemein. Lediglich "Singelong junk" kann als vollwertiges istrumentales Stück bezeichnet werden, die anderen vier sind eben eher Demos und and Skurrilität teilweise kaum zu toppen.
Das zu einem Track zusammengefaßte "Hot as sun / Glasses" ist so ein Beispiel. Der "Hot as sun" Part klängelt in seiner beinah angenehmen Schlichtheit fluffig vor sich hin, dann bei ungefähr 1:30 blendet es über in ein Geräusch was klingt wie die Mitteilung eines Wals, daß er ziemlich Bauchweh hat (denn übliche Walgesänge sind ja wunderschön) und es beginnt der "Glasses" Part, bei 1:57 fängt Paul dann doch noch an kaum verständliches zu singen und das Fade-out setzt ein, bei 2:06 ist das "Lied" dann auch wieder zuende, keine zehn Sekunden nach dem ersten gesungenen Wortfetzen. Knampf!(um es mit dem passenden Wort von Bernd das Brot zu sagen, mit dem er trefflich verständnislose Fassungslosigkeit kommentiert)

Der Rest des Albums findet einfach statt, tut nicht weh, ist aber nahezu bedeutungslos. Wäre da nicht noch der Opener "The lovely Linda"! Mit nur 42 Sekunden Spielzeit ist das Ding imgrunde (wie so einiges auf der Platte) nicht mal wirklich als Lied zu bezeichnen und ist dennoch genau 42 Sekunden zu lang! Dieses debile La-la-linda Gesäusel ist nur durch Drogenmißbrauch oder Maler-Arbeiten bei geschlossenem Fenster zu erklären. Das Linda ihren Romeo nach dieser mißglückten Liebes-Erklärung nicht in die Wüste geschickt hat, läßt nur den Rückschluß zu, daß sie entweder die selben Substanzen inhaliert hat und es deshalb versehentlich schön fand, oder aber sie hat Paul wirklich unbeschreiblich geliebt und ihm selbst diese kreative Blähung verziehen. ;-)

Nun kommt das erste, selbstbetitelte McCartney Album in meiner Kritik ja nicht gerade wirklich gut weg. Warum dennoch vier Sterne? Dafür gibt es mehrere Gründe. Das Album für sich, würde ich sicherlich nur mit zwei bis drei Sternen bewerten. Die neue Deluxe-Neuauflage als Doppel-CD aber verdient mehr. Das Remaster ist einfach hervorragend (wie auch bei den anderen bisher veröffentlichten Paul McCartney Archive Collection Alben), so daß allein schon der vier meines Erachtens wirklich brillianten Songs wegen, die Anschaffung lohnt. Auch bei den weniger gelungenen eher demohaften Songs, macht die Transparenz und Wärme des Klangs einfach Spaß. Die liebevolle, reich bebilderte, edle Aufmachung dieser Re-releases ist ein weiteres Argument, warum auch dieses eher schwache Album in einer McCartney-Sammlung nicht fehlen sollte. Die sieben Songs auf der Bonus-CD (Demos, Alternativ und Live-Versionen, 25 Minuten) sind zwar eine ähnlich Mixtur aus Brillianz und Unsinn wie auf dem Album selbst, aber allein die zwei weiteren Versionen von "Maybe I'm amazed" werten diese Veröffentlichung ungemein auf.
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