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Kundenrezension

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das beste was zu erwarten ist., 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: RAFF: Sämtliche Sinfonien [9 CD Box] (Audio CD)
Unter all den Einspielungen von Raff's Symphonischem Werk, egal ob nun vollständig oder nicht, ist dies sicher die überzeugendste Aufnahme die man bekommen kann.
Trotzdem wird auch eine solche Gesmataufnahme nichts am Status von Raff als Komponisten der zweiten Reihe ändern, weil seinem Werk eben das entscheidende Etwas fehlt. Einzelne Sinfonien, wie zum Beispiel die starke 3. verdienen durchaus Beachtung, aber im großen und ganzen bleibt es dabei, dass Raff die entscheidenden Fähigkeiten als Komponist fehlen um unter die ganz großen gezählt zu werden.
Seine Musik ist auch nicht irgendeiner Kampagne zum Opfer gefallen oder vom Zeitgeist zu unrecht vergessen worden.
Vergleicht man einmal seine Musik direkt mit der seiner Zeitgenossen indem man chronologisch nach Kompostionsdatum hört so erkennt man warum Raff heute vom Konzertprogramm verschwunden ist, Tchaikovsky, Bruckner und Brahms aber nicht.
Raff fehlt die Fähigkeit, gerade in den Kopfsätzen und Finali, Melodien oder Motive zu entwickeln die sich wie selbstverständlich im Ohr verankern. Er ist eher Lyriker als Dramatiker.
Eine Brahmssinfonie braucht man nur zwei bis dreimal zu hören und man hat das wesentliche im Ohr, ist in der Lage den Formverläufen zu folgen.
Bei Raff, so sehr seine Musik auch an sich zu gefallen weiß, stellt sich dieser Effekt selbst nach dem 5. Hördurchgang nicht oder nur sehr eingeschränkt ein. Es wirkt alles etwas beliebig.

Natürlich ist der heutige Zugang zu dieser Musik auch anders. Wir können alles überblicken und ein Gesamturteil fällen, dass nicht immer fair ist gegenüber einzelnen Werken.
Mag man an Raff im Konzertsaal insgesamt nichts verloren haben, so gibt es doch einzelne Werke, die durchaus von so hoher Qualität sind, dass sie einen Platz im Bewusstsein des Konzertpublikums verdienen.
Ich denke hier an das an anderer Stelle bereits erwähnte Klavierkonzert, dass wirklich, auch mit den erwähnten Raff'schen Schwächen, ein starkes Werk ist.
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.12.2010, 19:11:50 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 13.09.2012, 12:44:51 GMT+2
Eschstruth meint:
So sehr diese Rezension vom musikhistorischen Standpunkt vielleicht auch verständlich sein mag, ich kenne - neben der Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy - nichts, was mir aus dem 19. Jhd. so zu Herzen ginge, wie die Musik Raff's (und dabei schätze ich Brahms und Tschaikowsky durchaus). Was die vorliegende Aufnahme angeht, so denke ich, daß das, was den Bach-Fetischisten auf tw. ermüdenden 150 CDs recht ist, den Liebhabern der Spätromantik nur billig sein sollte.
Vielleicht sollte man die Rezensionsgeschichte J.J. Raffs durch häufigere Aufführungen neu eröffnen und das schmale und begrenzte Repertoire des heutigen Konzertbetriebes dadurch neu bereichern ?

Veröffentlicht am 27.01.2011, 20:44:00 GMT+1
max meint:
ich denke nicht, dass man den wert eines komponisten daran bemessen kann, wie leicht sich seine melodien und motive ins ohr schleichen. kunst ist kein kulinarischer genuss. die gesamtarchitektur und die ästhetische wirkung müssen bedacht werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2011, 17:02:30 GMT+2
Volker Ocypka meint:
Nun man hat ja auch Beethoven vorgeworfen er schreibe gar keine richtigen Themen, die sich nachsingen ließen. Darauf kommt es in der Tat nicht an, aber Prägnanz ist schon eine entscheidende Frage.
Und die fehlt mir bei Raff einfach. Ich habe die meisten seiner Sinfonien jetzt mehrmals gehört aber der gewollte Erinnerungseffekt stellt sich einfach nicht ein.
Bei seinem Protektor Liszt sieht das zum Beispiel ganz anders aus. Da reicht einmaliges Hören einer sinfonischen Dichtung, und das jeweilige Hauptthema ist hängengeblieben.

Ich bleibe bei meiner Aussage: Raff's Musik ist nicht durch Zufall oder bösartige Kampagnen von seinen Zeitgenossen und Nachfolgern aus dem Konzertsaal verbannt worden. Andere hatten einfach viel interessantere Dinge zu sagen als er.

Generell würde ich aber durchaus eine Erweiterung der Konzertprogramme begrüßen. Seit Jahren lege ich mir eigentlich nur Musik von Komponisten zu, die unterrepräsentiert in deutschen Konzertsäälen sind und die eine oder andere Raff Sinfonie darf sich gerne zum Kanon der häufig gespielten Werke hinzugesellen. Ich würde die 7. favorisieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2011, 13:55:58 GMT+2
[Vom Autor gelöscht am 15.09.2012, 18:13:51 GMT+2]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2011, 14:04:05 GMT+2
Die Rezensenten müßten einmal davon loskommen, ihre persönlichen Geschmacksresonanzen wie religiöse Überzeugungen vor sich herzutragen. Ihr Vorwurf mangelnder Prägnanz an Raff trifft im übrigen nicht auf den Komponisten zu, sondern auf den von Ihnen pauschal und über Gebühr gelobten interpretatorischen Zugriff dieser Gesamteinspielung (s. auch meine eigene Rezension).

Veröffentlicht am 09.09.2012, 17:02:33 GMT+2
Gundarharl meint:
Weitgehende Zustimmung, Herr Ocypka! Habe mir die CDs vor ein paar Wochen gekauft und komme zu dem gleichen Schluss wie Sie: Es wirkt alles etwas beliebig, nett anzuhören, ab und zu blitzt ein markanter musikalischer Gedanke auf, aber letztlich bleibt es komponierter Small Talk. Ausnahme vielleicht der zweite Satz der zweiten Sinfonie oder der dritte Satz der fünften. Natürlich bemisst sich die Qualität einer Sinfonie nicht an der Zahl der "Ohrwürmer" (dann müsste Dvoraks Vierte eine der besten Sinfonien überhaupt sein), aber wenn eben so gut wie gar nichts im Ohr bleibt (bzw. sich gleich wieder verflüchtigt), ist man als "naiver" Klassikfreund ein wenig enttäuscht. Wohlgemerkt: Ich beschreibe hier nur die Höreindrücke; ein Studium der Partituren (welches evtl. zu einer anderen Einschätzung denn als "Small Talk" führen könnte) habe ich - zumindest bisher - unterlassen. Ach ja, noch etwas: Böse Zungen behaupten ja, Bruckner habe seine eine Sinfonie neunmal geschrieben; der Satz würde m. E. auch zu Raff passen: Warum hat er sich nicht mit seiner "Vaterlands"-Sinfonie zufrieden gegeben?
@ max: Sicherlich sollte man die Gesamtarchitektur einer Sinfonie ebenfalls in Erwägung ziehen. Das schließt aber nicht aus, dass man leicht fassliche Melodien verwendet und diese dann kunstvoll verarbeitet; Mozarts Jupiter-Sinfonie lässt grüßen.
Trotzdem - und auch da bin ich wieder d'accord mit Herrn Ocypka - sind Raffs Sinfonien eine überlegenswerte Bereicherung der CD-Sammlung für all jene, die ihren Brahms, Mendelssohn usw. so gut wie auswendig kennen ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2015, 15:30:18 GMT+1
[Vom Autor gelöscht am 09.02.2015, 16:02:56 GMT+1]
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